Windows-11-Patch bremst RTX-GPUs - Nvidia untersucht FPS-Einbrüche

Das letzte Patchday-Update KB5074109 für Windows 11 sorgt bei Nvidia-Nutzern für Frust. Es führt zu teils massiven FPS-Einbrüchen und Grafikfehlern. Während Microsoft schweigt, prüft Nvidia die Ursachen für die Probleme. Bisher hilft nur ein Rollback.
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Performance-Einbruch statt Optimierung

Das zum Patchday im Januar 2026 veröffentlichte Update KB5074109 für Windows 11 24H2 und 25H2 hat bereits etliche Probleme verursacht. Die Liste reicht von lahmgelegten POP-Konten in Outlook bis hin zu schwerwiegenden Startproblemen. Und auch für PC-Spieler mit Nvidia-Hardware wird das Update zu einem Ärgernis.

Ursprünglich sollte der Patch für Windows 11 primär die Systemsicherheit erhöhen und insgesamt 114 Schwachstellen im Betriebssystem schließen. Ein weiterer Fokus lag auf der Optimierung des Energieverbrauchs von Neural Processing Units, die in modernen Copilot+-PCs für KI-Aufgaben zuständig sind. Doch die Realität auf vielen Gaming-Systemen sieht anders aus: Statt flüssigerem Arbeiten berichten Nvidia-Nutzer vor allem von signifikanten Leistungseinbußen unmittelbar nach der Installation von KB5074109.


Die Probleme äußern sich vielfältig und betreffen sowohl Desktop-PCs als auch Notebooks mit dedizierten Grafikchips der GeForce-Reihe. Anwender melden in diversen Foren FPS-Einbrüche von 15 bis 20 FPS in anspruchsvollen Titeln. Hinzu kommen Micro-Stuttering, Artefaktbildung in Form von rechteckigen Grafikfehlern sowie gelegentliche Abstürze des Grafiktreibers. Wer das Update auf dem System belässt, profitiert zwar von essenziellen Sicherheitsfixes gegen Remotecode-Ausführung, muss aber womöglich mit einer spürbar schlechteren Performance leben.

Nvidia untersucht die Ursachen

Während Microsoft das Problem in den offiziellen Release-Notes oder dem Health Dashboard bisher nicht als bekannten Fehler führt, kommt dennoch Bewegung in die Angelegenheit. Wie Windows Latest berichtet, hat Nvidia bestätigt, dass man die Berichte über Grafikfehler und Leistungseinbußen aktiv untersuche. Ein Mitarbeiter des Unternehmens äußerte sich in einem Support-Forum und stellte fest, dass die Probleme eindeutig erst nach dem Einspielen des Windows-Updates aufgetreten seien.

Trotz dieser klaren Kausalität analysiert das Unternehmen die Situation noch, um festzustellen, ob ein Konflikt zwischen dem Windows Display Driver Model und den aktuellen GeForce-Treibern vorliegt. Die einzige derzeit wirksame Lösung gegen die Probleme scheint die vollständige Deinstallation von KB5074109 zu sein. Ein weiteres, optionales Update (KB5074105) adressiert zwar Probleme mit Black Screen, hilft jedoch nicht gegen die spezifischen Grafikfehler.

Rückkehr zum alten Stand als Lösung

Bis eine offizielle Lösung von Microsoft oder ein angepasster Game-Ready-Treiber von Nvidia bereitsteht, bleibt betroffenen Anwendern also nur der manuelle Rollback auf den vorherigen Systemzustand. Dieser Schritt kann über die Update-Einstellungen von Windows 11 oder über die Eingabeaufforderung erfolgen. Es ist jedoch Vorsicht geboten. Denn durch die Deinstallation öffnen sich die zuvor geschlossenen Sicherheitslücken wieder.

Seid ihr auch von den Problemen betroffen oder läuft auf eurem System mit Nvidia-GPU alles stabil? Verratet uns eure Erfahrungen und möglichen Lösungen gerne in den Kommentaren. Wir freuen uns auf den Austausch mit euch!

Zusammenfassung
  • Windows 11 Update KB5074109 verursacht FPS-Einbrüche bei Nvidia-Grafikkarten
  • Betroffene melden Leistungsverlust von 15 bis 20 FPS nach der Installation
  • Nutzer erleben zudem Micro-Ruckler, Grafikfehler und Treiberabstürze
  • Nvidia untersucht aktiv mögliche Konflikte mit dem Windows Display Driver Model
  • Bislang einzige funktionierende Lösung ist die Deinstallation des Updates
  • Microsoft hat das Problem noch nicht offiziell anerkannt
  • KB5074109 schließt 114 Sicherheitslücken in Windows 11 24H2 und 25H2

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