VW meldet Brandgefahr in E-Autos:
Notfall-Rückruf bei Volkswagen USA
Rückruf wegen Brandgefahr: VW ruft über 45.000 ID.4 in den USA zurück - es gibt erneut Probleme mit Hochvoltbatterien. Besitzer sollen ihre Elektro-SUVs draußen parken, heißt es. Unklar bleibt, ob auch ID.4 mit Akkus aus anderen Fertigungsstätten betroffen sind.
Wie das Magazin InsideEVs berichtet, ruft VW derzeit insgesamt mehr als 45.000 in den USA verkaufte ID.4-Modelle zurück. Laut Volkswagen sind inzwischen drei getrennte Rückrufaktionen angelaufen und zwar innerhalb von weniger als zwei Monaten. Insgesamt wurden bislang vier Batteriebrände gemeldet.
Bei ihnen können fehlerhaft ausgerichtete Elektroden in einzelnen Batteriezellen zu Überhitzung und im schlimmsten Fall zu Feuer führen. Volkswagen empfiehlt den Besitzern, ihre Fahrzeuge nach dem Laden im Freien zu parken und den Ladezustand bis auf Weiteres auf 80 Prozent zu begrenzen. Auch Schnellladen über DC-Säulen soll vermieden werden.
Die betroffenen Autos werden laut VW in den Werkstätten überprüft, bei Bedarf werden fehlerhafte Zellmodule ersetzt. Bei dem größeren Rückruf, der fast 44.000 Fahrzeuge der Modelljahre 2023 bis 2025 betrifft, dürfen Besitzer ihre Autos hingegen weiter normal nutzen. Dennoch besteht auch hier die Gefahr überhitzender Batteriezellen.
VW kündigte an, ein Software-Update mit einer sogenannten "Self-Discharge-Detection"-Funktion aufzuspielen, das Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkennen soll. Die Untersuchungen zur genauen Ursache laufen noch. Auch der Zelllieferant SK Battery America beteiligt sich an der Fehlersuche.
Wie bewertet ihr VWs Umgang mit den Batterieproblemen? Und sollten Kunden in Europa ebenfalls wachsam sein - bis es Entwarnung gibt? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
VW ruft über ID.4 wegen Batterieproblemen zurück
Volkswagen muss in den USA erneut tausende Elektro-SUVs des Modells ID.4 in die Werkstätten rufen. Grund ist ein mögliches Brandrisiko der Hochvoltbatterien - ein Problem, das bereits mehrfach die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA auf den Plan gerufen hat.Wie das Magazin InsideEVs berichtet, ruft VW derzeit insgesamt mehr als 45.000 in den USA verkaufte ID.4-Modelle zurück. Laut Volkswagen sind inzwischen drei getrennte Rückrufaktionen angelaufen und zwar innerhalb von weniger als zwei Monaten. Insgesamt wurden bislang vier Batteriebrände gemeldet.
Warnhinweis von Volkswagen erschreckt
Zunächst hatte der Hersteller nur einige hundert Fahrzeuge identifiziert, doch der betroffene Kreis wurde nach weiteren Analysen deutlich ausgeweitet. Besonders kritisch soll eine Charge von rund 1.300 ID.4 sein, die zwischen November 2022 und September 2024 gebaut wurden.Bei ihnen können fehlerhaft ausgerichtete Elektroden in einzelnen Batteriezellen zu Überhitzung und im schlimmsten Fall zu Feuer führen. Volkswagen empfiehlt den Besitzern, ihre Fahrzeuge nach dem Laden im Freien zu parken und den Ladezustand bis auf Weiteres auf 80 Prozent zu begrenzen. Auch Schnellladen über DC-Säulen soll vermieden werden.
Die betroffenen Autos werden laut VW in den Werkstätten überprüft, bei Bedarf werden fehlerhafte Zellmodule ersetzt. Bei dem größeren Rückruf, der fast 44.000 Fahrzeuge der Modelljahre 2023 bis 2025 betrifft, dürfen Besitzer ihre Autos hingegen weiter normal nutzen. Dennoch besteht auch hier die Gefahr überhitzender Batteriezellen.
Merke: Die US-produzierten Volkswagen ID.4, die in Chattanooga (Tennessee) montiert werden, erhalten ihre Hochvoltbatteriezellen hauptsächlich von SK Battery America. Dieses Werk des südkoreanischen Herstellers SK On liegt in Georgia und liefert speziell für den nordamerikanischen Markt.
Ab 2023 brachte VW zudem LG Energy Solution (früher LG Chem) ein, um die Produktion zu steigern - erkennbar an Modellen mit 135 kW statt 170 kW Schnellladeleistung. Europäische ID.4 aus Zwickau oder Emden nutzen hingegen andere Zellen, meist von LG.
Offenes Detail: Bei den aktuellen Rückrufen geht es explizit um Zellen aus dem Georgia-Werk von SK Battery America - unklar ist, ob Akkus aus anderen Fertigungsstätten (z. B. LG oder weiteren SK-Standorten) ähnliche Defekte aufweisen könnten.
Ab 2023 brachte VW zudem LG Energy Solution (früher LG Chem) ein, um die Produktion zu steigern - erkennbar an Modellen mit 135 kW statt 170 kW Schnellladeleistung. Europäische ID.4 aus Zwickau oder Emden nutzen hingegen andere Zellen, meist von LG.
Offenes Detail: Bei den aktuellen Rückrufen geht es explizit um Zellen aus dem Georgia-Werk von SK Battery America - unklar ist, ob Akkus aus anderen Fertigungsstätten (z. B. LG oder weiteren SK-Standorten) ähnliche Defekte aufweisen könnten.
VW kündigte an, ein Software-Update mit einer sogenannten "Self-Discharge-Detection"-Funktion aufzuspielen, das Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkennen soll. Die Untersuchungen zur genauen Ursache laufen noch. Auch der Zelllieferant SK Battery America beteiligt sich an der Fehlersuche.
Wie bewertet ihr VWs Umgang mit den Batterieproblemen? Und sollten Kunden in Europa ebenfalls wachsam sein - bis es Entwarnung gibt? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- VW startet in den USA drei Rückrufaktionen für über 45000 ID.4-Modelle
- Fehlerhafte Elektroden können bei rund 1300 Fahrzeugen zu Batteriebränden führen
- Besitzer bestimmter Modelle sollen ihre Fahrzeuge im Freien parken
- Ladezustand sollte auf 80 Prozent begrenzt und Schnellladen vermieden werden
- Bei 44000 weiteren Fahrzeugen soll ein Software-Update Batterieprobleme lösen
- Insgesamt wurden bisher vier Batteriebrände bei betroffenen Fahrzeugen gemeldet
- Die genaue Ursache wird noch untersucht, auch durch den Zelllieferanten
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