Radeon RX 7900 XTX beweist:
Auch 8-Pin-Stecker können schmelzen

Verschmorte Stromstecker an Grafikkarten verbinden viele primär mit Nvidias neuen 12V-2x6-Anschlüssen. Doch auch bewährte 8-Pin-Stecker sind nicht völlig immun. Das zeigt jetzt ein Fall mit schmelzenden Kontakten an einem Thermal Grizzly WireView.
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AwarenessHour9192/Reddit

    Schmelzende 8-Pin-Stecker

    Dass 12V-2x6-Anschlüsse an modernen Grafikkarten immer wieder verschmoren, ist kein Geheimnis mehr. Selbst bei gedrosselter Leistungsaufnahme und unter Verwendung von speziellen Sicherheitssteckern passieren Unfälle. Jetzt hat das Problem allerdings auch die klassischen 8-Pin-Anschlüsse einer AMD Radeon RX 7900 XTX erreicht, die an einem Thermal Grizzly WireView hingen.

    Der Besitzer der Karte klagte über Monate hinweg über eingefrorene Darstellungen und teils komplett schwarze Bildschirme, ohne die genaue Ursache für das Fehlverhalten des Computers zu kennen. Selbst eine professionelle PC-Werkstatt konnte nach mehreren Tests und einer Neuinstallation des Betriebssystems keine Fehler finden. Das eigentliche Problem kam erst ans Licht, als die Grafikkarte ausgebaut werden sollte. Dabei zeigte sich, dass zwei der drei 8-Pin-Stecker an dem zwischengeschalteten Messgerät stark verschmort waren und das Plastikgehäuse teilweise geschmolzen war.


    Diagnose-Tool als Schwachstelle

    Wie der Reddit-Nutzer AwarenessHour9192 berichtet, saßen die Stecker extrem fest im Anschluss der Grafikkarte. Das kleine WireView-Modul dient normalerweise dazu, den genauen Stromverbrauch der GPU direkt an der Platine auszulesen. Das bietet den Vorteil weitaus präziserer Messdaten im Vergleich zu reinen Software-Lösungen.

    Ein klarer Nachteil der genutzten Standard-Version des Hardware-Tools ist jedoch das Fehlen einer automatischen Notabschaltung. Im Gegensatz zur teureren Pro-Variante unterbricht das Basismodell die Stromzufuhr bei Kontaktproblemen nicht. Obwohl die Stecker laut dem Anwender korrekt eingesteckt waren, entstand offensichtlich enorme Hitze. Die Grafikkarte überstand den Vorfall immerhin unbeschadet. Geschmolzener Thermal Grizzly WireviewDie beschädigten Pins am Thermal Grizzly WireView sind deutlich zu erkennen Dabei gilt die Architektur der alten 8-Pin-Stecker eigentlich als äußerst robust. Sie wurden entwickelt, um jeweils bis zu 150 Watt an Leistung sicher zu übertragen. In der Praxis halten die Kontakte sogar deutlich höheren Belastungen stand. Dennoch können Faktoren wie Materialermüdung oder fehlerhafte Verbindungen innerhalb der Kabel zu unerwünschten Widerständen führen.

    Ursachenforschung läuft

    Thermal Grizzly hat schnell auf den Vorfall reagiert und Kontakt zu dem betroffenen Nutzer aufgenommen. Der Hersteller vermutet trotz der Aussagen des Geschädigten, dass eine fehlerhafte Verbindung die Ursache war.

    Zusätzlich meldete sich ein weiterer Nutzer unter dem ursprünglichen Post zu Wort, der exakt das gleiche Problem mit einem baugleichen Modul hatte. Auch bei ihm schmolzen die Kontakte, obwohl die Grafikkarte sogar mit reduzierter Spannung betrieben wurde und weniger als 300 Watt verbrauchte. Das zeigt deutlich, dass auch alte Anschlüsse unter bestimmten Umständen an ihre thermischen Grenzen stoßen.

    Im Vergleich zu den zahlreich dokumentierten Problemen mit 12V-2x6-Steckern ist ein verschmorter 8-Pin-Stecker jedoch kein Grund zu genereller Panik. Dennoch zeigt sich, dass Adapter oder zusätzliche Hardware jeglicher Art das Risiko für einen Steckerbrand erhöhen. Nutzer sollten sich daher gut überlegen, ob sie etwaige Komponenten wirklich benötigen.

    Habt ihr selbst schon Erfahrungen mit verschmorten Kabeln oder Adaptern an eurer Hardware gemacht? Teilt eure Erlebnisse und Meinungen zu dem Thema gerne unten in den Kommentaren mit uns!
    Zusammenfassung
    • Bei einer RX 7900 XTX schmolzen die 8-Pin-Stecker an einem Messgerät
    • Das genutzte Thermal Grizzly WireView bot keine Notabschaltung
    • Der Hersteller vermutet eine fehlerhafte Verbindung als die Ursache
    • Ein weiterer Nutzer meldete das exakt gleiche Problem bei unter 300 Watt
    • Zusätzliche Adapter und Messgeräte erhöhen generell das Brandrisiko

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