Ein Akku-Werk für 100 Dollar? Trumps E-Auto-Politik mit irren Folgen
Weil die Nachfrage rund um Elektroautos aufgrund der Politik der Trump-Regierung in den USA stark einbrach, will sich der Autokonzern Stellantis aus einem Joint-Venture mit LG lösen. Für 49% der Anteile an einem 'neuen' Akku-Werk zahlt LG nur ganze 100 Dollar.
Dies gilt auch für ein Akku-Werk, welches das vom Autokonzern Stellantis in einem Joint-Venture mit dem koreanischen Elektronikriesen LG in Kanada gebaut wurde. Weil Stellantis aus der Partnerschaft aussteigen will, soll LG nun 49 Prozent der Anteile an dem NextStar Energy genannten gemeinsam gegründeten Joint-Venture kaufen. Der Preis? 100 US-Dollar.
Für Stellantis kann der Ausstieg aus der Akku-Partnerschaft mit LG offenbar nicht schnell genug gehen. Der französisch-italienische Autoriese, zu dem neben Alfa Romeo, Citroën, Fiat, Peugeot und Opel auch US-Marken wie Chrysler, Dodge und Jeep gehören, reduziert nach eigenen Angaben die Investitionen in den Bau von Elektrofahrzeugen und startet einen "strategischen Wandel".
NextStar Energy war von LG und Stellantis erst im Jahr 2022 ins Leben gerufen worden. Das Werk des Joint-Ventures in der kanadischen Provinz Kanada sollte eigentlich Akkus für die E-Autos der US-Marken von Stellantis fertigen, weshalb die Partner bis heute etwa 3,65 Milliarden Dollar in den Standort investiert haben. Ganz offensichtlich sind die 100 Dollar, die LG für fast die Hälfte der Anteile an dem JV zahlt, nur symbolischer Natur.
Im Vergleich zu der gigantischen Summe, die Stellantis aufgrund der geänderten Lage im E-Auto-Markt in den Vereinigten Staaten abschreiben will, ist der Verlust beim Verkauf der Anteile an dem Akku-Werk relativ gering. So gab der Konzern heute bekannt, dass man 22,2 Milliarden Euro abschreiben will, nachdem die Nachfrage rund um E-Autos nachgelassen hat und sich die für deren Bau nötigen Investitionen als hinfällig erwiesen haben.
Siehe auch:
Halbes Joint-Venture zum Schnäppchenpreis
Als eine seiner ersten Amtshandlungen ließ der seit Januar 2025 erneut amtierende US-Präsident die staatlichen Zuschüsse für den Kauf von Elektroautos auslaufen. Seither brachen die Verkaufszahlen ein und die unter der Vorgängerregierung erfolgten Investitionen werden für viele Unternehmen zu milliardenschweren Belastungen.Dies gilt auch für ein Akku-Werk, welches das vom Autokonzern Stellantis in einem Joint-Venture mit dem koreanischen Elektronikriesen LG in Kanada gebaut wurde. Weil Stellantis aus der Partnerschaft aussteigen will, soll LG nun 49 Prozent der Anteile an dem NextStar Energy genannten gemeinsam gegründeten Joint-Venture kaufen. Der Preis? 100 US-Dollar.
LGE baut dort jetzt Energiespeicher
LG Energy Solutions will das Werk in Kanada künftig vor allem für den Bau von Energiespeichersystemen nutzen, aber auch weiterhin nordamerikanische Autohersteller mit Akkus für E-Autos beliefern - darunter auch Stellantis. Zuvor hatte LG bereits die Anteile des Stellantis-Konkurrenten General Motors an einem Akku-Werk im US-Bundesstaat Michigan übernommen, das man ebenfalls im Zuge eines Joint-Ventures hochgezogen hatte.Für Stellantis kann der Ausstieg aus der Akku-Partnerschaft mit LG offenbar nicht schnell genug gehen. Der französisch-italienische Autoriese, zu dem neben Alfa Romeo, Citroën, Fiat, Peugeot und Opel auch US-Marken wie Chrysler, Dodge und Jeep gehören, reduziert nach eigenen Angaben die Investitionen in den Bau von Elektrofahrzeugen und startet einen "strategischen Wandel".
NextStar Energy war von LG und Stellantis erst im Jahr 2022 ins Leben gerufen worden. Das Werk des Joint-Ventures in der kanadischen Provinz Kanada sollte eigentlich Akkus für die E-Autos der US-Marken von Stellantis fertigen, weshalb die Partner bis heute etwa 3,65 Milliarden Dollar in den Standort investiert haben. Ganz offensichtlich sind die 100 Dollar, die LG für fast die Hälfte der Anteile an dem JV zahlt, nur symbolischer Natur.
Im Vergleich zu der gigantischen Summe, die Stellantis aufgrund der geänderten Lage im E-Auto-Markt in den Vereinigten Staaten abschreiben will, ist der Verlust beim Verkauf der Anteile an dem Akku-Werk relativ gering. So gab der Konzern heute bekannt, dass man 22,2 Milliarden Euro abschreiben will, nachdem die Nachfrage rund um E-Autos nachgelassen hat und sich die für deren Bau nötigen Investitionen als hinfällig erwiesen haben.
Zusammenfassung
- Nach Trumps Streichung der E-Auto-Zuschüsse verkauft Stellantis Akku-Werk
- LG übernimmt 49 Prozent der Anteile am Joint-Venture für nur 100 Dollar
- Das in Kanada errichtete Werk kostete die Partner rund 3,65 Milliarden Dollar
- LG will das Werk künftig für Energiespeichersysteme und Autobatterien nutzen
- Stellantis muss insgesamt 22,2 Milliarden Euro aufgrund der E-Auto-Flaute abschreiben
- Der Autokonzern vollzieht einen strategischen Wandel mit reduzierten E-Investitionen
- Bereits zuvor übernahm LG ein gemeinsames Akku-Werk mit General Motors
Siehe auch:
- E-Autos erzeugen 73 % weniger Emissionen, Akku-Herstellung inklusive
- General Motors: Neue LMR-Batterie senkt Preis für Auto-Akku deutlich
- FEST: Stellantis will große E-Auto-Akkus innerhalb von 18 Minuten laden
- DEKRA-Test überrascht: E-Auto-Akkus altern viel langsamer als gedacht
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Thema:
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