Ferrari zeigt Jony Ives Interieur des ersten Elektro-Ferrari
Ferrari zeigt mit dem Luce sein erstes Elektroauto und geht beim Design neue oder auch alte Wege. Apple-Legende Ive verzichtet im Innenraum bewusst auf riesige Touchscreens und setzt auf edle Materialien, analoge Uhrmacherkunst und haptisches Feedback.
Im Innenraum dominieren Materialien, die man eher aus der Haute Couture oder der Architektur kennt. Kunststoff wurde fast vollständig eliminiert. Stattdessen verarbeitet Ferrari feinstes Leder, gebürstetes Aluminium und speziell gefertigtes Glas. Eine zentrale Rolle spielt dabei Corning, bekannt als langjähriger Apple-Zulieferer. Insgesamt vierzig Komponenten aus Gorilla Glass wurden im Innenraum verbaut.
Das Material soll nicht nur robust sein, sondern auch eine kühle, wertige Haptik bieten. Die Philosophie ist eindeutig: Der Fahrer soll das Auto so weit wie möglich "fühlen" können. Haptische Knöpfe und mechanische Schalter geben jenes Feedback, das auf Touch-Oberflächen oft fehlt. Selbst das Klicken der Tasten wurde akustisch und taktil monatelang abgestimmt, um ein präzises Schaltgefühl zu gewährleisten.
Das Design wirkt durch schlanke Speichen und eloxiertes Aluminium gleichermaßen modern wie nostalgisch. Unterhalb der Nabe platzierte Ive physische Pods für den Tempomaten. Auch der berühmte Manettino-Schalter für die Fahrmodi bleibt erhalten, wird im Luce jedoch von Glaselementen flankiert.
Besonders viel Ingenieurskunst floss in die Instrumententafel, die intern als Binnacle bezeichnet wird. Hier versuchen die Designer, die Lücke zwischen analoger Uhrmacherkunst und digitaler Anzeige zu schließen. Eine echte Aluminium-Nadel bewegt sich physisch vor einem hochauflösenden Samsung OLED-Display.
Durch den Einsatz präzise geschliffener, konvexer Linsen entsteht ein Parallaxeneffekt. Dieser verleiht den digitalen Ziffern eine optische Tiefe, die das menschliche Auge täuscht - das Instrument wirkt vollständig dreidimensional und mechanisch.
Doch das Design erntet nicht nur Lob. Kritiker bemängeln, dass die Mittelkonsole abrupt abbricht und eine leere Fläche zwischen den Fußräumen hinterlässt. Sie bemängeln, dass das eher an die Kabine eines Lieferwagens als an einen italienischen Gran Turismo erinnere.
Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die großflächige Verwendung von Glas im Alltag bewährt, insbesondere im Hinblick auf Fingerabdrücke und - trotz Gorilla-Glas - Kratzerfestigkeit. LoveFrom hat mit dem Luce zweifellos ein mutiges Statement gesetzt, das die Diskussion um Fahrzeug-Interieurs neu entfachen dürfte. Ob die konservative Ferrari-Kundschaft diesen Mix aus Apple-Minimalismus und Maranello-Tradition annimmt, wird sich spätestens im Mai zeigen, wenn Ferrari auch das Exterieur des Wagens enthüllt.
Wie gefällt euch dieser radikale Gegenentwurf zum Touchscreen-Trend im Auto? Wir sind gespannt auf eure Perspektiven zu Jony Ives Designansatz. Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Innenraum ohne Touchscreen-Dominanz
Ferrari hat in San Francisco das Interieur seines ersten vollelektrischen Modells enthüllt. Das Fahrzeug trägt den Namen Ferrari Luce und soll im kommenden Jahr erscheinen. Die Gestaltung überließ der italienische Sportwagenbauer Jony Ive und Marc Newson, den Köpfen hinter dem Designstudio LoveFrom. Das Ergebnis ist eine radikale Abkehr vom branchenüblichen Trend, bei dem Automobilhersteller Armaturenbretter zunehmend in riesige Bildschirme verwandeln. Ferrari setzt beim Luce hingegen auf Reduktion und physische Präsenz.Im Innenraum dominieren Materialien, die man eher aus der Haute Couture oder der Architektur kennt. Kunststoff wurde fast vollständig eliminiert. Stattdessen verarbeitet Ferrari feinstes Leder, gebürstetes Aluminium und speziell gefertigtes Glas. Eine zentrale Rolle spielt dabei Corning, bekannt als langjähriger Apple-Zulieferer. Insgesamt vierzig Komponenten aus Gorilla Glass wurden im Innenraum verbaut.
