Europa top, USA und China flop:
E-Auto-Weltmarkt im Rückwärtsgang
Der E-Auto-Boom stockt: Im Januar 2026 fielen die weltweiten Verkäufe von Elektroautos um 3 Prozent. Während die USA massiv einbrechen und China abkühlt, legt Europa überraschend kräftig zu. Grund sind neue CO2-Vorgaben der EU.
Der Jahresauftakt 2026 markiert eine spürbare Zäsur für die Elektromobilität. Wie Daten der Beratungsfirma Benchmark Mineral Intelligence (BMI) zeigen, fielen die weltweiten Neuzulassungen im Januar um 3 Prozent auf rund 1,2 Millionen Fahrzeuge. Dieser Rückgang wird primär durch veränderte politische Rahmenbedingungen in den beiden größten Märkten der Welt getrieben.
Noch härter trifft es Nordamerika: Hier brachen die Zahlen um 33 Prozent auf knapp über 85.000 Fahrzeuge ein. In den USA fielen die monatlichen Verkaufszahlen auf das Niveau von Anfang 2022 zurück, was Analysten im Kontext der politischen Weichenstellungen unter der Administration von Präsident Trump sehen.
Den stärksten Zuwachs verzeichnete hingegen der "Rest der Welt". Mit einem Plus von 92 Prozent auf fast 190.000 Fahrzeuge wurde ein neues Rekordhoch erreicht. Treiber dieser Entwicklung sind starke Märkte in Südkorea und Brasilien sowie staatliche Anreize in Thailand.
Glaubt ihr, dass die Märkte in den USA und China sich schnell erholen, oder verschiebt sich der E-Auto-Boom jetzt dauerhaft in neue Regionen wie Südostasien? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
China und USA im Rückwärtsgang
Besonders drastisch trifft es China, den bislang verlässlichsten Wachstumsmotor. Die Zulassungen stürzten um 20 Prozent auf unter 600.000 E-Autos ab - der tiefste Stand seit fast zwei Jahren. Ursächlich hierfür sind die Einführung einer neuen Kaufsteuer sowie die Reduzierung staatlicher Subventionen.Noch härter trifft es Nordamerika: Hier brachen die Zahlen um 33 Prozent auf knapp über 85.000 Fahrzeuge ein. In den USA fielen die monatlichen Verkaufszahlen auf das Niveau von Anfang 2022 zurück, was Analysten im Kontext der politischen Weichenstellungen unter der Administration von Präsident Trump sehen.
Europa stabil, Schwellenländer boomen
Ein differenziertes Bild zeigt sich in Europa. Der Markt wuchs gegen den globalen Trend um 24 Prozent auf über 320.000 Registrierungen. Allerdings verliert die Dynamik auch hier an Fahrt: Es war das langsamste Wachstum seit Februar des Vorjahres.Den stärksten Zuwachs verzeichnete hingegen der "Rest der Welt". Mit einem Plus von 92 Prozent auf fast 190.000 Fahrzeuge wurde ein neues Rekordhoch erreicht. Treiber dieser Entwicklung sind starke Märkte in Südkorea und Brasilien sowie staatliche Anreize in Thailand.
Milliardenabschreibungen und Exportfokus
Die schwierigen Marktbedingungen hinterlassen tiefe Spuren in den Bilanzen. Autohersteller mit starkem US-Engagement mussten im vergangenen Jahr Abschreibungen in Höhe von rund 55 Milliarden Dollar vornehmen und ihre Elektro-Ambitionen zurückschrauben. Chinesische Hersteller reagieren auf die heimische Schwäche indes mit einer Export-Offensive, insbesondere in Richtung Südostasien.Glaubt ihr, dass die Märkte in den USA und China sich schnell erholen, oder verschiebt sich der E-Auto-Boom jetzt dauerhaft in neue Regionen wie Südostasien? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Weltweite E-Auto-Verkäufe im Januar 2026 erstmals um 3 Prozent gesunken
- Chinesischer Markt schrumpft um 20 Prozent auf unter 600.000 Fahrzeuge
- Drastischer Einbruch in Nordamerika um 33 Prozent auf nur 85.000 E-Autos
- Europäischer Markt wächst gegen den Trend um beachtliche 24 Prozent
- Märkte wie Südkorea und Brasilien verzeichnen Rekordzuwachs von 92 Prozent
- Autohersteller mussten Abschreibungen von 55 Milliarden Dollar vornehmen
- Chinesische Hersteller reagieren mit verstärkter Export-Offensive
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