Keiner möchte sie, jetzt verkauft Musk Cybertrucks einfach an sich

Tesla wird seine Cybertrucks nicht los. Die Autos stapeln sich in den Lagern. Statt auf Kunden zu warten, kauft Elon Musk die Elektro-Pick­ups mit seinen Unternehmen SpaceX und xAI jetzt einfach selbst. Ein cleverer Schachzug oder eine Verzweiflungstat?
Elektroauto, Tesla Motors, Cybertruck, Tesla Cybertruck

SpaceX kauft Hunderte Cybertrucks

Die Verkaufszahlen des Tesla Cybertrucks sind erbärmlich und liegen weit unter den Erwartungen. Elon Musk hatte ursprünglich angekündigt, jährlich 250.000 bis 300.000 Einheiten verkaufen zu wollen. Davon ist man meilenweit entfernt. Auch massive Rabatte konnten daran nichts ändern. Angesichts dessen hatte man zuletzt auch die Entwicklung einer günstigen Variante des Pickups aufgegeben.

Jetzt zeigt sich, wie Tesla mit diesem Problem umgeht: So kauft Elon Musk mit seinen anderen Unternehmen SpaceX und xAI nun einfach selbst Hunderte von Cybertrucks. Mehrere Lkw-Ladungen an Fahrzeugen erreichten in der vergangenen Woche SpaceX-Einrichtungen in Texas, darunter die Starbase-Anlage in Boca Chica und die Starlink-Fabrik in Bastrop. Bei xAI wurden am Wochenende ebenfalls mehrere Fahrzeugladungen gesichtet. Dort ersetzen die elektrischen Cybertrucks die benzinbetriebenen Fahrzeuge, die von Mitarbeitern genutzt werden.

Laut Electrek wird diese Strategie nicht zufällig verfolgt. So kämpft Tesla aufgrund des geringen Absatzes mit wachsenden Beständen. Tausende unverkaufte Cybertrucks im Wert von etwa 200 Millionen Dollar stauen sich in den Lagern. Indem Musks eigene Unternehmen die Autos kaufen, kann man nicht nur die Statistiken aufbessern, sondern auch Kosten einsparen.

Cybertruck als Problemfall

Der Cybertruck war ursprünglich als Teslas Angriff auf den traditionellen amerikanischen Pickup-Markt gedacht. Als Musk das futuristisch anmutende Fahrzeug 2019 erstmals präsentierte, sorgte das kantige Design direkt für Aufsehen. Allerdings ging schon die erste Demonstration in die Hose, da die angeblich "panzerglas-starken" Fenster bei der Live-Vorführung zerbrachen - ein Vorgeschmack auf spätere Qualitätsprobleme.


Die Situation ist mittlerweile so ernst geworden, dass der Autobauer bereits mehrfach die Produktion drosselte. Hunderte Cybertrucks stapeln sich auf dem Werksgelände in Austin, weshalb Tesla etliche Produktionsmitarbeiter vorübergehend freistellte. Tesla reduzierte die Produktionsziele bereits mehrere Male und versetzte Arbeiter auf andere Produktionslinien. Im ersten Quartal 2025 verkaufte Tesla nur noch etwa 7100 Cybertrucks, was einen Rückgang von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal darstellt.

Die Gigafactory in Austin, wo der Cybertruck produziert wird, sollte ursprünglich das Flaggschiff von Teslas Expansion werden. Mit einer geplanten Kapazität von 375.000 Fahrzeugen pro Jahr war sie als Antwort auf die wachsende Konkurrenz im Elektrofahrzeug-Segment konzipiert. Doch statt der erhofften Vollauslastung kämpft das Werk nun mit Überkapazitäten.

Ob Musks Kauf der eigenen Autos ausreicht, um Teslas Lagerprobleme nachhaltig zu lösen, darf bezweifelt werden. Kritiker sehen in den Verkäufen an Musks eigene Unternehmen eher eine Bilanzkorrektur als einen echten Ausweg. Andere wiederum befürworten den Austausch der Benzinfahrzeuge bei SpaceX und xAI mit den elektrischen Cybertrucks und heben die positiven Umweltaspekte hervor.

Was haltet ihr von Teslas Strategie, die eigenen Cybertrucks an Musks andere Unternehmen zu verkaufen? Clevere Lösung oder Zeichen der Verzweiflung? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit.

Zusammenfassung
  • Tesla wird seine Cybertrucks nicht los
  • Elon Musk kauft mit eigenen Unternehmen jetzt Hunderte der Elektro-Pickups
  • SpaceX und xAI ersetzen mit Cybertrucks benzinbetriebene Fahrzeuge
  • Verkaufszahlen liegen mit rund 7126 Fahrzeugen weit unter den Erwartungen
  • Tausende unverkaufte Cybertrucks im Wert von etwa 200 Millionen Dollar
  • Tesla musste mehrfach Produktion drosseln und Mitarbeiter freistellen
  • Gigafactory in Austin kämpft mit Überkapazitäten statt Vollauslastung
  • Kritiker sehen in jetzigen 'Eigenkäufen' eher Bilanzkorrektur

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