Doppelte Ernte: Projekt kombiniert vertikale Solarmodule und Ackerbau
Vertikale Solarpaneele zwischen Getreide und Klee: Ein dänisches Pilotprojekt zeigt, dass sich Stromerzeugung und Landwirtschaft kombinieren lassen - ohne Ertragseinbußen und mit höherer Akzeptanz als klassische Solarparks.
Das Projekt wurde von Aarhus University initiiert, unterstützt durch das EU-Programm Horizon 2020 im Rahmen von Hyperfarm. Auf Versuchsflächen im dänischen Foulum stellten die Ingenieure und Agrarwissenschaftler zwei Systeme gegenüber: konventionelle, nach Süden geneigte Module und doppelseitige Paneele in vertikaler Ost-West-Ausrichtung. Entscheidend war, ob die neue Konfiguration Strom liefert, ohne die Pflanzenproduktion einzuschränken.
Die Resultate sind eindeutig. Die vertikalen Paneele erzeugten übers Jahr zwar etwas weniger Energie, lieferten sie aber zu Zeiten höherer Nachfrage - morgens und am späten Nachmittag. Für die Landwirtschaft ergab sich kein Nachteil: Weizen und Klee-Gras-Mischungen wuchsen genauso gut zwischen den Modulreihen wie auf unbebauten Flächen. Da die Paneele nur rund zehn Prozent der Fläche beanspruchen, ergab sich im Vergleich zu einer getrennten Nutzung ein Flächengewinn von bis zu 26 Prozent.
Das Pilotprojekt ...
... gelingt prächtig
Die Forscher sehen darin eine Blaupause für künftige Landnutzung in Europa. Angesichts steigender Energiebedarfe und begrenzter Flächen könnte Agriphotovoltaik helfen, Stromerzeugung, Ernährungssicherheit und Landschaftsverträglichkeit miteinander zu verbinden. Langfristige Feldstudien sollen nun zeigen, wie stabil dieser doppelte Ertrag über mehrere Anbauzyklen hinweg bleibt.
Siehe auch:
- Dänisches Projekt kombiniert vertikale Solarmodule mit Ackerbau ohne Ertragseinbuße
- Ost-West ausgerichtete Doppelmodule erzeugen Strom zu nachfragestarken Tageszeiten
- Landwirtschaftliche Produktion bleibt zwischen den Modulreihen unbeeinträchtigt
- Flächengewinn von bis zu 26 Prozent im Vergleich zur getrennten Nutzung
- Optische Wahrnehmung ähnelt Hecken und findet höhere gesellschaftliche Akzeptanz
- Material- und CO₂-ärmere Produktion stärkt Nachhaltigkeitsaspekt des Konzepts
- Langzeitstudien sollen die Stabilität des Ertrags über mehrere Anbauzyklen prüfen
Senkrecht zum Erfolg: Vertikale Solarmodule
Auf landwirtschaftlichen Flächen galt bislang meist ein Entweder-oder: Entweder Stromerzeugung durch Photovoltaik oder die Ernte von Weizen, Mais oder Klee. Doch muss man sich wirklich entscheiden? Ein Team dänischer Forscher hat genau diese Frage überprüft - mit senkrecht aufgestellten Solarmodulen und klassischem Ackerbau dazwischen.Das Projekt wurde von Aarhus University initiiert, unterstützt durch das EU-Programm Horizon 2020 im Rahmen von Hyperfarm. Auf Versuchsflächen im dänischen Foulum stellten die Ingenieure und Agrarwissenschaftler zwei Systeme gegenüber: konventionelle, nach Süden geneigte Module und doppelseitige Paneele in vertikaler Ost-West-Ausrichtung. Entscheidend war, ob die neue Konfiguration Strom liefert, ohne die Pflanzenproduktion einzuschränken.
Die Resultate sind eindeutig. Die vertikalen Paneele erzeugten übers Jahr zwar etwas weniger Energie, lieferten sie aber zu Zeiten höherer Nachfrage - morgens und am späten Nachmittag. Für die Landwirtschaft ergab sich kein Nachteil: Weizen und Klee-Gras-Mischungen wuchsen genauso gut zwischen den Modulreihen wie auf unbebauten Flächen. Da die Paneele nur rund zehn Prozent der Fläche beanspruchen, ergab sich im Vergleich zu einer getrennten Nutzung ein Flächengewinn von bis zu 26 Prozent.
Mehr Faktoren
Zusätzliche Faktoren stärken das Konzept. Die doppelseitigen Glas-auf-Glas-Module sind materialärmer, verursachen geringere CO₂-Emissionen und lassen sich mit gängigen Maschinen bewirtschaften. Eine begleitende VR-Studie zeigte zudem: In der Wahrnehmung wirken die vertikalen Strukturen eher wie "Hecken" als wie industrielle Anlagen - und fanden deutlich höhere Akzeptanz als klassische Solarparks.
Das Pilotprojekt ...
... gelingt prächtig
Die Forscher sehen darin eine Blaupause für künftige Landnutzung in Europa. Angesichts steigender Energiebedarfe und begrenzter Flächen könnte Agriphotovoltaik helfen, Stromerzeugung, Ernährungssicherheit und Landschaftsverträglichkeit miteinander zu verbinden. Langfristige Feldstudien sollen nun zeigen, wie stabil dieser doppelte Ertrag über mehrere Anbauzyklen hinweg bleibt.
Siehe auch:
- Neue Solarzellen sollen viele Batterien in Geräten überflüssig machen
- Fraunhofer: Design-Solarmodule mit minimalem Leistungsverlust
- Logitech Signature Slim Solar+: Drahtlos-Tastatur, 10 Jahre Laufzeit
- Trotz Absatz-Boom: Chinas Solar-Hersteller machen massive Verluste
- Trump will nicht länger Solar- und Windkraft-Projekte genehmigen
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