Google-Gründer fliehen vor Milliardärssteuer nach Nevada
Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin verlegen massiv Vermögenswerte aus Kalifornien in steuerlich attraktivere US-Bundesstaaten. Mit dem Abzug dutzender Firmen reagieren die Milliardäre auf eine geplante Steuerverschärfung für Superreiche.
Im Detail handelt es sich um komplexe Firmengeflechte, die neu geordnet wurden. Larry Page hat mehr als 45 Limited Liability Companies (LLCs), die mit ihm in Verbindung stehen, entweder aufgelöst oder verlegt. Zudem erwarb ein mit ihm verbundener Trust kürzlich eine Immobilie in Miami für rund 71,9 Millionen Dollar (etwa 61,7 Millionen Euro). Auch Sergey Brin zog nach: Er verlegte oder beendete 15 seiner kalifornischen Gesellschaften. Darunter befinden sich Firmen, die laut Registerauszügen für die Verwaltung einer seiner Superjachten sowie für Anteile an einem privaten Terminal des Flughafens San José zuständig sind.
Wie die New York Times unter Berufung auf Dokumente berichtet, erfolgten viele dieser Umschreibungen in den letzten zehn Tagen vor Weihnachten. Das Timing ist kein Zufall: Die in Kalifornien derzeit debattierte Vermögenssteuer für Milliardäre soll, sofern sie von den Wählern im November angenommen wird, rückwirkend zum 1. Januar 2026 gelten. Wer zu diesem Stichtag seinen Wohnsitz oder maßgebliche geschäftliche Schwerpunkte im Bundesstaat hatte, wäre zahlungspflichtig.
Die geplante Steuer, die von Gewerkschaften im Gesundheitswesen vorangetrieben wird, sieht eine einmalige Abgabe von fünf Prozent auf das Vermögen von Personen vor, die mehr als eine Milliarde Dollar besitzen. Bei einem geschätzten gemeinsamen Vermögen von rund 538 Milliarden Dollar (etwa 461 Milliarden Euro) wären Page und Brin von dieser Regelung massiv betroffen. Die Befürworter der Steuer wollen damit Haushaltsdefizite ausgleichen, die seit den Pandemiejahren den Staat belasten, während Kritiker eine dauerhafte Kapitalflucht befürchten.
Haltet ihr eine solche Vermögenssteuer für gerechtfertigt oder schadet sie dem Innovationsstandort? Schreibt uns eure Meinung sachlich in die Kommentare, wir sind gespannt auf eure Perspektive!
Siehe auch:
Massiver Abzug von Vermögenswerten
Die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin bereiten sich offenbar auf eine bedeutende Änderung der Steuergesetze in ihrer Wahlheimat Kalifornien vor. Beide Technologiemilliardäre haben kurz vor dem Jahreswechsel zahlreiche Verwaltungsgesellschaften und Beteiligungen aus dem US-Bundesstaat abgezogen. Zielorte sind steuerlich attraktivere Regionen wie Nevada oder Delaware. Hintergrund ist eine diskutierte Gesetzesinitiative, die eine drastische Besteuerung von Superreichen vorsieht und bereits zahlreiche Investoren verunsichert hat.Im Detail handelt es sich um komplexe Firmengeflechte, die neu geordnet wurden. Larry Page hat mehr als 45 Limited Liability Companies (LLCs), die mit ihm in Verbindung stehen, entweder aufgelöst oder verlegt. Zudem erwarb ein mit ihm verbundener Trust kürzlich eine Immobilie in Miami für rund 71,9 Millionen Dollar (etwa 61,7 Millionen Euro). Auch Sergey Brin zog nach: Er verlegte oder beendete 15 seiner kalifornischen Gesellschaften. Darunter befinden sich Firmen, die laut Registerauszügen für die Verwaltung einer seiner Superjachten sowie für Anteile an einem privaten Terminal des Flughafens San José zuständig sind.
Wie die New York Times unter Berufung auf Dokumente berichtet, erfolgten viele dieser Umschreibungen in den letzten zehn Tagen vor Weihnachten. Das Timing ist kein Zufall: Die in Kalifornien derzeit debattierte Vermögenssteuer für Milliardäre soll, sofern sie von den Wählern im November angenommen wird, rückwirkend zum 1. Januar 2026 gelten. Wer zu diesem Stichtag seinen Wohnsitz oder maßgebliche geschäftliche Schwerpunkte im Bundesstaat hatte, wäre zahlungspflichtig.
Ein T-Rex zieht nach Nevada
Ein besonderes Detail der Umstrukturierung betrifft eine Gesellschaft namens T-Rex LLC. Das Unternehmen, das seit 2006 von Brin und Page gemeinsam geführt wurde, wandelte sich am 24. Dezember 2025 in die T-Rex Holdings um und verlegte seinen Sitz von Palo Alto nach Reno in Nevada. Der Name der Firma dürfte eine Anspielung auf Stan sein, das berühmte Skelett eines Tyrannosaurus rex, das jahrelang auf dem Google-Campus in Mountain View ausgestellt war.Die geplante Steuer, die von Gewerkschaften im Gesundheitswesen vorangetrieben wird, sieht eine einmalige Abgabe von fünf Prozent auf das Vermögen von Personen vor, die mehr als eine Milliarde Dollar besitzen. Bei einem geschätzten gemeinsamen Vermögen von rund 538 Milliarden Dollar (etwa 461 Milliarden Euro) wären Page und Brin von dieser Regelung massiv betroffen. Die Befürworter der Steuer wollen damit Haushaltsdefizite ausgleichen, die seit den Pandemiejahren den Staat belasten, während Kritiker eine dauerhafte Kapitalflucht befürchten.
Geteilte Reaktionen im Valley
Die Stimmung im Silicon Valley ist indes gespalten. Während Investoren wie Peter Thiel und David Sacks ihre Zelte in Kalifornien bereits teilweise abgebrochen haben und Richtung Florida oder Texas abwandern, zeigen sich andere Branchengrößen unbeeindruckt. Jensen Huang, CEO des Chipherstellers Nvidia, erklärte kürzlich, er sei mit der Steuer "vollkommen einverstanden". Man habe sich entschieden, im Silicon Valley zu leben, und was auch immer für Steuern dort erhoben würden, so sei es eben.Haltet ihr eine solche Vermögenssteuer für gerechtfertigt oder schadet sie dem Innovationsstandort? Schreibt uns eure Meinung sachlich in die Kommentare, wir sind gespannt auf eure Perspektive!
Zusammenfassung
- Google-Gründer Page und Brin verlagern Vermögenswerte aus Kalifornien
- Über 60 Firmen wurden in steuergünstigere Bundesstaaten umgesiedelt
- Hintergrund ist eine geplante fünfprozentige Vermögenssteuer für Milliardäre
- Steuer würde rückwirkend zum 1. Januar 2026 gelten bei Annahme im November
- Page kaufte kürzlich eine 71,9-Millionen-Dollar-Immobilie in Miami
- Gemeinsame Firma T-Rex wurde am 24. Dezember 2025 nach Nevada verlegt
- Stimmung im Silicon Valley ist bezüglich der Steuerinitiative gespalten
Siehe auch:
- Google Fonts: EuGH soll Grundsatzurteil zur Abmahnwelle fällen
- Google Glass: Als Sergey Brin dachte, er hat seinen 'Steve-Jobs-Moment'
- Google-Update-Stopp für Galaxy-Geräte - was das für Nutzer bedeutet
- Gmail: Google plant erstmals Option zur Änderung der E-Mail-Adresse
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