Absurder Softwarefehler:
Formel-1-Autos verweigern Gasannahme

Wie stark darf die Formel 1 von ihrer Software abhängig sein? Ein Fehler blockierte in Malaysia plötzlich die Gasannahme mehrerer Wagen auf nasser Strecke. Nach einem eiligen Update äußerten namhafte Rennfahrer deutliche Kritik an der Komplexität.
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McLaren
  • Ein Softwarefehler führte beim Formel-1-Rennen in Malaysia zum Startchaos
  • In Sepang blockierte eine fehlerhafte Elektronik die Gasannahme der Autos
  • Die Software war zuvor nicht ausreichend bei Regenbedingungen getestet worden
  • Ein schnelles Update in der Boxengasse verzögerte den Start um 90 Minuten
  • Lewis Hamilton behob das Problem durch das Ein- und Ausschalten des Wagens
  • Max Verstappen siegte nach dem Neustart und kritisierte die Motorentechnik

IT-Trick rettet Formel-1-Start

Beim Formel-1-Rennen in Malaysia hat ein Softwarefehler am Sonntag zu chaotischen Szenen auf nasser Strecke geführt. Während der Einführungsrunde blieben mehrere Autos stehen, weil die Elektronik die Gasannahme blockierte.

Die Formel 1 gastierte erstmals seit 2017 wieder in Malaysia. Das Rennen in Sepang ersetzte den Grand Prix in Bahrain, der im Frühjahr wegen des Irankriegs abgesagt worden war. Die aktuelle Fahrzeuggeneration nutzt Hybridantriebe, deren Leistung zu 47 Prozent aus elektrischer Energie stammt. Der Automobil-Weltverband FIA schreibt dafür einheitliche Steuerprogramme vor.


Wie Autosport berichtet, führte FIA-Technikchef Nikolas Tombazis den Fehler auf einen Harmonikaeffekt zurück. Weil die Autos vor dem Start sehr langsam fuhren, mussten einige Piloten nahezu anhalten. Das löste einen Fehler aus, der die erneute Freigabe der Motorleistung verhinderte.

Nach Angaben der FIA war die Software wegen der wenigen Regenfahrten in dieser Saison nicht ausreichend unter solchen Bedingungen getestet worden. Auch Lewis Hamilton war betroffen. Der 41-Jährige umging den Fehler laut einem Interview im Spiegel, indem er seinen Wagen einmal aus- und einschaltete.

Update in der Boxengasse

Das IT-Team der FIA entwickelte unter Zeitdruck ein Softwareupdate, das die Teams direkt auf die Autos aufspielen mussten. Laut Tombazis dauerte dies rund 20 Minuten. Wegen Regens und des Softwarefehlers begann das Rennen mit etwa 90 Minuten Verspätung.

Kritik an komplexer Technik

Mehrere Fahrer kritisierten die Abhängigkeit der Autos von Software. Max Verstappen, der den Grand Prix in Sepang gewann, bemängelte die Komplexität der Motoren. Sergio Perez verglich die Situation mit einem Leihkart, dessen Fahrzeit abgelaufen sei. Charles Leclerc äußerte Sicherheitsbedenken, weil die plötzlichen Ausfälle Unfälle hätten verursachen können.

Fernando Alonso reagierte mit Humor. Nach dem für Aston Martin erfolgreichen Rennen scherzte er, die Rennleitung habe bei seinen zahlreichen Ausfällen in dieser Saison nie ein Rennen unterbrochen.

Findet ihr, dass moderne Fahrzeuge mittlerweile zu stark von komplexer Software abhängig sind? Teilt uns eure Erfahrungen mit Patches im Auto gerne in den Kommentaren mit!

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Nadine Juliana Dressler

Redakteurin für Windows & Netzwerke

Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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