Musk kauft bei Musk: SpaceX erwarb fast jeden fünften Cybertruck

Der Autobauer Tesla kämpft mit einer massiven Absatzkrise beim Cybertruck. Um einen Einbruch der Zahlen zu verhindern, kaufen andere Firmen von Elon Musk wie SpaceX die Pickups massenhaft auf. So fließen gut 100 Millionen Dollar in die Kasse.
Elektroauto, Tesla Motors, Cybertruck, Tesla Cybertruck, Graffiti

Absatzkrise beim Elektro-Pickup

Tesla verzeichnet seit Monaten einen deutlichen Rückgang der Nachfrage, besonders mies läuft es bei seinem elektrischen Pickup. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres wurden auf dem US-Heimatmarkt gerade einmal 7000 Einheiten des Cybertrucks zugelassen. Doch Elon Musk und sein Management hatten hier einen Trick: Um den Absatz zu stützen und die Produktionszahlen hochzuhalten, erwerben andere Unternehmen von Musk einen erheblichen Teil der hergestellten Fahrzeuge.

Die offiziellen Zulassungsdaten zeigen den genauen Umfang der internen Verkäufe. Fast ein Fünftel aller im letzten Jahresviertel ausgelieferten Modelle ging direkt an Schwesterunternehmen aus dem Firmennetzwerk. Ohne das Eingreifen der Firmen wäre der Absatz im Jahresvergleich um über 50 Prozent gesunken. Das ursprüngliche Ziel des Konzerns bestand darin, jährlich 250.000 Einheiten des Fahrzeugs abzusetzen.


Wie Bloomberg aufschlüsselt, entfällt der Großteil der internen Verkäufe auf das Raumfahrtunternehmen SpaceX. Die Verteilung der im vierten Quartal erworbenen Fahrzeuge gliedert sich in zwei Bereiche, nämlich 1279 bei SpaceX registrierte Fahrzeuge sowie bei weiteren Unternehmen (xAI, Neuralink, Boring Company) 60 Cybertrucks.

Millionenbeträge für Tesla

Bei einem Basispreis von rund 70.000 Dollar (etwa 59.443 Euro) erbrachten die Transaktionen über 100 Millionen Dollar (etwa 85 Millionen Euro) für den Autohersteller. Die Käufe setzen sich im laufenden Jahr fort. Im Januar und Februar 2026 registrierten die verbundenen Firmen weitere 225 Einheiten. Ein leitender Ingenieur des Projekts bestätigte, dass SpaceX ältere Verbrennerfahrzeuge auf dem Werksgelände durch den elektrischen Pickup ersetzt.

Der konkrete Einsatzzweck bei Firmen wie dem Start-up für künstliche Intelligenz xAI oder dem Neurotechnologie-Unternehmen Neuralink ist nicht öffentlich dokumentiert. Marktbeobachter sehen in den Käufen natürlich den Versuch, die Kapazitäten der Produktion bei Tesla auszulasten.

Ein günstigeres Allrad-Modell des Cybertrucks für 60.000 Dollar (etwa 50.951 Euro), das seit Februar 2026 auf dem Markt erhältlich ist, soll nun zusätzliche Privatkunden gewinnen. Ob das hilft, ist fraglich: Denn die politische Positionierung von Musk beeinflusst laut Umfragen nach wie vor die Kaufentscheidung von Kunden. Die Neuzulassungen der kommenden Monate werden zeigen, wie der Markt auf das angepasste Preismodell reagiert.

Wie bewertet ihr die aktuelle Strategie von Tesla, eigene Fahrzeuge intern aufzukaufen? Seht ihr das Projekt noch in der Startphase? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren mit!

Zusammenfassung
  • Tesla nutzt firmeninterne Verkäufe zum Ausgleich sinkender Nachfrage
  • Das Raumfahrtunternehmen SpaceX erwarb über 1200 Einheiten des Pickups
  • Fast ein Fünftel der Auslieferungen ging an verbundene Unternehmen
  • Über 100 Millionen Dollar flossen durch diese Käufe an den Autobauer
  • Die Verkaufszahlen liegen weit hinter dem Ziel von 250.000 Fahrzeugen
  • Ein günstigeres Allrad-Modell soll nun das Interesse am Markt wecken
  • Musks politische Haltung schreckt laut Umfragen potenzielle Kunden ab

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!