YMBZY Pocket Camera: Vlogger-Kamera verspricht viel, hält wenig
Bei der YMBZY Pocket Camera handelt es sich um eine Lifestyle-Kamera. Das Gadget versteht sich als sehr preisgünstige Alternative zu Kameras wie der DJI Pocket 3 oder der Insta360 Luna Pro. Anders als bei besagten Modellen verfügt die Kamera über einen 1-Achsen-Gimbal, der sich allerdings auch komplett um die eigene Achse drehen kann. Die Ähnlichkeiten hören aber bereits beim Formfaktor auf: Die Bildqualität wäre sogar für 2003 zu schlecht, und die beworbenen 30 fps bei der 4K-Auflösung werden bestenfalls mit der höchsten MEMC-Stufe auf dem Abspielgerät erreicht.
Vlogging kennt 2026 jeder Mensch, ob groß oder klein. Unser Kollege Timm Mohn weiß: Gerade Kinder wünschen sich oft GoPro-Kameras oder eben eine DJI-Kamera. Diese Modelle übersteigen aber oft das Budget für Weihnachtsgeschenke. Deswegen werden Geräte auf Amazon rausgesucht und gekauft, die eher passen: Kameras unter 100 Euro. Die liefern zwar deutlich schlechtere Video- und Bildqualität, geben aber Nachwuchs-Content-Creatorn die Chance, sich mal auszuprobieren, auch wenn das Ergebnis weit hinter dem eines Markenprodukts liegt. Denkt man an die "Wir haben XYZ zu Hause"-Memes, kann man durchaus sagen: Das Meme würde auch gut mit der YMBZY Pocket Camera funktionieren.
Beim Design steht die Pocket Camera ihren teuren Vorbildern in nichts nach: Auf der Vorderseite sitzen ein Display und die Steuerung. Die Unterschiede beginnen damit, dass das Display nicht bewegt werden kann. Die Kamera hat keinen internen Speicherplatz, stattdessen können seitlich MicroSD-Karten eingesteckt werden. Über dem SD-Karten-Slot und dem USB-Port sitzen die Tasten für die Wiedergabe und die Einstellungen. Rechts positioniert YMBZY den Kamera-Switch-Button sowie den Power-Button. Über den Switch wird der Gimbal in Bewegung gesetzt und die Kamera beispielsweise in den Selfie-Modus versetzt.
Im vorliegenden Fall sollte eine 64-GB-SD-Karte von SanDisk zum Einsatz kommen. Die leere SD-Karte war bereits in anderen Kameras im Einsatz, wurde aber dennoch nicht von der Pocket Camera erkannt. Dementsprechend musste sie zunächst formatiert werden. Dies geht über die Einstellungen und ist in wenigen Klicks erledigt. Laut Anzeige auf dem Bildschirm können etwa drei Stunden Videomaterial auf der SD-Karte gespeichert werden. Auffällig: Nachdem die Pocket Camera die SD-Karte formatiert hat, kann man die Dateien zwar lesen, aber keine neuen mehr auf den Datenträger schreiben. Dies geht erst, wenn man die SD-Karte in einem anderen Gerät formatiert.
Wie viel 4K ist bei aktuell 86,99 Euro auf Amazon zu erwarten? Die Artikelseite spricht von "atemberaubender Klarheit". Aufnahmen sollen außerdem "detailreich und farbenfroh" sein. Würde man hier über eine Kamera aus dem Jahr 2003 sprechen (und befänden wir uns auch in diesem Jahr), könnte man dem sogar bedingt zustimmen. Die YMBZY Pocket Camera will mit wenig Budget für Technik viel Kamera liefern. Wer mit dieser Lifestyle-Kamera einen Ausflug oder, noch schlimmer, die ersten Schritte des Kindes filmt, wird im Anschluss zähneknirschend das neue iPhone 18 Pro für die nächsten Aufnahmen kaufen.
Die Pocket Camera wandert im Anschluss auf den nächsten Flohmarkt. Dort können sich Interessierte wenigstens ein realistisches Bild machen, denn die Amazon-Bewertungen loben die Pocket Camera in den Himmel. Wäre es die erste Kamera ihrer Art vor ein paar Jahren gewesen, könnte man da eventuell mitgehen. Im Jahr 2026 kauft man sich für 86,99 Euro veraltete Kamera-Hardware, die nicht hält, was sie verspricht. Die YMBZY Pocket Camera hat durchaus einige gute Seiten, die Qualität der Aufnahmen gehört allerdings eher nicht dazu.
