Pixel Watch 5: Googles Upgrade auf die Smartwatch im Test

Die Google Pixel Watch 5 setzt weniger auf ein neues Äußeres als auf Verbesserungen bei Leistung, Software und Gesundheitsfunktionen. Im Vergleich zum Vorgänger bleibt der Fortschritt allerdings überschaubar. Spürbar ist aber Googles Versuch, Gesundheitsdaten mithilfe eines KI-Coachs verständlicher aufzubereiten und daraus konkrete Empfehlungen für den Alltag abzuleiten. Unser Kollege Jonas Kaniuth hat die Uhr getestet.

Die Smartwatch erscheint in 41 und 45 Millimetern. Die kleinere Variante startet bei 419 Euro und ist damit 20 Euro teurer als ihr Vorgänger, während das größere Modell weiterhin 449 Euro kostet. Für die Mobilfunkversion verlangt Google jeweils 100 Euro mehr. Wer unterwegs lediglich GPS-Tracking oder zuvor heruntergeladene Musik benötigt, kann auf LTE verzichten. Die Mobilfunkvariante ist vor allem dann interessant, wenn die Uhr auch ohne Smartphone online bleiben soll.

Optisch bleibt Google der bisherigen Designsprache weitgehend treu. Das runde, gewölbte Display erreicht bis zu 3.000 Nits und lässt sich auch bei hellem Umgebungslicht gut ablesen. Die relativ breiten Ränder bleiben allerdings sichtbar. Bemerkenswert ist dagegen die Konstruktion: Das Gehäuse lässt sich über seitlich verborgene Schrauben öffnen, was Reparaturen erleichtert.
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Im Inneren stehen nun 3 statt 2 GByte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Der weiterhin eingesetzte Snapdragon W5 Gen 2 arbeitet mit höherem Takt, während Softwareoptimierungen für eine flüssige Bedienung sorgen sollen. Zu den praktischen Funktionen gehören unter anderem Notizen, Sprachaufnahmen, Musiksteuerung, Benachrichtigungen und die Suche nach einem verlegten Smartphone. Auch Gerätesicherungen und der Wechsel auf ein anderes Smartphone wurden verbessert.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Gesundheitsangebot. Google bündelt die entsprechenden Funktionen inzwischen unter Google Health und ergänzt sie mit dem kostenpflichtigen Health-Premium-Angebot. Dieses kostet 9 Euro im Monat oder 100 Euro im Jahr. Dafür gibt es unter anderem zusätzliche Gesundheitsfunktionen und den KI-Coach, der Messwerte einordnet, Trainingsvorschläge erstellt und Tageszusammenfassungen liefert. Die Funktion kann die Interpretation der zahlreichen Daten erleichtern, arbeitete im Test aber noch nicht durchgehend konsistent.

Viele Features kommen erst noch

Auch bei anderen Gesundheits- und Trainingsfunktionen ist zwischen bereits verfügbaren und angekündigten Angeboten zu unterscheiden. Dazu gehören etwa neue Auswertungen zu Blutdruck und Insulinresistenz sowie individuell zusammengestellte Trainingsabläufe. Wer die Pixel Watch 5 vor allem wegen dieser Erweiterungen kaufen möchte, sollte deren tatsächliche Verfügbarkeit abwarten.

Bei der Akkulaufzeit erreichte die kleine Variante im Test ungefähr zwei Tage, musste für eine zweite Nacht jedoch vorher geladen werden. Insgesamt ist die Pixel Watch 5 damit vor allem für Nutzer interessant, die eine kompakte Smartwatch mit guter Bedienung und umfangreicher Gesundheitsauswertung suchen. Für Besitzer der Pixel Watch 4 fällt der Anreiz zum Wechsel dagegen eher gering aus.

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