Teslas FSD versagt bei kritischen Schulbus-Stopp-Tests komplett
Neue Tests zeigen beunruhigende Schwächen von Teslas Full Self-Driving-System: In allen Testläufen ignorierte das System haltende Schulbusse und erfasste Kinder-Dummys. Tesla betont allerdings, dass das System nur unter Aufsicht genutzt werden darf.
Das System löste während der Testfahrten weder eine Notbremsung aus, noch warnte es den Fahrer vor der Kollision. Besonders besorgniserregend: Das System erkannte zwar den Fußgänger, überfuhr die Test-Puppe aber dennoch und setzte seine Fahrt ungebremst fort.
Die Untersuchungen ergaben zudem, dass das System variable Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schulzonen nicht erkennt und die Geschwindigkeit auch dann nicht entsprechend anpasst, wenn Kinder anwesend sind. Das ist problematisch, da in vielen US-Bundesstaaten spezielle und besonders strenge Verkehrsregeln gelten, wenn Schulbusse mit aktivierten Warnleuchten halten.
In den USA ist es grundsätzlich vorgeschrieben, dass Fahrzeuge in beiden Richtungen anhalten müssen, wenn ein Schulbus seine roten Warnleuchten aktiviert und das Stopp-Schild ausfährt. Diese Regel gilt unabhängig von der Straßenart und soll Kinder beim Ein- und Aussteigen schützen.
Diese Probleme sind wohlgemerkt nicht nur Theorie: Ein besonders alarmierender Vorfall ereignete sich 2023, als ein Tesla Model Y in Hollister, North Carolina, den 17-jährigen Tillman Mitchell beim Verlassen eines Schulbusses erfasste. Mitchell erlitt schwere Verletzungen, darunter einen Genickbruch und ein gebrochenes Bein. Die Ermittler vermuteten damals, dass während des Unfalls entweder der Autopilot oder FSD aktiviert war.
Dazu kommen auch immer wieder Vorwürfe von Tesla-Fans, wonach The Dawn Project in Vergangenheit die Wahrheit zumindest etwas verbogen hat - was die Anti-Tesla-Gruppe dementiert und auch mit der Veröffentlichung der ungeschnittenen Aufnahmen entgegenwirken will.
Was haltet ihr von diesen Testergebnissen? Nutzt ihr selbst FSD oder ähnliche Assistenzsysteme? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
The Dawn Project gegen Tesla
The Dawn Project ist eine Anti-Tesla-Lobby-Gruppe, die seit Jahren vor allem einen "Gegner" kennt: Teslas Quasi-Autonomie- und Assistenzsysteme. Nun legte man erneut nach und zeigte bei Tests, dass die neueste Version von Teslas Full Self-Driving (FSD) 13.2.9 in allen acht Testläufen an einem haltenden Schulbus mit ausgefahrenem Stopp-Schild und blinkenden Warnleuchten vorbeifuhr und dabei einen Kinder-Dummy erfasste.Das System löste während der Testfahrten weder eine Notbremsung aus, noch warnte es den Fahrer vor der Kollision. Besonders besorgniserregend: Das System erkannte zwar den Fußgänger, überfuhr die Test-Puppe aber dennoch und setzte seine Fahrt ungebremst fort.
Jahrelange Warnungen ignoriert
The Dawn Project hatte Tesla bereits im November 2022 durch eine ganzseitige Anzeige in der New York Times vor diesem Problem gewarnt. Das Unternehmen reagierte jedoch nicht darauf. Die Organisation verstärkte deshalb ihre Bemühungen mit einer Super-Bowl-Werbung im Februar 2023, um auf die Sicherheitsrisiken aufmerksam zu machen.The Dawn Project und Tesla Takedown: So gefährlich kann FSD sein
Die Untersuchungen ergaben zudem, dass das System variable Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schulzonen nicht erkennt und die Geschwindigkeit auch dann nicht entsprechend anpasst, wenn Kinder anwesend sind. Das ist problematisch, da in vielen US-Bundesstaaten spezielle und besonders strenge Verkehrsregeln gelten, wenn Schulbusse mit aktivierten Warnleuchten halten.
In den USA ist es grundsätzlich vorgeschrieben, dass Fahrzeuge in beiden Richtungen anhalten müssen, wenn ein Schulbus seine roten Warnleuchten aktiviert und das Stopp-Schild ausfährt. Diese Regel gilt unabhängig von der Straßenart und soll Kinder beim Ein- und Aussteigen schützen.
Diese Probleme sind wohlgemerkt nicht nur Theorie: Ein besonders alarmierender Vorfall ereignete sich 2023, als ein Tesla Model Y in Hollister, North Carolina, den 17-jährigen Tillman Mitchell beim Verlassen eines Schulbusses erfasste. Mitchell erlitt schwere Verletzungen, darunter einen Genickbruch und ein gebrochenes Bein. Die Ermittler vermuteten damals, dass während des Unfalls entweder der Autopilot oder FSD aktiviert war.
FSD erfordert ständige Überwachung
Allerdings ist es wichtig zu betonen (was auch der Hersteller immer wieder macht): Full Self-Driving bedeutet nicht vollständige Autonomie. Tesla bezeichnet das System ausdrücklich als "Full Self-Driving (Supervised)" und weist darauf hin, dass es nur mit einem "vollständig aufmerksamen Fahrer" genutzt werden darf, der die Hände am Lenkrad hat und jederzeit bereit sein muss, die Kontrolle zu übernehmen. Ein aufmerksamer Fahrer hätte in den Testsituationen angehalten, auch wenn FSD das nicht tat. Das "Supervised" hat vor gut einem Jahr das "Beta" in den Klammern ersetzt und soll eben betonen, dass das System nur unter Aufsicht genutzt werden darf."Ungeschnittene" Aufnahmen von den Tests von The Dawn Project
Dazu kommen auch immer wieder Vorwürfe von Tesla-Fans, wonach The Dawn Project in Vergangenheit die Wahrheit zumindest etwas verbogen hat - was die Anti-Tesla-Gruppe dementiert und auch mit der Veröffentlichung der ungeschnittenen Aufnahmen entgegenwirken will.
Was haltet ihr von diesen Testergebnissen? Nutzt ihr selbst FSD oder ähnliche Assistenzsysteme? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Teslas ignoriert in allen Tests haltende Schulbusse
- Testpuppen wurden trotz Erkennung von den Tesla-Fahrzeugen überfahren
- System erkennt weder variable Geschwindigkeitsbegrenzungen noch Schulzonen
- The Dawn Project warnte bereits seit 2022 vor diesen Sicherheitsrisiken
- Ein 17-Jähriger erlitt 2023 schwere Verletzungen durch einen möglichen FSD-Unfall
- Tesla betont, dass FSD nur unter vollständiger Aufsicht genutzt werden darf
- Tesla-Fans werfen The Dawn Project Manipulation der Testergebnisse vor
Siehe auch:
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