Activision-Übernahme: Microsoft kann Klage von Gamern abwenden

Im Hinblick auf die Übernahme des Spielekonzerns Activision Blizzard beseitigt Microsoft nun auch die letzten Widerstandsnester. Jetzt konnte der Konzern eine Klage aus der Welt schaffen, mit der Gamer ver­such­ten, die Akquisition aufzuhalten.
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Einigung geschafft

Eine Gruppe von Spiele-Nutzern hatte versucht, den Kauf Activision Blizzards durch den Redmonder Konzern für 69 Milliarden Dollar über eine Kartellrechtsklage zu stoppen. Dabei warf man dem Technologieunternehmen vor, durch den Zusammenschluss die Preise für Videospiele zu erhöhen, Spiele exklusiv für Xbox zu veröffentlichen und die Auswahl für Verbraucher einschränken zu können.

Nun teilten beide Parteien dem Gericht mit, dass sie eine Vereinbarung getroffen haben, die Klage fallen zu lassen. Die genauen Bedingungen der Einigung wurden nicht offengelegt, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Beide Seiten tragen laut den Gerichtsunterlagen ihre eigenen Kosten.


Die Klage wurde 2022 von Spielern in Kalifornien eingereicht, kurz nachdem die Federal Trade Commission (FTC) ebenfalls versucht hatte, die Übernahme zu blockieren. Die Spieler argumentierten, dass der Zusammenschluss einen der größten Videospielkonzerne der Welt schaffen würde, was zu höheren Preisen und weniger Auswahl führen könnte. Insbesondere befürchteten sie, dass Microsoft Spiele wie Call of Duty exklusiv für Xbox-Nutzer anbieten könnte.

Jedoch scheiterte schon der Versuch der durchaus recht mächtigen FTC, die Übernahme vorläufig zu stoppen. Eine US-Bundesrichterin entschied, dass Microsofts Kontrolle über Activision den Wettbewerb nicht erheblich beeinträchtigen würde, da die Übernahme zu einem besseren Zugang der Verbraucher zu beliebten Activision-Titeln führen könnte.

Microsoft beschwichtigt

Die Kläger, die das Gericht nach wie vor aufforderten, Microsoft zu zwingen, sich von Activision zu trennen, argumentierten, dass das fusionierte Unternehmen ihnen durch das Streichen von Premium-Spieletiteln und Preiserhöhungen schadet. Sie warfen Microsoft zudem vor, die Konkurrenz zu unterdrücken, unter anderem durch das schnelle Wachstum des Game-Pass-Abonnementdienstes.

Microsoft wies die Vorwürfe der Spieler zurück und bezeichnete die Behauptungen als unbegründet. Die Übernahme wurde nach langwierigen regulatorischen Auseinandersetzungen in verschiedenen Regionen abgeschlossen - auch nachdem man in Redmond diverse Zugeständnisse gemacht hatte, um zu demonstrieren, dass es nicht das Ziel sei, Wettbewerber mit unfairen Mitteln aus dem Markt zu drängen.

Zusammenfassung
  • Microsoft beendet Klage von Gamern gegen Activision-Übernahme
  • Klage gegen 69 Milliarden Dollar schwere Akquisition zurückgezogen
  • Gamer befürchteten höhere Preise und exklusive Spiele für Xbox
  • Gerichtliche Einigung erreicht, Details der Vereinbarung unbekannt
  • Kläger wollten Microsoft zur Trennung von Activision zwingen
  • FTC-Versuch, Übernahme zu stoppen, scheiterte bereits vorher
  • Microsoft argumentiert, Übernahme schade dem Wettbewerb nicht

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