Schmelzende Stecker: Nvidia begrenzt GPU-Spannung mit neuem Treiber

Nvidia hat einen neuen Game-Ready-Treiber veröffentlicht, der die Bugs des Vorgängers behebt. Berichte deuten jedoch darauf hin, dass Karten der RTX-50-Serie nun weniger Spannung erhalten. Womöglich dient das der Sicherheit, bremst Übertakter jedoch aus.
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Update mit versteckter Spannungsbremse

Nvidia hat einen neuen Game Ready Treiber in der Version 595.71 WHQL veröffentlicht. Das Update war dringend notwendig, nachdem die vorangegangene Version 595.59 aufgrund schwerwiegender Fehler zurückgezogen werden musste. Nutzer hatten über erhebliche Performance-Einbrüche und Probleme mit der Lüftersteuerung geklagt. Das neue Update stellt die reguläre Leistung wieder her, bringt für Besitzer der neuen Blackwell-Generation jedoch eine unerwartete Einschränkung mit sich.

Denn erste Analysen von Hardware-Enthusiasten zeigen, dass der Hersteller mit der neuen Software offenbar eine künstliche Limitierung eingeführt hat. Berichte deuten darauf hin, dass Grafikkarten der RTX-50-Serie, insbesondere das Flaggschiff RTX 5090, nun mit einer reduzierten Spannung operieren. Das beeinträchtigt vor allem Szenarien, in denen Nutzer die Hardware manuell übertakten.


Wie Wccftech berichtet, fiel die Änderung zunächst dem YouTube-Kanal Bang4BuckPC Gamer auf. In unabhängigen Tests konnte das Verhalten reproduziert werden. Während die Karten mit dem älteren Treiber (Version 591.86) problemlos die Grenze von 3000 Megahertz überschritten, scheint nun eine harte Obergrenze gezogen worden zu sein.

Die direkten Vergleiche bei identischen Einstellungen verdeutlichen den Eingriff:

  • Alter Treiber (v 591.86): Spannung zwischen 1,020 und 1,030 Volt, Taktraten von 3015 bis 3030 Megahertz.
  • Neuer Treiber (v 595.71): Spannung fällt auf 1,005 bis 1,010 Volt, Taktraten bleiben unter 3000 Megahertz.

Sicherheitsmaßnahme gegen Defekte?

Selbst im Standardbetrieb ohne manuelle Anpassungen liegt die Spannung mit dem neuen Treiber leicht unter den zuvor gemessenen Werten. Nvidia hat sich bisher nicht offiziell zu den Gründen für diese Begrenzung geäußert. In Fachkreisen wird jedoch vermutet, dass es sich um eine gezielte Vorsichtsmaßnahme handelt, um die Langlebigkeit der Hardware zu gewährleisten.

Hintergrund könnten die immer wieder auftauchenden Berichte über schmelzende 16-Pin-Stromanschlüsse bei der RTX 5090 sein. Insbesondere Stecker von MSI standen dabei zuletzt im Fokus, da sie sich Berichten zufolge mit der Zeit lockern können. Experten warnten bereits vor möglichen thermischen Problemen bei dauerhafter Spitzenlast. Durch die Begrenzung der maximalen Spannung könnte Nvidia versuchen, die thermische Belastung am Anschluss zu reduzieren und so Hardware-Schäden an den teuren Komponenten vorzubeugen.

Für den durchschnittlichen Spieler hat die neue Spannungsbegrenzung kaum negative Auswirkungen. Lediglich Übertakter und Enthusiasten, die das letzte Quäntchen Leistung aus ihrer Hardware holen möchten, müssen sich mit dem reduzierten Spielraum arrangieren oder auf ältere Treiber-Versionen zurückgreifen.

Besitzt ihr eine Karte der RTX-50-Serie und habt Veränderungen bemerkt? Haltet ihr die Spannungsbegrenzung für sinnvoll oder ist das Bevormundung? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

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Zusammenfassung
  • Nvidia veröffentlicht neuen Game-Ready-Treiber in Version 595.71 WHQL
  • Der Vorgängertreiber 595.59 wurde wegen schwerer Fehler zurückgezogen
  • RTX-50-Karten erhalten mit dem neuen Treiber nun weniger Spannung
  • Übertakter erreichen kaum noch Taktraten über 3000 Megahertz
  • Schmelzende 16-Pin-Stecker könnten der Grund für die Begrenzung sein
  • Nvidia äußert sich bisher nicht offiziell zu den Gründen der Änderung
  • Durchschnittliche Spieler merken von Spannungsbegrenzung kaum etwas

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