Tesla kapituliert: Pläne zu 16.000-$-Zubehör für Cybertruck sind tot

Tesla stellt die Entwicklung des Range Extenders für den Cybertruck ein. Der als Lösung für die enttäuschende Reichweite gedachte Zusatzakku wird nie erscheinen. Kunden erhalten lediglich eine knappe Mitteilung - eine Entschuldigung bleibt aus.
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Peinlicher Cybertruck

Man kann Elon Musks Cybertruck beileibe nicht als Erfolgsgeschichte beschreiben. Seit seiner Vorstellung plagen den Pickup etliche Kinderkrankheiten. Das Auto verliert seine Verkleidung, manchmal bleibt das Gaspedal stecken und die Karosserie aus "rostfreiem" Stahl hat Rostprobleme. Abgesehen davon ist das Auto auch von seinen Offroad-Fähigkeiten weit von dem entfernt, was Musk einst mit breiter Brust ankündigte. So geht der Cybertruck in seichten Gewässern "baden", blamiert sich im Schnee und hat große Probleme bergauf. Doch jetzt kommt es für Besitzer des Trucks noch härter.

Nächste Enttäuschung für Cybertruck-Besitzer

Eigenen Angaben zufolge hat Tesla die Entwicklung des lange versprochenen Range Extenders für den Cybertruck eingestellt. Das Unternehmen informierte Vorbesteller in einer knappen Mitteilung und kündigte die Rückerstattung der gemachten Anzahlungen an. Der Range Extender, ein zusätzlicher Akku für die Ladefläche des Elektro-Pickups, sollte ursprünglich die enttäuschende Reichweite des Fahrzeugs deutlich verbessern. Mit einem Preis von 16.000 Dollar (etwa 14.000 Euro) war das Zubehörteil alles andere als ein Schnäppchen.


Die Einstellung des Projekts ist besonders bitter für Kunden, da Tesla bei der Vorstellung des Cybertrucks vollmundig mit Reichweiten von bis zu 800 Kilometern geworben hatte. Die tatsächlich verfügbaren Modelle erreichen ohne die Zusatzausrüstung jedoch deutlich weniger. So kommt Die Langstreckenvariante auf lediglich 560 Kilometer, während die leistungsstarke Tri-Motor-Version sogar nur 320 Kilometer schafft - weit entfernt von den ursprünglichen Versprechungen.

Von Verzögerungen zur kompletten Aufgabe

Bereits im April hatte Tesla den Range Extender sang- und klanglos aus dem Online-Konfigurator entfernt, was Spekulationen über die Zukunft des Produkts auslöste. Wie Electrek berichtet, bestätigte das Unternehmen nun in E-Mails an Kunden: "Wir planen nicht länger, den Range Extender für den Cybertruck zu verkaufen." Eine Begründung oder gar Entschuldigung für die enttäuschten Kunden? Fehlanzeige.

Der Zusatzakku sollte eigentlich Anfang 2025 auf den Markt kommen, wurde dann auf Mitte 2025 verschoben. Gleichzeitig reduzierte Tesla stillschweigend die versprochene Reichweitenverlängerung um etwa 40 Kilometer. Der Range Extender hätte etwa ein Drittel der Ladefläche des Cybertrucks eingenommen und hätte von Tesla-Technikern installiert werden müssen. Kunden hätten ihn nicht selbst wieder entfernen können.

Cybertruck verfehlt Erwartungen deutlich

Die Einstellung des Range Extenders reiht sich ein in die Probleme rund um Teslas futuristischen Pickup. Firmenchef Elon Musk hatte einst prognostiziert, jährlich zwischen 250.000 und 500.000 Cybertrucks verkaufen zu können. Die Realität sieht aber anders aus. In den ersten 15 Monaten nach Produktionsstart wurden weniger als 50.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Allein im ersten Quartal 2025 sank die Verkaufszahl auf nur 6.406 Einheiten. Momentan sitzt das Unternehmen Berichten zufolge auf tausenden Cybertrucks im Wert von etwa 200 Mio. Dollar fest.

Mit einem Startpreis von 80.000 Dollar (etwa 70.500 Euro) für die verfügbaren Modelle, Qualitätsproblemen und wachsender Konkurrenz steht der Cybertruck vor erheblichen Herausforderungen. Beobachter sehen in der Einstellung des Range Extenders ein weiteres Zeichen dafür, dass Tesla die Erwartungen an sein Prestigeprojekt drastisch zurückschrauben muss.

Technische Herausforderungen wohl unterschätzt

Einige Experten vermuten, dass Tesla die technischen Herausforderungen bei der Entwicklung des Range Extenders unterschätzt haben könnte. Die Integration eines zusätzlichen Akkupacks in die Ladefläche des Cybertrucks erfordert nicht nur ausreichend Platz, sondern auch eine komplexe Steuerungselektronik, um beide Batteriesysteme effizient zu koordinieren. Zudem müsste das Zusatzgewicht von schätzungsweise mehreren hundert Kilogramm durch Anpassungen am Fahrwerk kompensiert werden.

Die Entscheidung, den Range Extender aufzugeben, könnte auch mit der allgemeinen Strategie von Tesla zusammenhängen, sich auf profitablere Projekte zu konzentrieren. Angesichts der enttäuschenden Verkaufszahlen des Cybertrucks und der hohen Entwicklungskosten für den Range Extender erscheint die Einstellung aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Für Kunden, die auf die versprochene Reichweite gehofft hatten, ist sie dennoch ein herber Rückschlag.

Was haltet ihr von Teslas Entscheidung, den Range Extender komplett aufzugeben? Ist das ein weiteres Warnsignal zu Teslas Umgang mit Kunden oder lediglich eine wirtschaftlich vernünftige Entscheidung? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Tesla stellt Entwicklung des Range Extenders für den Cybertruck ein
  • 16.000-Dollar-Zubehör sollte enttäuschende Reichweite verbessern
  • Kunden erhalten nur knappe Mitteilung ohne Entschuldigung
  • Cybertruck hat zahlreiche technische Probleme und Kinderkrankheiten
  • Tatsächliche Reichweite weit unter ursprünglichen Versprechungen
  • Verkaufszahlen des Cybertrucks bleiben deutlich hinter Erwartungen zurück
  • Experten sehen Einstellung als Zeichen für Rückschlag des Prestigeprojekts

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