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Trump kündigt Zölle auf Filme an, die nicht in den USA gedreht werden

Trump kündigt - nicht zum ersten Mal - 100-Prozent-Zölle auf alle außerhalb der USA produzierten Filme an. Die Drohung soll Hollywoods Abwanderung stoppen, doch Experten zweifeln an der Umsetzbarkeit und warnen vor Chaos in der Branche.
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Trump will Filmproduktion zurückholen

Donald Trump hat Anfang dieser Woche über sein soziales Netzwerk Truth Social erneut mit drastischen Maßnahmen gedroht: 100 Prozent Zölle auf alle Filme, die außerhalb der USA produziert werden. Der US-Präsident behauptet, die amerikanische Filmindustrie sei von anderen Ländern "gestohlen" worden, und sieht Kalifornien als besonders betroffen an.

Bereits im Mai hatte Trump ähnliche Drohungen ausgesprochen, ohne jedoch konkrete Details zur Umsetzung zu nennen. Wie so oft, sind die Pläne umstritten: Laut dem Branchenmagazin Deadline reagiert die Industrie entsprechend mit einer Mischung aus Skepsis und Besorgnis auf die Ankündigung.


Abwanderung aus Hollywood

Die Realität der Filmbranche bestätigt Trumps Sorgen teilweise. Produktionen wandern seit Jahren verstärkt ins Ausland ab, angelockt von Steuervergünstigungen und niedrigeren Arbeitskosten. Länder wie Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland haben sich schon lange als attraktive Drehorte etabliert.

Australien und Neuseeland erlebten beispielsweise zwischen 2022 und 2024 einen 14-prozentigen Anstieg bei Produktionen über 40 Millionen Dollar, während die USA einen Rückgang von 26 Prozent verzeichneten. Kanada, bekannt als "Hollywood North", beherbergt seit Jahrzehnten große Produktionen, vor allem Serien entstehen immer häufiger nördlich der US-Grenze.

Zweifel an Umsetzbarkeit

Die Branche reagiert skeptisch auf Trumps Pläne. Mike Proulx von Forrester (via CNBC) warnt vor "Chaos in der Entertainmentindustrie", da unklar sei, wie Zölle auf Dienstleistungen anstatt auf Waren angewendet werden könnten. Weitere Fragen betreffen die Definition amerikanischer Filme: Würden Produktionen besteuert, die teilweise im Ausland gedreht werden? Wie würde man ausländische Schauspieler oder Regisseure bewerten?

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom konterte Trumps Attacken scharf und verwies auf die bereits erhöhten staatlichen Filmsteuergutschriften von 750 Millionen Dollar. Newsom spottete über Twitter: "Sie zahlen bereits mehr für Eier, Kaffee und Autos. Jetzt will Trump die Steuern für Kinobesuche erhöhen." Sein Presseteam bezeichnete Trumps Vorgehen als "100 Prozent dumm".

Ob Trumps Zoll-Drohungen tatsächlich umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Filme gelten als Ausnahme unter dem International Emergency Powers Act, der dem Präsidenten Vollmachten bei nationalen Sicherheitsbedrohungen einräumt.

Was meint ihr zu Trumps Zoll-Plänen? Können sie Hollywood retten oder schaden sie der Branche mehr? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Trump droht mit 100-Prozent-Zöllen auf außerhalb der USA produzierte Filme
  • Abwanderung von Filmproduktionen ins Ausland soll gestoppt werden
  • Branche reagiert mit Mischung aus Skepsis und Besorgnis auf die Ankündigung
  • Filmproduktionen wandern wegen Steuervergünstigungen ins Ausland ab
  • Experten bezweifeln Umsetzbarkeit der Zölle auf Dienstleistungen
  • Kaliforniens Gouverneur Newsom kritisiert Trumps Pläne als dumm
  • Unklar bleibt, wie ausländische Beteiligung an Filmen bewertet würde

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