Windows 11: Zugang zu Speichereinstellungen bald nur noch als Admin
Microsoft verschärft die Sicherheitsrichtlinien in Windows 11 und verlangt für den Zugriff auf die Speichereinstellungen künftig Administratorrechte. Dadurch wird momentan jedoch die Systembereinigung für temporäre Dateien teilweise unbrauchbar.
So nimmt Microsoft mit KB5074105 eine signifikante Änderung an der Benutzerführung vor, die potenziell weitreichende Konsequenzen für die Systemverwaltung hat. Denn wer künftig in den Einstellungen unter "System" den Bereich "Speicher" aufrufen möchte, wird mit einer Abfrage der Benutzerkontensteuerung konfrontiert. So ist der Zugriff fortan nur noch mit Administratorrechten möglich. Diese Maßnahme soll verhindern, dass Unbefugte kritische Systemdateien löschen oder die in Windows integrierte Speicheroptimierung manipulieren.
Die Änderung trifft vor allem Nutzer in Firmenumgebungen oder von Familien-PCs. Während Administratoren die Abfrage lediglich bestätigen müssen, benötigen Standard-Nutzer nun zwingend das Passwort eines Administrators, um überhaupt Einblick in die Speicherbelegung zu erhalten. Microsoft bezeichnet diesen Schritt als beabsichtigte Sicherheitsfunktion, um Systemdateien besser vor unautorisierten Zugriffen zu schützen. Das Update ist derzeit optional, wird aber voraussichtlich mit dem Patchday am 10. Februar 2026 flächendeckend ausgerollt.
Das Resultat ist für Anwender verwirrend. So zeigt die Einstellungsseite zwar diverse temporäre Dateien an, unterschlägt aber systemrelevante Einträge wie die "Windows Update-Bereinigung" oder alte Treiber-Reste. Diese Bereiche, die nach großen Funktionsupdates oft mehrere Gigabyte Speicherplatz belegen, können über die Benutzeroberfläche nach der Installation von KB5074105 also nicht mehr gelöscht werden. Die App meldet zwar eine erfolgreiche Bereinigung, der Speicherplatz wird jedoch faktisch nicht freigegeben, da dem Prozess vermutlich die Berechtigung zum Löschen von Systemdateien fehlt.
Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft den Fehler in der Speicherbereinigung bis zum offiziellen Sicherheitsupdate am 10. Februar korrigiert oder ob die klassische "cleanmgr.exe" eine unerwartete Renaissance auf Windows-11-Rechnern erleben wird. Die Balance zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit wird hier auf die Probe gestellt, da eine simple Wartungsaufgabe nun zusätzliche Hürden erfordert.
Die Sicherheit von Windows 11 wird stetig strenger, doch Bugs nerven im Alltag. Findet ihr den Zwang zu Admin-Rechten für Speicher-Einstellungen sinnvoll oder übertrieben? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Zugriff nur mit Administratorrechten
Microsoft hatte bereits Ende Januar mit der Verteilung des optionalen Updates KB5074105 für Windows 11 begonnen. Kurze Zeit später häuften sich jedoch die Berichte über Probleme. So fallen etwa Kameras aus und der Sperrbildschirm stürzt teilweise ab. Eine jetzt neu entdeckte Anpassung, die das Update vornimmt, ist zwar im Gegensatz zu den gerade angesprochenen Bugs absichtlich, könnte aber bei einigen Nutzern dennoch für Irritation sorgen.So nimmt Microsoft mit KB5074105 eine signifikante Änderung an der Benutzerführung vor, die potenziell weitreichende Konsequenzen für die Systemverwaltung hat. Denn wer künftig in den Einstellungen unter "System" den Bereich "Speicher" aufrufen möchte, wird mit einer Abfrage der Benutzerkontensteuerung konfrontiert. So ist der Zugriff fortan nur noch mit Administratorrechten möglich. Diese Maßnahme soll verhindern, dass Unbefugte kritische Systemdateien löschen oder die in Windows integrierte Speicheroptimierung manipulieren.
