Interpol-Aktion gegen Cybercrime endet mit über 1200 Festnahmen
Interpol hat in einer großangelegten internationalen Aktion einen empfindlichen Schlag gegen die Cyberkriminalität geführt. In einer großangelegten Aktion über mehrere Staaten hinweg wurden 1209 Verdächtige festgenommen.
Die Bilanz der Aktion ist beachtlich: Rund 97,4 Millionen Dollar konnten sichergestellt werden, zudem wurden 11.432 kriminelle Online-Infrastrukturen - darunter Server, IP-Adressen und verdächtige Domains - zerschlagen. Die Ermittlungen profitierten dabei stark von enger Kooperation mit privaten Technologieunternehmen, die wichtige Daten und Analysen beisteuerten.
Besonders spektakuläre Ergebnisse erzielte die Polizei in Angola. Dort wurden 25 illegale Kryptowährungs-Miner entdeckt, die von 60 chinesischen Staatsbürgern betrieben wurden. Sie hatten im Geheimen unrechtmäßig Strom aus 45 Kraftwerken abgezweigt, um Transaktionen in Blockchains zu validieren. Neben der Verhaftung der Beteiligten beschlagnahmten die Behörden IT-Ausrüstung und Energieanlagen im Wert von mehr als 37 Millionen Dollar. Die Regierung kündigte an, die eingezogenen Ressourcen künftig zur Stabilisierung der Stromversorgung in besonders bedürftigen Regionen einzusetzen.
In Sambia zerschlug die Polizei außerdem ein umfangreiches Online-Investmentprogramm, das mindestens 65.000 Menschen weltweit geschädigt haben soll. Die Opfer wurden über aggressive Werbung dazu gebracht, in vermeintlich lukrative Kryptowährungsprojekte zu investieren. Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 300 Millionen Dollar. 15 Verdächtige wurden festgenommen, zahlreiche Domains, Bankkonten und Mobilfunknummern beschlagnahmt. Zudem entdeckten die Behörden ein weiteres Betrugszentrum, das mit gefälschten Pässen arbeitete und mutmaßlich in Menschenhandel verwickelt war.
Interpol-Generalsekretär Valdecy Urquiza betonte, dass jede Operation die internationale Zusammenarbeit vertieft und die Fähigkeiten der Ermittler erweitert. Flankiert wurde die Aktion von Trainingsprogrammen zu Krypto-Ermittlungen, Ransomware-Analysen und Open-Source-Recherche. Zudem setzt Interpol verstärkt auf Prävention: Gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk InterCOP sollen künftige Straftaten frühzeitig erkannt und vereitelt werden.
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Schwerpunkt auf Afrika
Zwischen Juni und August dieses Jahres wurden Ermittler aus 18 afrikanischen Staaten sowie in Großbritannien unter der Koordination von Interpol aktiv. Die unter dem Codenamen "Operation Serengeti 2.0" durchgeführte Maßnahme richtete sich gegen besonders folgenschwere Delikte wie Ransomware-Angriffe, Online-Betrug und das sogenannte Business Email Compromise (BEC). Laut Interpols jüngstem Bericht zu Cyberbedrohungen in Afrika gehören diese Straftaten zu den größten Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft.Die Bilanz der Aktion ist beachtlich: Rund 97,4 Millionen Dollar konnten sichergestellt werden, zudem wurden 11.432 kriminelle Online-Infrastrukturen - darunter Server, IP-Adressen und verdächtige Domains - zerschlagen. Die Ermittlungen profitierten dabei stark von enger Kooperation mit privaten Technologieunternehmen, die wichtige Daten und Analysen beisteuerten.
Besonders spektakuläre Ergebnisse erzielte die Polizei in Angola. Dort wurden 25 illegale Kryptowährungs-Miner entdeckt, die von 60 chinesischen Staatsbürgern betrieben wurden. Sie hatten im Geheimen unrechtmäßig Strom aus 45 Kraftwerken abgezweigt, um Transaktionen in Blockchains zu validieren. Neben der Verhaftung der Beteiligten beschlagnahmten die Behörden IT-Ausrüstung und Energieanlagen im Wert von mehr als 37 Millionen Dollar. Die Regierung kündigte an, die eingezogenen Ressourcen künftig zur Stabilisierung der Stromversorgung in besonders bedürftigen Regionen einzusetzen.
In Sambia zerschlug die Polizei außerdem ein umfangreiches Online-Investmentprogramm, das mindestens 65.000 Menschen weltweit geschädigt haben soll. Die Opfer wurden über aggressive Werbung dazu gebracht, in vermeintlich lukrative Kryptowährungsprojekte zu investieren. Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 300 Millionen Dollar. 15 Verdächtige wurden festgenommen, zahlreiche Domains, Bankkonten und Mobilfunknummern beschlagnahmt. Zudem entdeckten die Behörden ein weiteres Betrugszentrum, das mit gefälschten Pässen arbeitete und mutmaßlich in Menschenhandel verwickelt war.
Klassiker bleiben
Auch klassische Maschen sind weiterhin im Einsatz: An der Elfenbeinküste nahmen Ermittler den Drahtzieher eines internationalen Erbschaftsbetrugs fest, der aus Deutschland heraus organisiert war. Mit in Aussicht gestellten angeblichen Nachlasszahlungen wurden Opfer um insgesamt 1,6 Millionen Dollar gebracht. Die Polizei stellte Schmuck, Fahrzeuge, Bargeld und weitere Vermögenswerte sicher.Interpol-Generalsekretär Valdecy Urquiza betonte, dass jede Operation die internationale Zusammenarbeit vertieft und die Fähigkeiten der Ermittler erweitert. Flankiert wurde die Aktion von Trainingsprogrammen zu Krypto-Ermittlungen, Ransomware-Analysen und Open-Source-Recherche. Zudem setzt Interpol verstärkt auf Prävention: Gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk InterCOP sollen künftige Straftaten frühzeitig erkannt und vereitelt werden.
Zusammenfassung
- Interpol-Operation 'Serengeti 2.0' führte zur Festnahme von 1209 Verdächtigen
- Ermittler aus 18 afrikanischen Staaten und Großbritannien waren beteiligt
- Sicherstellung von 97,4 Millionen Dollar und Zerschlagung tausender Netzwerke
- In Angola wurden 25 illegale Kryptowährungs-Miner mit 60 Betreibern entdeckt
- Sambische Behörden zerschlugen Betrugsmasche mit 65000 Geschädigten weltweit
- An der Elfenbeinküste wurde ein internationaler Erbschaftsbetrug aufgedeckt
- Interpol setzt verstärkt auf Prävention und internationale Zusammenarbeit
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