Das Material soll nicht nur robust sein, sondern auch eine kühle, wertige Haptik bieten. Die Philosophie ist eindeutig: Der Fahrer soll das Auto so weit wie möglich "fühlen" können. Haptische Knöpfe und mechanische Schalter geben jenes Feedback, das auf Touch-Oberflächen oft fehlt. Selbst das Klicken der Tasten wurde akustisch und taktil monatelang abgestimmt, um ein präzises Schaltgefühl zu gewährleisten.
Retro-Futurismus am Lenkrad
Das Automagazin The Drive schreibt, dass das Lenkrad eine Hommage an die klassischen Nardi-Holzlenkräder der 1950er Jahre darstellt. Es verzichtet auf überladene Multifunktionstasten. Stattdessen gibt es kapazitive Zonen für Blinker, die jedoch haptisch klar abgegrenzt sind.Das Design wirkt durch schlanke Speichen und eloxiertes Aluminium gleichermaßen modern wie nostalgisch. Unterhalb der Nabe platzierte Ive physische Pods für den Tempomaten. Auch der berühmte Manettino-Schalter für die Fahrmodi bleibt erhalten, wird im Luce jedoch von Glaselementen flankiert.
"Vom Konzept zur Realität": Ferrari erzählt die Geschichte des Luce
Besonders viel Ingenieurskunst floss in die Instrumententafel, die intern als Binnacle bezeichnet wird. Hier versuchen die Designer, die Lücke zwischen analoger Uhrmacherkunst und digitaler Anzeige zu schließen. Eine echte Aluminium-Nadel bewegt sich physisch vor einem hochauflösenden Samsung OLED-Display.
Durch den Einsatz präzise geschliffener, konvexer Linsen entsteht ein Parallaxeneffekt. Dieser verleiht den digitalen Ziffern eine optische Tiefe, die das menschliche Auge täuscht - das Instrument wirkt vollständig dreidimensional und mechanisch.
Schlicht, aber auch verspielt
Ein weiteres Detail betrifft den Startvorgang. Der Zündschlüssel ist ein Modul mit integriertem E-Ink-Display, das magnetisch in der Mittelkonsole andockt. Sobald der Kontakt hergestellt ist, fließt die gelbe Farbe des Displays virtuell in den gläsernen Gangwahlhebel über. Das Auto soll dadurch fast organisch wirken, als würde ihm eine Seele eingehaucht.Doch das Design erntet nicht nur Lob. Kritiker bemängeln, dass die Mittelkonsole abrupt abbricht und eine leere Fläche zwischen den Fußräumen hinterlässt. Sie bemängeln, dass das eher an die Kabine eines Lieferwagens als an einen italienischen Gran Turismo erinnere.
Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die großflächige Verwendung von Glas im Alltag bewährt, insbesondere im Hinblick auf Fingerabdrücke und - trotz Gorilla-Glas - Kratzerfestigkeit. LoveFrom hat mit dem Luce zweifellos ein mutiges Statement gesetzt, das die Diskussion um Fahrzeug-Interieurs neu entfachen dürfte. Ob die konservative Ferrari-Kundschaft diesen Mix aus Apple-Minimalismus und Maranello-Tradition annimmt, wird sich spätestens im Mai zeigen, wenn Ferrari auch das Exterieur des Wagens enthüllt.
Wie gefällt euch dieser radikale Gegenentwurf zum Touchscreen-Trend im Auto? Wir sind gespannt auf eure Perspektiven zu Jony Ives Designansatz. Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Ferrari präsentiert Interieur des ersten E-Autos namens Ferrari Luce
- Design von Jony Ive verzichtet bewusst auf große Touchscreens im Cockpit
- Hochwertige Materialien wie Leder, Aluminium und Gorilla Glass dominieren
- Haptische Elemente und physisches Feedback stehen im Mittelpunkt der Bedienung
- Innovative Instrumententafel verbindet analoge Mechanik mit digitalem Display
- Startvorgang mit E-Ink-Schlüssel soll dem Fahrzeug organisches Leben einhauchen
- Kontrovers diskutiert wird das ungewöhnliche Design der abrupt endenden Mittelkonsole
Siehe auch:
- Ferrari Elettrica: Über 1000 PS und 530 km Reichweite enthüllt
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Thema:
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