HBO Max und Paramount+: So geht es mit den Streamingdiensten weiter

Nach der Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery plant das neue Unternehmen Skydance einen gigantischen Streaming-Dienst. Um gegen Netflix anzutreten, sollen HBO Max, Paramount+ und Discovery+ zu einer einzigen Plattform verschmelzen.
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WinFuture/KI-generiert
  • Skydance vereint die Dienste HBO Max, Paramount+ sowie Discovery+ bald
  • Mit über 200 Millionen Kunden tritt der Konzern gegen Netflix an
  • Eine Übergangsphase bringt vorerst kombinierte Streaming-Pakete
  • Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz sollen die Fusion beschleunigen
  • Die Marke HBO behält trotz der Zusammenführung ihre kreative Freiheit
  • Verbraucher müssen künftig mit spürbar höheren Abokosten rechnen

Ein neuer Streaming-Gigant entsteht

Das neu geformte Unternehmen Skydance, das aus der Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery hervorgegangen ist, plant tiefgreifende Änderungen für den Streaming-Markt.

Wie CEO David Ellison am Dienstag auf einem Presse-Event bestätigte (via Variety), sollen die bisher eigenständigen Dienste HBO Max und Paramount+ langfristig in einer einzigen Plattform zusammengeführt werden. Laut einer Mitteilung des Unternehmens gilt das auch für Discovery+. Damit positioniert sich das Unternehmen neu, um mit über 200 Millionen weltweiten Abonnenten gegen Konkurrenten wie Netflix anzutreten.


Bis Nutzer jedoch auf eine gemeinsame App zugreifen können, wird noch Zeit vergehen. In einer anfänglichen Übergangsphase sollen die Dienste weiterhin separat betrieben, aber als Paket angeboten werden. Ellison betonte, dass die Zusammenlegung der technischen Infrastruktur so schnell wie möglich erfolgen soll. Dabei helfen laut dem Firmenchef auch Fortschritte bei künstlicher Intelligenz, die den Prozess der technischen Integration beschleunigen könnten.

HBO behält kreative Freiheiten

Die Ansage von Ellison weicht von früheren Aussagen von HBO-Chef Casey Bloys ab, der künftig das Streaming-Geschäft leiten soll. Dieser vermutete kürzlich noch, dass es bei reinen Paketangeboten bleiben würde. Trotz der geplanten Verschmelzung der Plattformen soll die Marke HBO ihre kreative Unabhängigkeit behalten. Die Führungsebene möchte sicherstellen, dass die Verantwortlichen weiterhin ohne starke Einmischung Inhalte entwickeln und programmieren können.

Für Abonnenten dürfte ein gebündelter Dienst sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen. Einerseits könnte die Notwendigkeit sinken, mehrere separate Abonnements abzuschließen, zudem könnten sich die Empfehlungen für passende Inhalte verbessern. Andererseits könnte die Zusammenlegung zu einer geringeren Programmvielfalt und steigenden Preisen führen - letzteres ist sogar stark anzunehmen. So müssten Kunden, die sich primär für aufwendige Dramaserien wie The Last of Us interessieren, künftig womöglich für ungeskriptete Reality-Formate mitbezahlen.

Was haltet ihr von der Zusammenlegung der Dienste? Freut ihr euch auf eine zentrale App oder befürchtet ihr steigende Preise für das Paket? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

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Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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