E-Autos weniger gefragt, Akku-Fertiger hoffen lieber auf Roboter-Boom
Die großen Akkuhersteller haben ein Problem. Weil die Nachfrage aus dem Markt für Elektronautos erheblich nachgelassen hat, sollen andere Geschäftsfelder für neue Umsätze sorgen. Bei Samsung und LG hat man statt E-Autos jetzt Roboter im Visier.
Im Vergleich zu E-Auto-Akkus, die meist mit relativ simplen Zellen ausgerüstet sind, werden für Roboter - besonders wenn es sich um sogenannte "Humanoiden" handelt - deutlich komplexere und damit teurere Akkulösungen benötigt, meldet der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei Asia.
Analysten gehen davon aus, dass LGE und Konkurrenten wie Samsung SDI langfristig gute Geschäfte mit Roboter-Akkus machen können, weil der Markt langlebiger sein soll als etwa der von starken Schwankungen geplagte Bereich der Elektroautos. Mit der zunehmenden Verbreitung von Robotern und autonom arbeitenden Systemen in Fabriken, Krankenhäusern, Restaurants und auch privaten Haushalten ergebe sich eine dauerhafte Nachfrage, heißt es.
Zu dieser Verbreitung muss es aber erst einmal kommen. So gehen die Branchenbeobachter auch davon aus, dass bis zum Jahr 2030 jährlich weltweit maximal Roboter-Akkus mit einer zusammengerechneten Kapazität von drei Gigawattstunden nachgefragt werden. Bei Energiespeichern bzw. Elektroautos werde die Nachfrage hingegen bei etwa 750 bzw. sogar fast 1650 Gigawattstunden liegen, heißt es.
Vorerst stellen die Roboter-Akkus daher keineswegs einen alternativen Markt dar, in den die Akkuproduzenten setzen können. Sie dürften daher weiter massiv darunter leiden, dass die Nachfrage rund um Elektroautos in den USA aufgrund der Entscheidungen der aktuellen US-Regierung erheblich eingebrochen ist, so der Bericht. Dies äußerte sich auch darin, dass die Firmen zuletzt fast durchgängig Verluste melden mussten.
Siehe auch:
Roboter-Akkus mit mehr Marge als Hoffnungsträger
Noch liegt die Nachfrage rund um Akkus für Roboter im Vergleich zu Stromspeichern für Elektroautos auf einem extrem geringen Niveau. Für Hersteller wie LG Energy Solution und Samsung könnte dieser Bereich jedoch aufgrund der Art der bei Robotern verwendeten Akkus künftig ein einträgliches Feld werden, weshalb sie große Hoffnungen darin setzen.Im Vergleich zu E-Auto-Akkus, die meist mit relativ simplen Zellen ausgerüstet sind, werden für Roboter - besonders wenn es sich um sogenannte "Humanoiden" handelt - deutlich komplexere und damit teurere Akkulösungen benötigt, meldet der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei Asia.
Langer Atem nötig
LG will künftig verstärkt auf derartige Akkus setzen, bei denen schnellere Ladegeschwindigkeiten und eine hohe Zahl von Ladevorgängen gefragt sind, heißt es. In dem Markt könnte das Unternehmen angeblich davon profitieren, dass man bereits jetzt Akkus für Werkzeuge und Elektronikprodukte anbietet, bei denen solche Anforderungen in ähnlicher Form bestehen. Angeblich hat man dabei vor allem die höheren Margen im Blick.Analysten gehen davon aus, dass LGE und Konkurrenten wie Samsung SDI langfristig gute Geschäfte mit Roboter-Akkus machen können, weil der Markt langlebiger sein soll als etwa der von starken Schwankungen geplagte Bereich der Elektroautos. Mit der zunehmenden Verbreitung von Robotern und autonom arbeitenden Systemen in Fabriken, Krankenhäusern, Restaurants und auch privaten Haushalten ergebe sich eine dauerhafte Nachfrage, heißt es.
Zu dieser Verbreitung muss es aber erst einmal kommen. So gehen die Branchenbeobachter auch davon aus, dass bis zum Jahr 2030 jährlich weltweit maximal Roboter-Akkus mit einer zusammengerechneten Kapazität von drei Gigawattstunden nachgefragt werden. Bei Energiespeichern bzw. Elektroautos werde die Nachfrage hingegen bei etwa 750 bzw. sogar fast 1650 Gigawattstunden liegen, heißt es.
Vorerst stellen die Roboter-Akkus daher keineswegs einen alternativen Markt dar, in den die Akkuproduzenten setzen können. Sie dürften daher weiter massiv darunter leiden, dass die Nachfrage rund um Elektroautos in den USA aufgrund der Entscheidungen der aktuellen US-Regierung erheblich eingebrochen ist, so der Bericht. Dies äußerte sich auch darin, dass die Firmen zuletzt fast durchgängig Verluste melden mussten.
Zusammenfassung
- Akkuhersteller orientieren sich wegen sinkender E-Auto-Nachfrage neu
- Samsung und LG setzen auf komplexere und teurere Akkus für Roboter
- Roboter-Akkus versprechen höhere Margen und stabileren Markt
- Nachfrage für Roboter-Akkus liegt bei nur drei Gigawattstunden bis 2030
- E-Auto-Akkus werden mit 1650 Gigawattstunden weiterhin dominieren
- Akku-Produzenten leiden unter eingebrochener E-Auto-Nachfrage in den USA
- Verluste bei fast allen Herstellern durch schwankenden E-Auto-Markt
Siehe auch:
- Wie lebende Zellen: Forscher zeigen kleinste autonome Roboter
- Drei russische Soldaten wurden von Kampfroboter gefangen genommen
- Musk: Tesla stellt Model S und Model X 2026 ein - baut lieber Roboter
- Dunkler Sauerstoff: Roboter sollen jetzt das Tiefsee-Rätsel lösen
- Musk: Privatpersonen sollen Tesla-Roboter ab 2027 kaufen können
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