Trump will nicht länger Solar- und Windkraftprojekte genehmigen
Trump verkündet das Ende neuer Wind- und Solarprojekte in den USA. Die Regierung verschärft die Genehmigungsverfahren drastisch und streicht Förderungen für erneuerbare Energien auf Farmland. Nachvollziehbar ist das nicht, denn die Stromnachfrage steigt.
Die Ankündigung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Stromnachfrage in einigen Teilen der USA das Angebot übersteigt. Ausgerechnet Solar- und Batteriespeicher könnten jedoch die Versorgungslücke am schnellsten schließen, da sie den überwiegenden Teil der Projekte ausmachen, die darauf warten, an das Stromnetz angeschlossen zu werden, wie Daten des Lawrence Berkeley National Laboratory zeigen.
Die Regierung begründet das Vorgehen mit wirtschaftlichen Argumenten. Trump macht erneuerbare Energien für steigende Strompreise verantwortlich, obwohl Experten die Ursachen eher in der steigenden Nachfrage durch Rechenzentren und veraltete Energieinfrastruktur sehen. Wind ist die größte erneuerbare Stromquelle in den USA und liefert über zehn Prozent der Elektrizität des Landes. Mehr als 73.000 Windturbinen erzeugen insgesamt 153.000 Megawatt, genug um 46 Millionen Haushalte zu versorgen.
Für Landwirte bedeutete die Verpachtung von Land für Windturbinen oder Solarpanels zudem eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle. Typische Pachtverträge für Windkraftanlagen bringen den Landwirten zwischen 3.000 und 8.000 Dollar pro Turbine und Jahr ein. Bei Solarparks können Landbesitzer zwischen 300 und 1.000 Dollar pro Hektar und Jahr erhalten - oft deutlich mehr als durch traditionelle Landwirtschaft.
Die Windindustrie investierte 2023 zehn Milliarden Dollar in neue Projekte und beschäftigte über 131.000 Arbeiter. Eine neue Analyse zeigt, dass mehr als 17.000 Arbeitsplätze mit Offshore-Windkraftprojekten verbunden sind, die bereits abgesagt, pausiert oder durch Trumps Angriffe auf die Windenergie gefährdet sind. Besonders betroffen sind Bundesstaaten wie Texas, Iowa und Oklahoma, die führend beim Windkraftausbau waren.
Ähnlich ist es in der Solarindustrie: Diese beschäftigt landesweit etwa 280.000 Menschen und hat in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum verzeichnet. Viele dieser Arbeitsplätze könnten und werden nun gefährdet sein, da neue Projekte auf Eis gelegt werden.
Was haltet ihr von Trumps radikalem Kurswechsel in der Energiepolitik? Seht ihr Chancen oder Risiken für die amerikanische Wirtschaft? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Kompletter Stopp für erneuerbare Energien
US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch über Truth Social verkündet, dass seine Regierung keine Wind- oder Solarprojekte mehr erlauben werde. "Wir werden keine Windkraftanlagen oder Solarenergieanlagen genehmigen, die die Landwirtschaft zerstören", schrieb Trump und fügte hinzu: "Die Tage der Dummheit in den USA sind vorbei."Die Ankündigung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Stromnachfrage in einigen Teilen der USA das Angebot übersteigt. Ausgerechnet Solar- und Batteriespeicher könnten jedoch die Versorgungslücke am schnellsten schließen, da sie den überwiegenden Teil der Projekte ausmachen, die darauf warten, an das Stromnetz angeschlossen zu werden, wie Daten des Lawrence Berkeley National Laboratory zeigen.
Burgum erhält Vetorecht bei allen Projekten
Trumps Aussage kommt nicht überraschend. Bereits im vergangenen Monat verschärfte die Regierung die bundesweiten Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien drastisch. Innenminister Doug Burgum hat nun das letzte Wort bei allen Genehmigungen. Alle Solar- und Windenergieprojekte auf dem Bundesland und in den Bundesgewässern müssen persönlich von Burgum genehmigt werden. Wie CNBC berichtet, befürchten Unternehmen der erneuerbaren Energien, dass Projekte keine Genehmigungen mehr erhalten werden, die früher routinemäßig erteilt wurden. Infografik: Öko-Stromerzeugung ist besonders günstig
Die Regierung begründet das Vorgehen mit wirtschaftlichen Argumenten. Trump macht erneuerbare Energien für steigende Strompreise verantwortlich, obwohl Experten die Ursachen eher in der steigenden Nachfrage durch Rechenzentren und veraltete Energieinfrastruktur sehen. Wind ist die größte erneuerbare Stromquelle in den USA und liefert über zehn Prozent der Elektrizität des Landes. Mehr als 73.000 Windturbinen erzeugen insgesamt 153.000 Megawatt, genug um 46 Millionen Haushalte zu versorgen.
Landwirte verlieren wichtige Einnahmequellen
Viele Landwirte, die angeblich damit geschützt werden sollen, stellt dies vor Herausforderungen. Denn die meisten sind auf Bundesanreize angewiesen, um ihre Einkommen bei niedrigen Erntepreisen zu diversifizieren. Wind- und Solarprojekte kommen nun aber nicht mehr für Geschäftsdarlehen der ländlichen Entwicklung des Ministeriums infrage.Für Landwirte bedeutete die Verpachtung von Land für Windturbinen oder Solarpanels zudem eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle. Typische Pachtverträge für Windkraftanlagen bringen den Landwirten zwischen 3.000 und 8.000 Dollar pro Turbine und Jahr ein. Bei Solarparks können Landbesitzer zwischen 300 und 1.000 Dollar pro Hektar und Jahr erhalten - oft deutlich mehr als durch traditionelle Landwirtschaft.
Auswirkungen auf Arbeitsplätze
Trump hat seit seinem Amtsantritt einen umfassenden Angriff auf erneuerbare Energien gestartet. Sein "One Big Beautiful Bill Act" beendet die Investitions- und Produktionssteuergutschriften für Wind und Solar bis Ende 2027. Diese Kredite spielten eine Schlüsselrolle beim Ausbau erneuerbarer Energien in den USA. Zusätzlich haben die Stahl- und Kupferzölle des Präsidenten die Kosten für Solar- und Windprojekte erhöht.Die Windindustrie investierte 2023 zehn Milliarden Dollar in neue Projekte und beschäftigte über 131.000 Arbeiter. Eine neue Analyse zeigt, dass mehr als 17.000 Arbeitsplätze mit Offshore-Windkraftprojekten verbunden sind, die bereits abgesagt, pausiert oder durch Trumps Angriffe auf die Windenergie gefährdet sind. Besonders betroffen sind Bundesstaaten wie Texas, Iowa und Oklahoma, die führend beim Windkraftausbau waren.
Ähnlich ist es in der Solarindustrie: Diese beschäftigt landesweit etwa 280.000 Menschen und hat in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum verzeichnet. Viele dieser Arbeitsplätze könnten und werden nun gefährdet sein, da neue Projekte auf Eis gelegt werden.
Was haltet ihr von Trumps radikalem Kurswechsel in der Energiepolitik? Seht ihr Chancen oder Risiken für die amerikanische Wirtschaft? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Trump verbietet neue Wind- und Solarprojekte trotz steigender Nachfrage
- Innenminister Burgum muss persönlich alle erneuerbaren Projekte genehmigen
- Solarenergie und Batteriespeicher könnten Versorgungslücken am schnellsten füllen
- Viele Landwirte verlieren mit dem Verbot wichtige zusätzliche Einnahmequellen
- Die Windindustrie investierte 2023 zehn Milliarden Dollar und schuf 131.000 Jobs
- Trump beendet Steuergutschriften für erneuerbare Energien bis Ende 2027
- Zehntausende Arbeitsplätze in der Solar- und Windbranche sind gefährdet
Siehe auch:
- Senf dazu: von der Leyen verkauft Europas Energiewende an Trump
- Wie Japan mit Next-Gen-Solarzellen die Energierevolution schaffen will
- Energiewende kommt: Vattenfall-Chef greift Wirtschaftsministerin an
- Uran-Infusion statt Bergbau: Chinas neue Offensive bei der Kernenergie
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