Neuer Mercedes-Benz EQS mit 926 Kilometer Reichweite vorgestellt

Mercedes verpasst der Elektrolimousine EQS ein massives Technik-Update. Dank einer neuen 800-Volt-Architektur und verbesserter Zellchemie steigt die Reichweite auf 926 Kilometer. Zudem führt der Hersteller eine Steer-by-Wire-Lenkung ein.
Elektromobilität, Elektroauto, Elektrofahrzeug, Mercedes-Benz, fahren, Limousine, Stadtverkehr, Mercedes-Benz EQS, E-Kennzeichen
Mercedes-Benz

Technik-Update für den Luxus-Stromer

Mercedes rüstet die Elektrolimousine EQS mit einem Technik-Update auf. Das überarbeitete Modell erhält eine neue Elektroarchitektur und bietet durch eine veränderte Zellchemie mehr Reichweite. Der Hersteller reagiert damit auf die Marktentwicklung und bisherige Rückmeldungen zur Ladegeschwindigkeit des Fahrzeugs. Die Optik des Fahrzeugs bleibt dabei weitgehend unangetastet, da der Fokus auf den inneren Werten liegt.

Die Ingenieure haben die nutzbare Kapazität der Batterie bei gleichen physischen Abmessungen von 118 auf 122 Kilowattstunden erhöht. Erreicht wird das durch einen höheren Siliziumanteil in den Anoden. In Kombination mit einem neuen Zweigang-Getriebe an der Hinterachse erzielt das Modell EQS 450+ laut WLTP-Norm eine Reichweite von bis zu 926 Kilometern.

Mercedes-Benz EQS (2027)Mercedes-Benz EQS (2027)Mercedes-Benz EQS (2027)Mercedes-Benz EQS (2027)
Mercedes-Benz EQS (2027)Mercedes-Benz EQS (2027)Mercedes-Benz EQS (2027)Mercedes-Benz EQS (2027)

Schnelleres Laden

Der Wechsel auf eine 800-Volt-Architektur beschleunigt den Ladevorgang. An Schnellladesäulen nimmt das System bis zu 350 Kilowatt Leistung auf. Unter optimalen Bedingungen lassen sich innerhalb von zehn Minuten 320 Kilometer Reichweite nachladen. An 400-Volt-Stationen teilt die Elektronik den Akku virtuell auf, um ihn effizienter zu füllen. Ladezeiten sollen so im Alltag weiter reduziert werden.

Steer-by-Wire ersetzt mechanische Lenkung

Wie aus einer Mercedes-Benz-Pressemitteilung hervorgeht, führt das Unternehmen eine Steer-by-Wire-Lenkung ein. Die Technologie verzichtet auf eine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Vorderrädern. Lenkbefehle werden ausschließlich elektronisch übertragen. Das System ermöglicht den Einsatz eines abgeflachten Lenkrads im Yoke-Design, das den Einstieg in das Fahrzeug erleichtert und den Blick auf die Instrumente freigibt.

Der Hersteller gibt an, dass mehrere redundante Systeme die Sicherheit der elektronischen Lenkung im Fahrzeug gewährleisten. Zudem sollen störende Vibrationen durch Fahrbahnunebenheiten durch die Software herausgefiltert werden. Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass das notwendige Feedback der Straße für ein sicheres Fahrgefühl nicht verloren geht.

KI-Software und Cloud-Fahrwerk

Als Betriebssystem fungiert die Software MB.OS. Das System nutzt künstliche Intelligenz, um Sprachbefehle über einen virtuellen Assistenten im Auto zu verarbeiten. Eine cloudbasierte Dämpferregelung passt das Luftfahrwerk vorausschauend an Fahrbahnunebenheiten an. Dafür greift die Technik auf Schwarmdaten anderer vernetzter Fahrzeuge zurück, um beispielsweise vor Temposchwellen oder Schlaglöchern die Federung rechtzeitig einzustellen.

Neben den technischen Neuerungen am Antrieb und Fahrwerk bietet der überarbeitete EQS funktionale Anpassungen:

  • Erhöhung der Anhängelast auf 1600 Kilogramm
  • Integration einer beheizbaren Gurtanlage für die Vordersitze
  • Bidirektionales Laden über ein späteres Software-Update

Die Preise für den Einstieg in die Baureihe beginnen in Deutschland bei 94.403 Euro für den EQS 400. Damit positioniert sich das Fahrzeug weiterhin im oberen Preissegment der Elektromobilität. Die Auslieferung der überarbeiteten Modelle an Kunden erfolgt im Laufe des Jahres.

Wie bewertet ihr das Technik-Update des EQS? Teilt eure Gedanken zur neuen Lenkung und der Reichweite gerne unten in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Höhere Reichweiten von bis zu 926 Kilometern werden nun ermöglicht
  • Durch die 800-Volt-Architektur ist ein Laden mit 350 Kilowatt möglich
  • Elektronische Lenkbefehle ersetzen die mechanische Verbindung im Pkw
  • MB.OS nutzt vernetzte Schwarmdaten für die aktive Dämpferregelung
  • Ein Basispreis von 94.403 Euro markiert hier den Einstieg der Serie
  • Zudem steigt die maximale Anhängelast auf insgesamt 1600 Kilogramm

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Hager E-Ladestation im Preisvergleich
Derzeit keine Angebote im Preisvergleich
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!