Microsoft-Baustelle Xbox: Erst großer Hype, jetzt Massenentlassungen

Auf die große Spiele-Hoffnung der letzten Tage folgt bei Microsoft der brutale Schock. Ein internes Memo enthüllt dramatische Fi­nanz­probleme in der Xbox-Sparte. Bis zu 1000 Mitarbeiter fliegen im Juli raus. Das sind die neuesten Entwicklungen.
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WinFuture / KI-generiert

Stellenabbau bei Xbox geplant

Ein internes Memo der Geschäftsführerin Asha Sharma und des Studioleiters Matt Booty skizziert einen umfassenden Neustart von Microsofts Xbox-Abteilung. Die Führungskräfte benennen darin finanzielle und strukturelle Probleme, die eine Fortführung der bisherigen Strategie unmöglich machen sollen.

In dem Schreiben an die Belegschaft ziehen Sharma und Booty Bilanz der ersten 100 Tage. Trotz einer Basis von über einer Milliarde Spielern verzeichnet die Sparte eine Gewinnmarge von lediglich drei Prozent. In den vergangenen fünf Jahren habe das Unternehmen über 20 Milliarden US-Dollar investiert, während der Umsatz um fast eine halbe Milliarde US-Dollar gesunken sei. Die Übernahme von Activision Blizzard ist hier nicht enthalten.

Xbox 25th Anniversary Collection | Xbox Games Showcase

Krise bei der Konsolen-Hardware

Wie Bloomberg berichtet, sollen die Entlassungen mit deutlichen Kürzungen im Marketing-Budget einhergehen. Die genaue Anzahl der betroffenen Mitarbeiter ist bislang unklar, in Branchenkreisen kursieren jedoch Gerüchte über bis zu 1000 gefährdete Stellen. Auch die Schließung ganzer Entwicklerstudios steht laut unbestätigten Informationen im Raum.

Ein zentraler Grund für den Sparkurs ist eine anhaltende Krise bei Hardware-Komponenten. Die Einkaufspreise für Speicherbausteine der aktuellen Xbox Series X|S hätten sich seit dem vergangenen Herbst mehr als vervierfacht. Für das Weihnachtsgeschäft 2027 rechne die Führungsebene mit mehr als dem Fünffachen der Kosten im Vergleich zu den Preisen von vor zwei Jahren. Das Unternehmen prüfe daher neue Geschäftsmodelle für die nächste Generation mit dem Codenamen Helix.

Neue Strategie für Exklusivtitel

Die interne Infrastruktur sei laut dem Memo zu komplex und zu stark von externen Dienstleistern abhängig. Xbox müsse eine eigenständigere Kultur für die eigenen Entwickler aufbauen. Zudem habe das Unternehmen in der Vergangenheit zu viele Studios erworben, ohne diese ausreichend zu finanzieren. Um im Wettbewerb zu bestehen, bedürfe es einer Neuausrichtung der Investitionsprioritäten.

Erste Auswirkungen des Strategiewechsels sind bereits sichtbar. So wurde die Portierung des Titels Gears of War: E-Day für die PlayStation 5 gestoppt, um das Spiel als reinen Exklusivtitel zu vermarkten. Auch ein geplanter Trailer für das Spiel Halo wurde kurzfristig von einer Konkurrenzveranstaltung zurückgezogen. In der jüngeren Vergangenheit hatte das Unternehmen unter Gaming-Chef Phil Spencer bereits Studios wie The Initiative geschlossen.

Was meint ihr zu den geplanten Umstrukturierungen bei Xbox? Teilt eure Gedanken und Perspektiven gerne unten in den Kommentaren mit uns.
Zusammenfassung
  • Xbox plant einen weitreichenden Umbau aufgrund einer geringen Gewinnmarge
  • Gerüchte deuten auf die Entlassung von bis zu 1000 Beschäftigten hin
  • Explodierende Preise für Speicherbausteine belasten die Hardware-Sparte
  • Zukünftig soll der Fokus wieder stärker auf eigenen Exklusivtiteln liegen
  • Investitionen von 20 Milliarden Dollar stehen sinkendem Umsatz gegenüber
  • Die geplante Konsole Helix soll eine Wende bei den Geschäftsmodellen bringen
  • Komplexe interne Strukturen und externe Abhängigkeiten sollen abnehmen

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