Schwieriger als gedacht: YouTuber baut Floppy Disk von Grund auf neu
Ein YouTuber hat eine funktionsfähige 3,5-Zoll-Diskette komplett selbst gebaut - von der Hülle bis zur magnetischen Beschichtung. Das aufwendige Projekt zeigt, welche Präzision und Ausdauer nötig sind, um ein "simples" Speichermedium zu erschaffen.
Eine Diskette besteht aus einem magnetisch beschichteten, flexiblen Polyesterfilm, der in einer schützenden Hülle untergebracht ist. Ein Magnetkopf im Laufwerk liest oder schreibt die Daten auf die Scheibe. Was heute selbstverständlich erscheint, stellte Polymatt jedoch vor erhebliche technische Hürden.
Auf YouTube ansehen
Wie Hackaday berichtet, entstanden dabei sogar optisch ansprechendere Ergebnisse als bei den ursprünglichen Plastikdisketten: Die gebürstete Aluminiumoberfläche sah deutlich hochwertiger aus als die bunten Kunststoffhüllen der 1980er und 1990er Jahre.
Polymatt entwickelte eine komplexe Lösung aus Eisenoxidpulver, Polyvinylalkohol als Bindemittel, Isopropylalkohol, Glycerin für Flexibilität und Polysorbat 20 zur gleichmäßigen Verteilung der Partikel. Mit einem sogenannten Mayer-Stab - einem Stahlstab mit Kupferdrahtumwicklung - trug er die Suspension in einer gleichmäßigen, fünf bis sechs Mikrometer dicken Schicht auf.
Die ursprünglichen Disketten verwendeten Eisenoxid-Partikel mit einer Größe von etwa 0,3 Mikrometern, die in einer speziellen Orientierung auf die Trägerfolie aufgebracht wurden. Diese Ausrichtung der magnetischen Partikel war entscheidend für die Speicherdichte und Zuverlässigkeit des Mediums.
Auch die Haltbarkeit der magnetischen Beschichtung bereitete Probleme: Der Lesekopf des Laufwerks löste beim ersten Versuch die mühsam aufgetragene Magnetschicht ab. Erst nach mehreren Verbesserungsrunden an der Bindemittel-Rezeptur und der Auftragstechnik funktionierte das System zumindest teilweise.
Was haltet ihr von solchen nostalgischen Bastelprojekten? Habt ihr selbst schon einmal versucht, alte Technik nachzubauen oder zu reparieren?
Siehe auch:
Diskette aus Aluminium und Eisenoxid
Der YouTuber Polymatt hat sich selbst eine ungewöhnliche Herausforderung gestellt: Er wollte eine komplette 3,5-Zoll-Diskette von Grund auf selbst bauen. Was für die meisten Anwender heute nur noch ein nostalgisches Relikt aus vergangenen Zeiten ist, wurde für den Bastler zu einem monatelangen Präzisionsprojekt, das Ingenieurswissen, Geduld und modernste Fertigungstechnik erforderte.Eine Diskette besteht aus einem magnetisch beschichteten, flexiblen Polyesterfilm, der in einer schützenden Hülle untergebracht ist. Ein Magnetkopf im Laufwerk liest oder schreibt die Daten auf die Scheibe. Was heute selbstverständlich erscheint, stellte Polymatt jedoch vor erhebliche technische Hürden.
Millimeterarbeit mit der CNC-Fräse
Den Anfang machte die Herstellung der Diskettenhülle. Polymatt vermaß eine originale Diskette und modellierte alle Komponenten per Software, bevor er die Aluminiumteile auf einer Carvera Air CNC-Maschine fräste. Die nur 1,6 Millimeter dünnen Gehäusehälften aus drei Millimeter dicken Aluminiumplatten zu fräsen erwies sich als besonders schwierig - doch die Präzision der CNC-Maschine und eine spezielle Befestigungstechnik mit Klebeband und Sekundenkleber machten es letztlich möglich.
Auf YouTube ansehenWie Hackaday berichtet, entstanden dabei sogar optisch ansprechendere Ergebnisse als bei den ursprünglichen Plastikdisketten: Die gebürstete Aluminiumoberfläche sah deutlich hochwertiger aus als die bunten Kunststoffhüllen der 1980er und 1990er Jahre.
