Neues Fördermodell in Planung:
E-Autos für alle durch Social Leasing

Wer kann bald deutlich günstiger ein E-Auto fahren? Bis zu 851.000 deutsche Haushalte könnten vom Social-Leasing-Modell profitieren. Nach fran­zö­si­schem Vorbild will die Bundesregierung Menschen mit niedrigem Einkommen vergünstigte Leasingraten ermöglichen.
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Nadine Dressler

E-Mobilität für alle: So funktioniert Social Leasing

Social Leasing ist ein innovatives Programm, das Menschen mit niedrigerem Einkommen den Zugang zu Elektrofahrzeugen erleichtern soll. Inspiriert vom französischen Modell der staatlichen Unterstützung bezüglich Mobilität, plant die Bundesregierung ein Förderprogramm, bei dem staatliche Zuschüsse die Leasingraten für E-Autos reduzieren.

Das berichtet das Online-Magazin Vision Mobility. Besonders berücksichtigt werden bei einem solchen Programm Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen, die beruflich auf ein Fahrzeug angewiesen sind und mindestens 15 Kilometer von ihrer Arbeitsstelle entfernt leben.


Potenzial - und Erfolgsaussichten

Laut einer Analyse des europäischen Verkehrsverbands Transport & Environment könnten bis zu 851.000 deutsche Haushalte von diesem Programm profitieren. In Frankreich, wo das Programm bereits 2024 gestartet ist, nutzen bereits 50.000 Haushalte die Förderung - deutlich mehr als ursprünglich erwartet. Die Unterstützung gilt für Fahrzeuge bis zu einer festgelegten Preisobergrenze, was vor allem europäische Automobilhersteller begünstigt.

Das Social-Leasing-Programm soll über den EU-Klimasozialfonds finanziert werden. Der Start könnte schon 2027 erfolgen, parallel zur Erweiterung des Europäischen Emissionshandels auf den Verkehrssektor. Aktuelle Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit: Der Preisunterschied zwischen Elektroautos und Verbrennern ist zwar von 7.600 Euro auf 5.519 Euro gesunken, bleibt aber eine bedeutende finanzielle Hürde.

In einem Gespräch mit Golem.de hatte die SPD-Verkehrspolitikerin Isabel Cademartori die Ziele des Programms hervorgehoben, die nun auch von der neuen Bundesregierung verfolgt werden.

E-Mobilität muss bezahlbar sein, mit der Einführung eines Social-Leasing-Programmes können wir zielgerichtet Haushalte kleineren und mittleren Einkommens unterstützen und zugleich die Industrie stärken.
SPD-Verkehrspolitikerin Isabel Cademartori
Ziel ist es, gezielt jene zu unterstützen, die sonst vom Umstieg auf E-Mobilität ausgeschlossen wären und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, und zwar ohne eine Kaufprämie, die eher jenen zugutekommt, die sich auch so ein entsprechendes Fahrzeug leisten könnten.

Was haltet ihr von Social Leasing als Weg zur E-Mobilität für alle? Würdet ihr ein solches Angebot nutzen oder seht ihr noch Verbesserungsbedarf am Konzept? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • 851.000 deutsche Haushalte könnten von Social-Leasing profitieren
  • Bundesregierung plant vergünstigte E-Auto-Leasingraten
  • Förderung für Haushalte mit mindestens 15 km Arbeitsweg
  • Finanzierung über EU-Klimasozialfonds, möglicher Start 2027
  • E-Autos noch 5.519 Euro teurer als Verbrenner
  • In Frankreich nutzen 50.000 Haushalte ähnliche Förderung
  • Ziel: bezahlbare E-Mobilität für mittlere und niedrige Einkommen

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