Besitzer verklagen Tesla, weil die Firma "rechtsextremes Symbol" ist

Eine Gruppe französischer Tesla-Fahrer zieht vor Gericht und fordert die Auflösung ihrer Leasingverträge. Der Grund: Die Fahrzeuge seien durch Elon Musks politische Aktivitäten zu "rechtsextremen Symbolen" geworden, was Besitzern "konkreten Schaden" zufüge. Eine Gruppe von etwa zehn französischen Tesla-Fahrern hat eine Klage gegen den US-Elektroautohersteller eingereicht. Die Kläger fordern dabei die Auflösung ihrer Leasingverträge und die Erstattung ihrer Rechtskosten, wie die Pariser Anwaltskanzlei GKA mitteilte. Ihr Vorwurf: Die Fahrzeuge seien durch die politischen Aktivitäten von Tesla-Chef Elon Musk zu "rechtsextremen Symbolen" geworden, was den Fahren derartiger Elektroautos "direkten und konkreten" Schaden zufüge.

Die Kläger argumentieren, so France 24, dass sie ihre Teslas ursprünglich als innovative und umweltfreundliche Fahrzeuge erworben hätten. Nun seien die Autos jedoch zu "regelrechten rechtsextremen Totems" geworden, wie die Anwälte Patrick Klugman und Ivan Terel in ihrer Erklärung feststellen. Die veränderte Wahrnehmung der geleasten Fahrzeuge hindere die Besitzer daran, "ihr Auto in vollem Umfang zu genießen".


Ganz abwegig ist das nicht, denn der drastische Verkaufsrückgang von Tesla in Europa wird weitgehend auf Musks politische Aktivitäten zurückgeführt. Die Verkaufszahlen sind seit Jahresbeginn um fast die Hälfte gesunken. Zwar ist das nicht der einzige Faktor, Musks Extremismus gilt aber als der wichtigste Faktor der Kundenabschreckung.

Zu den politischen Aktivitäten Musks zählt unter anderem seine enge Verbindung zu US-Präsident Donald Trump und seine Bemühungen, US-Behörden und Ministerien zu verkleinern. In Deutschland hat er öffentlich die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) unterstützt und wurde für eine wiederholte Geste mit ausgestrecktem Arm kritisiert, die von vielen Historikern als Nazi-Gruß interpretiert wurde.

Vandalismus und Imageschäden

In Europa und den USA wurden Teslas schon mehrfach mit Hakenkreuzen und dem Wort "Nazi" besprüht. Die Fahrzeuge werden auch gerne als "SwastiCar" bezeichnet, also so viel wie "Hakenkreuz-Autos". Um sich zu schützen, haben manche Tesla-Besitzer eigene Aufkleber an ihren Fahrzeugen angebracht, auf denen steht, dass sie ihr Auto gebraucht gekauft haben oder dass sie es erworben haben, bevor Musk "verrückt" geworden ist.

Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Sollten Unternehmen für die politischen Äußerungen ihrer CEOs haften? Oder geht die Klage zu weit? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • Französische Tesla-Fahrer klagen auf Auflösung ihrer Leasingverträge
  • Besitzer sehen Teslas durch Musks Aktivitäten als rechtsextreme Symbole
  • Fahrzeuge seien zu politischen Totems geworden, die Nutzung beeinträchtige
  • Teslas Verkaufszahlen in Europa sind seit Jahresbeginn stark gesunken
  • Musk unterstützte öffentlich die AfD und zeigte umstrittene Gesten
  • Einige Tesla-Fahrzeuge wurden mit Nazi-Symbolen beschmiert
  • Manche Besitzer distanzieren sich mit Aufklebern von Musks Äußerungen

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