Die Tücken der magnetischen Beschichtung
Die magnetische Scheibe selbst stellte Polymatt vor die größte Herausforderung: Er schnitt PET-Folie mit dem Laser zu und beschichtete sie mit einer Suspension aus Eisenoxidpulver. Kommerzielle Disketten haben eine nur etwa zwei Mikrometer dünne magnetische Schicht - eine Präzision, die mit Heimwerksmitteln kaum zu erreichen ist.Polymatt entwickelte eine komplexe Lösung aus Eisenoxidpulver, Polyvinylalkohol als Bindemittel, Isopropylalkohol, Glycerin für Flexibilität und Polysorbat 20 zur gleichmäßigen Verteilung der Partikel. Mit einem sogenannten Mayer-Stab - einem Stahlstab mit Kupferdrahtumwicklung - trug er die Suspension in einer gleichmäßigen, fünf bis sechs Mikrometer dicken Schicht auf.
Die ursprünglichen Disketten verwendeten Eisenoxid-Partikel mit einer Größe von etwa 0,3 Mikrometern, die in einer speziellen Orientierung auf die Trägerfolie aufgebracht wurden. Diese Ausrichtung der magnetischen Partikel war entscheidend für die Speicherdichte und Zuverlässigkeit des Mediums.
Erfolg mit Einschränkungen
Nach der Montage aller Komponenten und einigen kritischen Momenten gelang es Polymatt tatsächlich, die selbstgebaute Diskette zu magnetisieren und Daten darauf zu schreiben, wenn auch nur auf sehr grundlegendem Niveau. Die erste Testversion scheiterte zunächst - das Laufwerk erkannte die Diskette nicht, weil wichtige Ausrichtungslöcher fehlten.Auch die Haltbarkeit der magnetischen Beschichtung bereitete Probleme: Der Lesekopf des Laufwerks löste beim ersten Versuch die mühsam aufgetragene Magnetschicht ab. Erst nach mehreren Verbesserungsrunden an der Bindemittel-Rezeptur und der Auftragstechnik funktionierte das System zumindest teilweise.
Was haltet ihr von solchen nostalgischen Bastelprojekten? Habt ihr selbst schon einmal versucht, alte Technik nachzubauen oder zu reparieren?
Zusammenfassung
- YouTuber Polymatt baute komplette 3,5-Zoll-Diskette selbst nach
- Aluminiumgehäuse wurde per CNC-Maschine präzise aus 3-mm-Platten gefräst
- Magnetische Beschichtung mit Eisenoxid stellte die größte Herausforderung dar
- Spezielle Mischung mit Polyvinylalkohol diente als Bindemittel für Magnetschicht
- Nach mehreren Versuchen gelang die Datenspeicherung auf grundlegendem Niveau
- Projekt zeigt die erstaunliche Komplexität eines scheinbar einfachen Speichermediums
Siehe auch:
- US-Flugsicherung will endlich weg von Disketten und Windows 95
- San Francisco Muni Metro: So teuer ist der Abschied von Disketten
- Japan verkündet: 'Wir haben den Krieg gegen Disketten gewonnen!'
- Floppys in Behörden: Die letzte Bastion der Disketten ist gefallen
- Diskettenhändler: Mein größter Kunde ist die Luftfahrtbranche
Thema:
Videos zum Thema YouTube
- Ameela AC321: Preiswerter Einsteiger-Beamer mit Netflix im Test
- Dangbei N2 Mini: Beamer mit Streaming-Apps für kleines Geld im Test
- YouTube: Warum die Video-Synchronisierung eine schlechte Wahl ist
- Super Bowl 2024: YouTube lässt für NFL Sunday Ticket Vögel fliegen
- Invidious: Alternative Oberfläche für YouTube-Inhalte
Beliebte YouTube-Downloads
Beiträge aus dem Forum
-
YouTube übersetzt englische Titel auf deutsch
Paradise -
Youtube: "wichtige Benachrichtigungen" nerven
shadar.logoth -
feine Striche bei Youtube
blackY. -
Youtube lade Problem mit Firefox
Reteibeg -
Nach Systemupdate können keine herunter geladenen YouTube Videos abges
DON666 -
YouTube
pcfan -
Werbung bei Youtube
nobido -
Eigene Streamingseite programmieren (Youtube/Twitch)
GrauerStein -
Untertitel auf deutsch in YouTube
Candlebox -
Anmeldefenster bei Youtube blockieren
speedymalte
Interessante Links
Beliebt im Preisvergleich
- Multimedia-Player:
Neue Nachrichten
- Schicker Game Boy Advance Remake: Konkr Pocket Advance enthüllt
- Pixel Tag: Erste Bilder enthüllen Googles hauseigene AirTag-Alternative
- Media Markt & Saturn: Diese Weekend-Deals lohnen sich richtig
- Dinosaurier-Killer-Asteroid: Feuersturm besiegelte das Ende
- Windows Recovery: Microsoft startet neues Update für Windows 11
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Windows 11 schwächelt global - Windows-Nutzerzahlen im Juli 2026
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen