Mythos 911: Porsche-CEO mit klarer Position zu E-Version der Ikone

Porsche-Chef Michael Leiters hat sich klar zu der Idee einer vollelektrischen Version des 911 positioniert. Der Stuttgarter Sportwagenbauer setzt bei seinem Kultmodell aktuell ausschließlich auf Verbrenner und Hybride.

Kein Elektroantrieb für den 911

E-Autos sind auf dem Vormarsch. Sportwagenhersteller wie Porsche tun sich jedoch schwer. Zwar hat man gerade erst das neue Cayenne Coupé Electric vorgestellt, doch im Großen und Ganzen sind die E-Modelle des Stuttgarter Herstellers gefloppt. Der Betriebsgewinn war zuletzt um unfassbare 99 Prozent eingebrochen. Auf einer Veranstaltung der Zeitschrift Auto Motor und Sport sprach Porsche-Geschäftsführer Michael Leiters nun über eine potenzielle E-Version des legendären 911 und bezog klar Stellung.

Der CEO machte deutlich, dass das Unternehmen keine entsprechende E-Variante des Sportwagens plane. Das seit 1963 gebaute Modell gilt als historisches Produkt. Den technischen Fortschritt wolle man ausschließlich über Verbrennungsmotoren und Hybridantriebe realisieren.


Ikone 911

Ursprünglich wurde der Wagen als Typ 901 auf der Frankfurter Automobilausstellung präsentiert, musste aber nach einem Markenrechtsstreit mit Peugeot umbenannt werden. Die Historie des Fahrzeugs ist eng mit der deutschen Automobilgeschichte verknüpft. Die Ingenieure in Stuttgart haben über Jahrzehnte die Fahrphysik des Heckmotorkonzepts perfektioniert, was einen Wechsel auf schwere Batterien verkompliziert.

Für den Autobauer aus Zuffenhausen ist das Fahrzeug weiterhin ein wichtiges Standbein. Allein in Nordamerika verkaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr über 13.000 Einheiten des 911. Während erste reine Elektromodelle der Konkurrenz wie der Ferrari Luce am Markt auf gemischte Reaktionen stießen, möchte Porsche hier wohl kein Risiko eingehen. Porsche 911Der 911 ist wohl Porsches berühmtestes Modell Wie die Nachrichtenagentur dpa (via Heise) berichtet, blickt der amtierende Geschäftsführer kritisch auf die bisherige Rolle des Unternehmens bei der Elektromobilität. Mit dem Taycan sei das Unternehmen einst ein Pionier auf diesem Gebiet gewesen, doch es sei eine Frage des Timings und man sei vielleicht etwas zu früh dran gewesen.

Rückkehr zum Verbrennungsmotor

Der ehemalige Vorstandschef Oliver Blume hatte vor seinem Abgang eine Neuausrichtung eingeleitet. Anstelle einer reinen Elektrostrategie sollen künftig wieder mehr Fahrzeuge mit klassischem Antrieb das Angebot prägen. Diese erneute Umstellung war mit hohen Kosten verbunden und führte zu dem eingangs erwähnten starken Gewinneinbruch. Der kam unter anderem durch die teure Abwicklung der eigenen Batterietochter Cellforce zustande.

Aktuell bietet Porsche die neue Generation des 911 ausschließlich als Verbrenner an. In bestimmten Ausführungen kommt ein Hybridsystem mit elektrischem Abgasturbolader zum Einsatz, wie beim 911 Turbo S Hybrid. Wo es Sinn mache und der Kunde das wünsche, werde man auch weiterhin in die Elektromobilität investieren, erklärte Leiters. Beim 911 scheint das auf absehbare Zeit aber beides nicht der Fall zu sein.

Was meint ihr zu der Entscheidung von Porsche? Sollte eine Ikone wie der 911 ein Verbrenner bleiben? Oder hält man damit an einer veralteten Auffassung von Sportwagen fest? Teilt eure Gedanken und diskutiert gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Porsche-Chef Michael Leiters plant keine Elektroversion für den 911
  • Das seit 1963 gebaute Modell setzt auch künftig auf Verbrenner und Hybride
  • Eine neue Strategie forciert wieder klassische Antriebe statt Elektromotoren
  • Schwere Batterietechnik verkompliziert die Physik des Heckmotorkonzepts
  • Reine Elektroversionen sollen lediglich für andere Modelle entwickelt werden

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