Die Änderung trifft vor allem Nutzer in Firmenumgebungen oder von Familien-PCs. Während Administratoren die Abfrage lediglich bestätigen müssen, benötigen Standard-Nutzer nun zwingend das Passwort eines Administrators, um überhaupt Einblick in die Speicherbelegung zu erhalten. Microsoft bezeichnet diesen Schritt als beabsichtigte Sicherheitsfunktion, um Systemdateien besser vor unautorisierten Zugriffen zu schützen. Das Update ist derzeit optional, wird aber voraussichtlich mit dem Patchday am 10. Februar 2026 flächendeckend ausgerollt.
Bug in der modernen Datenträgerbereinigung
Obwohl die Intention hinter der Änderung der Schutz des Systems ist, hat die technische Umsetzung anscheinend einige Mängel. Wie Windows Latest feststellte, führt die neue Rechteverwaltung zu einem Fehler in der Bereinigungsfunktion innerhalb der Einstellungs-App. Zwar erlangen Nutzer mit Administratorrechten Zugriff auf die Oberfläche, der im Hintergrund laufende Scan-Prozess für temporäre Dateien scheint jedoch die erhöhten Rechte nicht korrekt zu erben.Das Resultat ist für Anwender verwirrend. So zeigt die Einstellungsseite zwar diverse temporäre Dateien an, unterschlägt aber systemrelevante Einträge wie die "Windows Update-Bereinigung" oder alte Treiber-Reste. Diese Bereiche, die nach großen Funktionsupdates oft mehrere Gigabyte Speicherplatz belegen, können über die Benutzeroberfläche nach der Installation von KB5074105 also nicht mehr gelöscht werden. Die App meldet zwar eine erfolgreiche Bereinigung, der Speicherplatz wird jedoch faktisch nicht freigegeben, da dem Prozess vermutlich die Berechtigung zum Löschen von Systemdateien fehlt.
Rückgriff auf Legacy-Tools notwendig
Ironischerweise zwingt dieser Fehler im modernsten Betriebssystem von Microsoft die Nutzer dazu, auf ein Relikt aus vergangenen Windows-Tagen zurückzugreifen. Als funktionierende Übergangslösung dient die dabei klassische Datenträgerbereinigung ("cleanmgr.exe"). Dieses Legacy-Tool, das seit Jahrzehnten Bestandteil von Windows ist und dessen Oberfläche kaum verändert wurde, funktioniert weiterhin korrekt, sofern es explizit als Administrator gestartet wird.Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft den Fehler in der Speicherbereinigung bis zum offiziellen Sicherheitsupdate am 10. Februar korrigiert oder ob die klassische "cleanmgr.exe" eine unerwartete Renaissance auf Windows-11-Rechnern erleben wird. Die Balance zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit wird hier auf die Probe gestellt, da eine simple Wartungsaufgabe nun zusätzliche Hürden erfordert.
Die Sicherheit von Windows 11 wird stetig strenger, doch Bugs nerven im Alltag. Findet ihr den Zwang zu Admin-Rechten für Speicher-Einstellungen sinnvoll oder übertrieben? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Windows 11 ändert mit Update KB5074105 Zugang zu Einstellungen
- Zugriff auf Speichereinstellungen nur noch mit Administratorrechten
- Die Änderung gilt als Sicherheitsmaßnahme zum Schutz von Systemdateien
- Probleme bei der Bereinigungsfunktion durch fehlerhafte Rechteverwaltung
- Wichtige Bereinigungs-Optionen wie Windows-Update-Reste werden ausgeblendet
- Als Workaround funktioniert das klassische Tool 'cleanmgr.exe' weiterhin
- Flächendeckende Ausrollung des Updates am 10. Februar 2026 erwartet
Siehe auch:
- Windows 11 explodiert: Rekord-Plus bei Nutzerzahlen im Januar 2026
- IT-Sicherheit: Microsoft integriert Sysmon erstmals fest in Windows 11
- Windows Shutdown-Bug: Microsoft nennt weitere betroffene Systeme
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