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Vlogging kennt 2026 jeder Mensch, ob groß oder klein. Unser Kollege Timm Mohn weiß: Gerade Kinder wünschen sich oft GoPro-Kameras oder eben eine DJI-Kamera. Diese Modelle übersteigen aber oft das Budget für Weihnachtsgeschenke. Deswegen werden Geräte auf Amazon rausgesucht und gekauft, die eher passen: Kameras unter 100 Euro. Die liefern zwar deutlich schlechtere Video- und Bildqualität, geben aber Nachwuchs-Content-Creatorn die Chance, sich mal auszuprobieren, auch wenn das Ergebnis weit hinter dem eines Markenprodukts liegt. Denkt man an die "Wir haben XYZ zu Hause"-Memes, kann man durchaus sagen: Das Meme würde auch gut mit der YMBZY Pocket Camera funktionieren.
Beim Design steht die Pocket Camera ihren teuren Vorbildern in nichts nach: Auf der Vorderseite sitzen ein Display und die Steuerung. Die Unterschiede beginnen damit, dass das Display nicht bewegt werden kann. Die Kamera hat keinen internen Speicherplatz, stattdessen können seitlich MicroSD-Karten eingesteckt werden. Über dem SD-Karten-Slot und dem USB-Port sitzen die Tasten für die Wiedergabe und die Einstellungen. Rechts positioniert YMBZY den Kamera-Switch-Button sowie den Power-Button. Über den Switch wird der Gimbal in Bewegung gesetzt und die Kamera beispielsweise in den Selfie-Modus versetzt.
Im vorliegenden Fall sollte eine 64-GB-SD-Karte von SanDisk zum Einsatz kommen. Die leere SD-Karte war bereits in anderen Kameras im Einsatz, wurde aber dennoch nicht von der Pocket Camera erkannt. Dementsprechend musste sie zunächst formatiert werden. Dies geht über die Einstellungen und ist in wenigen Klicks erledigt. Laut Anzeige auf dem Bildschirm können etwa drei Stunden Videomaterial auf der SD-Karte gespeichert werden. Auffällig: Nachdem die Pocket Camera die SD-Karte formatiert hat, kann man die Dateien zwar lesen, aber keine neuen mehr auf den Datenträger schreiben. Dies geht erst, wenn man die SD-Karte in einem anderen Gerät formatiert.
Klicken ist hörbar
Eine Lifestyle-Kamera ist eben genau dafür da: Ausschnitte aus dem Leben zu zeigen. Da es sich um einen 1-Achsen-Gimbal handelt, muss man selbst auf das Objekt zielen und kann den Kamerakopf nicht nach oben oder unten bewegen. Über die Hoch- bzw. Runtertaste wird jeweils hinein- bzw. herausgezoomt. Die Links- bzw. Rechtstaste bewegt den Gimbal entsprechend. Die Bewegung ist geräuschlos und kann somit auch unauffällig in der Öffentlichkeit durchgeführt werden. Wechselt man beispielsweise in den Selfie-Modus, ist das Klicken des Buttons in der Aufnahme aber deutlich zu hören.Wie viel 4K ist bei aktuell 86,99 Euro auf Amazon zu erwarten? Die Artikelseite spricht von "atemberaubender Klarheit". Aufnahmen sollen außerdem "detailreich und farbenfroh" sein. Würde man hier über eine Kamera aus dem Jahr 2003 sprechen (und befänden wir uns auch in diesem Jahr), könnte man dem sogar bedingt zustimmen. Die YMBZY Pocket Camera will mit wenig Budget für Technik viel Kamera liefern. Wer mit dieser Lifestyle-Kamera einen Ausflug oder, noch schlimmer, die ersten Schritte des Kindes filmt, wird im Anschluss zähneknirschend das neue iPhone 18 Pro für die nächsten Aufnahmen kaufen.
Die Pocket Camera wandert im Anschluss auf den nächsten Flohmarkt. Dort können sich Interessierte wenigstens ein realistisches Bild machen, denn die Amazon-Bewertungen loben die Pocket Camera in den Himmel. Wäre es die erste Kamera ihrer Art vor ein paar Jahren gewesen, könnte man da eventuell mitgehen. Im Jahr 2026 kauft man sich für 86,99 Euro veraltete Kamera-Hardware, die nicht hält, was sie verspricht. Die YMBZY Pocket Camera hat durchaus einige gute Seiten, die Qualität der Aufnahmen gehört allerdings eher nicht dazu.
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