Kidflix: Riesige Aktion gegen pädokriminelle Streaming-Plattform
Eine der größten Plattformen für die Verbreitung von pädokriminellen Inhalten ist zerschlagen worden. Das Streaming-Portal Kidflix wurde im Rahmen einer internationalen Ermittlungsoperation abgeschaltet, gegen viele Kunden laufen Ermittlungsverfahren.
Die Ermittlungen führten zur Identifizierung von fast 1400 Verdächtigen weltweit. Bislang wurden 79 Personen wegen des Austauschs und der Verbreitung von kinderpornografischem Material festgenommen. Einige der Verhafteten sollen nicht nur Videos hochgeladen und konsumiert, sondern auch selbst Kinder missbraucht haben. 39 Kinder konnten aus Missbrauchssituationen befreit werden. Die Ermittlungen dauern an, der oder die eigentlichen Betreiber der Plattform wurden bis jetzt nicht identifiziert.
Kidflix wurde 2021 von einem Cyberkriminellen gegründet und entwickelte sich rasant zu einem der größten Netzwerke dieser Art. Nutzer konnten dort nicht nur Dateien herunterladen, sondern auch Videos direkt streamen. Die Bezahlung erfolgte mittels Kryptowährungen, die in Plattform-eigene Token umgewandelt wurden. Diese Token konnten aber auch durch das Hochladen und Kategorisieren von Missbrauchsmaterial verdient und für das Ansehen von Inhalten verwendet werden. Pro Stunde wurden durchschnittlich 3,5 neue Videos hochgeladen.
Die Exekutivdirektorin von Europol, Catherine De Bolle, betonte die enorme Bedrohung durch die digitale Verbreitung von Missbrauchsmaterial: "Es handelt sich nicht um ein rein technisches oder cyberkriminelles Problem. Hinter jedem Video stehen reale Opfer; also Kinder, die Schutz benötigen." Auch der EU-Kommissar für Inneres, Magnus Brunner, lobte die enge Zusammenarbeit der europäischen Behörden und forderte verstärkte Maßnahmen auf EU-Ebene.
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Ausgeklügeltes kriminelles System
Die Aktion, die von Europol unterstützt und federführend vom Bayerischen Landeskriminalamt (BLKA) sowie der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) geleitet wurde, umfasste Ermittlungen in über 35 Ländern weltweit. Zwischen April 2022 und März 2025 registrierten sich laut den Erkenntnissen insgesamt rund 1,8 Millionen Nutzer auf der Plattform. Am 11. März 2025 beschlagnahmten deutsche und niederländische Behörden die Server, auf denen sich zu diesem Zeitpunkt etwa 72.000 Videos befanden.Die Ermittlungen führten zur Identifizierung von fast 1400 Verdächtigen weltweit. Bislang wurden 79 Personen wegen des Austauschs und der Verbreitung von kinderpornografischem Material festgenommen. Einige der Verhafteten sollen nicht nur Videos hochgeladen und konsumiert, sondern auch selbst Kinder missbraucht haben. 39 Kinder konnten aus Missbrauchssituationen befreit werden. Die Ermittlungen dauern an, der oder die eigentlichen Betreiber der Plattform wurden bis jetzt nicht identifiziert.
Kidflix wurde 2021 von einem Cyberkriminellen gegründet und entwickelte sich rasant zu einem der größten Netzwerke dieser Art. Nutzer konnten dort nicht nur Dateien herunterladen, sondern auch Videos direkt streamen. Die Bezahlung erfolgte mittels Kryptowährungen, die in Plattform-eigene Token umgewandelt wurden. Diese Token konnten aber auch durch das Hochladen und Kategorisieren von Missbrauchsmaterial verdient und für das Ansehen von Inhalten verwendet werden. Pro Stunde wurden durchschnittlich 3,5 neue Videos hochgeladen.
Bisher größte Aktion
Die dagegen gerichtete Operation "Stream" gilt als die bislang größte von Europol koordinierte Ermittlungsmaßnahme gegen sexuelle Gewalt an Kindern. Experten des European Cybercrime Centre (EC3) analysierten tausende Videos und überprüften die Daten, um sie nationalen Ermittlern bereitzustellen. Der Informationsaustausch zwischen den beteiligten Ländern war ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Ermittlungen.Die Exekutivdirektorin von Europol, Catherine De Bolle, betonte die enorme Bedrohung durch die digitale Verbreitung von Missbrauchsmaterial: "Es handelt sich nicht um ein rein technisches oder cyberkriminelles Problem. Hinter jedem Video stehen reale Opfer; also Kinder, die Schutz benötigen." Auch der EU-Kommissar für Inneres, Magnus Brunner, lobte die enge Zusammenarbeit der europäischen Behörden und forderte verstärkte Maßnahmen auf EU-Ebene.
Zusammenfassung
- Internationale Ermittlungsoperation zerschlägt pädokriminelle Plattform
- 1,8 Millionen Nutzer registrierten sich zwischen April 2022 und März 2025
- Fast 1400 Verdächtige identifiziert, 79 Personen bisher festgenommen
- 39 Kinder konnten aus Missbrauchssituationen befreit werden
- Plattform ermöglichte Streaming und Tausch von kinderpornografischem Material
- Bezahlung erfolgte über Kryptowährungen und plattformeigene Token
- Operation 'Stream' gilt als größte Europol-koordinierte Ermittlung dieser Art
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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