Nvidia bestätigt: GeForce-Grafikkarten werden demnächst Mangelware

Nvidia erwartet massive Engpässe bei GeForce-Grafikkarten. Während die Nachfrage hoch bleibt, sorgt ein Mangel an Bauteilen für "Gegenwind". Das bedeutet für Gamer auf längere Zeit schlechtere Verfügbarkeit und höhere Preise.
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Nvidia warnt vor GeForce-Engpässen

Wer aktuell plant, seinen Gaming-PC mit einer neuen GPU aufzurüsten, muss sich auf schwierige Zeiten einstellen. Denn im Rahmen der Bekanntgabe der aktuellen Geschäftszahlen hat Nvidia bestätigt, was viele im Vorfeld schon vermutet hatten: Die Versorgung mit GeForce-Grafikkarten in den kommenden Monaten wird stark eingeschränkt sein. Das Unternehmen spricht von signifikantem "Gegenwind" durch die Lieferkette, der das Angebot an Hardware für Endkunden auf längere Zeit limitieren dürfte.

Aufgrund einer weiterhin hohen Nachfrage nach der neuen Blackwell-Architektur wird das Angebot den Bedarf voraussichtlich nicht decken können. Sowohl Desktop-Grafikkarten als auch mobile GPUs für Notebooks sind betroffen. Die Führungsetage von Nvidia stellte klar, dass es sich primär um ein angebotsseitiges Problem handelt. Das Kaufinteresse der Kunden sei hoch, doch die Hardware könne nicht in ausreichender Stückzahl produziert werden, da wichtige Komponenten fehlen.


Wie Wccftech unter Berufung auf den jüngsten Earnings Call berichtet, bezeichnete Finanzchefin Colette Kress das Angebot für die kommenden Quartale als "sehr knapp". Sie betonte zudem, dass man gerne mehr liefern würde, die Kapazitäten das jedoch derzeit nicht zuließen. Eine leichte Besserung der Lage sei allerfrühestens gegen Ende des Jahres denkbar.

Verschiebung der Prioritäten

Die Auswirkungen sind bereits in den Bilanzen sichtbar. Zwar stieg der Umsatz der Gaming-Sparte im Jahresvergleich um 47 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar (etwa 3,13 Milliarden Euro), doch im Vergleich zum Vorquartal gab es einen Rückgang von 13 Prozent. Die Beschaffung von DRAM gestaltet sich zunehmend schwierig, da Fertigungskapazitäten global stark ausgelastet sind und verfügbarer Speicher hauptsächlich für KI-Server verwendet wird. Nvidia: Unternehmensumsatz nach SparteNvidias Umsatzübersicht Q4 FY26 Während das Server-Segment über die letzten Quartale mit Abstand zur größten Umsatzquelle von Nvidia geworden ist, verkommt die Gaming-Sparte immer mehr zu einer Randnotiz. Nachdem das Unternehmen über Jahrzehnte sein Geld mit Consumer-Grafikkarten verdient hat, spielen sie im Gesamtgefüge der Konzerneinnahmen nur noch eine Nebenrolle. Nvidia: Unternehmensumsatz nach SparteNvidia Gewinn-Verlust-Rechnung Q4 FY26

Steigende Preise im Handel

Für Endkunden hat das niedrige Angebot direkte finanzielle Folgen. Schon länger sind Preisanstiege bei beliebten Modellen wie der GeForce RTX 5070 Ti und der RTX 5060 Ti zu beobachten. Es ist davon auszugehen, dass die Straßenpreise weiter klettern werden, solange der Markt angespannt bleibt.

Nvidia hat zwar angekündigt, Investoren und Kunden so schnell wie möglich über Änderungen an der Versorgungslage zu informieren, doch Gamer sollten lieber nicht die Luft anhalten. Spieler müssen sich wohl auf lange Wartezeiten und höhere Ausgaben einstellen. Unternehmen aus der Speicherindustrie gehen davon aus, dass sich die Lage erst 2029 wieder entspannt. Bis dahin bleibt Geduld wohl die einzige Option.

Plant ihr trotz der steigenden Preise und schlechten Verfügbarkeit ein Upgrade eures PCs oder wartet ihr lieber ab? Schreibt uns eure Strategie in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Nvidia erwartet massive Engpässe bei seinen GeForce-Grafikkarten
  • Finanzchefin Kress bezeichnet das künftige Angebot als "sehr knapp"
  • Ein Bauteilmangel sorge für erheblichen "Gegenwind"
  • Speicher wird vorrangig für KI-Server statt für Grafikkarten genutzt
  • Die Gaming-Sparte spielt im Konzernumsatz nur noch eine Nebenrolle
  • Speicherindustrie erwartet eine Entspannung der Lage erst im Jahr 2029

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