Es fehlt an Glauben und Liquidität:
Bitcoin seit Monaten im Sturzflug
Der Bitcoin steckt in einer anhaltenden Schwächephase. Im Oktober hatte die Krypto-Szene noch einen neuen historischen Höchststand gefeiert. Seitdem ist der Wert von Bitcoin-Einheiten allerdings um rund 40 Prozent abgesackt.
Was im Oktober mit einem scharfen Kursrutsch begann, hat sich inzwischen zu einem schleichenden Abwärtstrend entwickelt. Anders als bei früheren Crashs fehlt es an einem klaren Auslöser: Es gab keine Panikverkäufe, keine Kettenliquidationen, keinen systemischen Schock. Stattdessen mangelt es an Käufern, Liquidität und vor allem an Glauben an das Bitcoin-System. Die Kryptowährung reagiert kaum noch auf klassische Impulse wie geopolitische Spannungen, einen schwächeren Dollar oder steigende Risikobereitschaft an den Aktienmärkten. Selbst die jüngsten starken Schwankungen bei Gold und Silber führten nicht zu einer Umschichtung in Kryptowährungen.
Im Januar verlor der Bitcoin knapp elf Prozent und verzeichnete damit den vierten Monatsverlust in Folge. Das ist die längste Negativserie seit 2018 nach dem Platzen des ICO-Booms. Entsprechend verhalten ist die Stimmung: In sozialen Netzwerken, sonst geprägt von Optimismus und Durchhalteparolen, bleibt der Rückhalt auffallend gering. Weder euphorische Kommentare noch ein nennenswerter "Buy the Dip"-Reflex, nach dem man in einer Schwächephase kaufen sollte, sind zu beobachten.
Hinzu kommt die schwache Marktliquidität. Die Markttiefe liegt laut Daten des Analysehauses Kaiko mehr als 30 Prozent unter dem Hoch vom Oktober, ein Niveau, das zuletzt nach dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im Jahr 2022 erreicht wurde. Historische Vergleiche machen wenig Hoffnung: Nach früheren Höchstständen dauerte es oft mehrere Jahre, bis sich der Markt erholte. Analysten gehen davon aus, dass der aktuelle Zyklus noch längst nicht am Tiefpunkt angekommen ist.
Ein weiterer Belastungsfaktor ist der Wettbewerb um Kapital. Während KI-Aktien neue Rekorde erreichen und Edelmetalle wieder stark gefragt sind, wirkt Bitcoin für viele Investoren wie ein Thema von gestern.
Siehe auch:
Klassische Impulse ohne Wirkung
Die größte Kryptowährung der Welt ist am Wochenende in einem umsatzarmen Handel unter die Marke von 76.000 Dollar gefallen und hat damit binnen der letzten vier Monate massiv eingebüßt. Das Kursniveau erinnert an die Zeit nach den sogenannten "Liberation Day"-Zollverwerfungen, doch die aktuelle Lage unterscheidet sich deutlich von früheren Einbrüchen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.Was im Oktober mit einem scharfen Kursrutsch begann, hat sich inzwischen zu einem schleichenden Abwärtstrend entwickelt. Anders als bei früheren Crashs fehlt es an einem klaren Auslöser: Es gab keine Panikverkäufe, keine Kettenliquidationen, keinen systemischen Schock. Stattdessen mangelt es an Käufern, Liquidität und vor allem an Glauben an das Bitcoin-System. Die Kryptowährung reagiert kaum noch auf klassische Impulse wie geopolitische Spannungen, einen schwächeren Dollar oder steigende Risikobereitschaft an den Aktienmärkten. Selbst die jüngsten starken Schwankungen bei Gold und Silber führten nicht zu einer Umschichtung in Kryptowährungen.
Im Januar verlor der Bitcoin knapp elf Prozent und verzeichnete damit den vierten Monatsverlust in Folge. Das ist die längste Negativserie seit 2018 nach dem Platzen des ICO-Booms. Entsprechend verhalten ist die Stimmung: In sozialen Netzwerken, sonst geprägt von Optimismus und Durchhalteparolen, bleibt der Rückhalt auffallend gering. Weder euphorische Kommentare noch ein nennenswerter "Buy the Dip"-Reflex, nach dem man in einer Schwächephase kaufen sollte, sind zu beobachten.
Trotz US-Hilfen
Das alles geschieht trotz regulatorischer Erleichterungen durch die US-Regierung und steigender institutioneller Beteiligung. Viele Marktteilnehmer sind jedoch der Ansicht, dass diese positiven Erwartungen bereits frühzeitig eingepreist wurden. Die Kurse stiegen zunächst und verharrten dann. Gleichzeitig verzeichnen Bitcoin-Spot-ETFs weiterhin Mittelabflüsse, was auf nachlassendes Vertrauen bei Privatanlegern und institutionellen Investoren hindeutet, die vielfach zu höheren Kursen eingestiegen sind. Auch große Akteure wie digitale Vermögensverwalter haben ihre Käufe nach dem Einbruch ihrer eigenen Aktienkurse reduziert.Hinzu kommt die schwache Marktliquidität. Die Markttiefe liegt laut Daten des Analysehauses Kaiko mehr als 30 Prozent unter dem Hoch vom Oktober, ein Niveau, das zuletzt nach dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im Jahr 2022 erreicht wurde. Historische Vergleiche machen wenig Hoffnung: Nach früheren Höchstständen dauerte es oft mehrere Jahre, bis sich der Markt erholte. Analysten gehen davon aus, dass der aktuelle Zyklus noch längst nicht am Tiefpunkt angekommen ist.
Ein weiterer Belastungsfaktor ist der Wettbewerb um Kapital. Während KI-Aktien neue Rekorde erreichen und Edelmetalle wieder stark gefragt sind, wirkt Bitcoin für viele Investoren wie ein Thema von gestern.
Zusammenfassung
- Bitcoin verliert seit Oktober etwa 40 Prozent und fällt unter 76.000 Dollar
- Anders als bei früheren Crashs gibt es diesmal keinen klaren Auslöser
- Mangel an Käufern, Liquidität und Vertrauen in das Bitcoin-System
- Mit vier Monatsverlusten in Folge längste Negativserie seit 2018
- In sozialen Netzwerken fehlen typische Optimismus-Signale der Szene
- Bitcoin-Spot-ETFs verzeichnen weiterhin Mittelabflüsse von Anlegern
- Markttiefe liegt 30 Prozent unter dem Oktoberwert ähnlich der FTX-Krise
Siehe auch:
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