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Südkorea schafft, woran andere scheitern:
Next-Gen-Gaskraftwerk läuft
Ein Team aus Südkorea hat eine neue Technologie getestet, die CO₂ in Gaskraftwerken bereits während der Verbrennung isoliert. Das 3-Megawatt-Pilotkraftwerk nutzt ein Verfahren namens Chemical Looping Combustion (CLC) und schafft eine Weltpremiere.
Die Korea Institute of Energy Research (KIER) hat zusammen mit dem KEPCO Research Institute ein 3-Megawatt-Demonstrationskraftwerk gebaut und über 300 Stunden getestet. Dabei erreichte die Technologie eine CO₂-Abscheidung von 96 Prozent, mehr als bisherige Versuche weltweit. Andere Projekte, etwa aus der EU, China und den USA, haben das Verfahren bereits untersucht, konnten jedoch keinen Dampf für die Stromproduktion erzeugen.
Ein großes Problem bei der Skalierung dieser Technologie sind Wärmeverluste: Kleine Anlagen arbeiten zwar effizient, geben aber zu viel Wärme an die Umgebung ab, sodass kein Dampf für Turbinen entsteht. Größere Anlagen haben zwar ausreichend Energie für die Dampferzeugung, verlieren aber oft an Effizienz. Das Team in Südkorea hat dieses Dilemma gelöst, indem es die Wärmeisolierung optimierte und speziell entwickelte Sauerstoffträger einsetzte, die den Verbrennungsprozess stabil halten. So konnte erstmals eine großtechnische Anlage mit Chemical Looping Combustion erfolgreich Dampf für die Stromerzeugung produzieren.
Versuchsanlage des KIER
Fakten zur Pilotanlage:
Siehe auch:
- Südkoreanisches Team testet erfolgreich 3-MW-CLC-Gaskraftwerk
- Chemical Looping Combustion ermöglicht 96-prozentige CO₂-Abscheidung
- Erstmalige Dampfproduktion zur Stromerzeugung mit CLC-Technologie
- Optimierte Wärmeisolierung und spezielle Sauerstoffträger eingesetzt
- 300 Stunden kontinuierlicher Betrieb der weltgrößten CLC-Anlage
- Ziel: Kommerzialisierung und Skalierung der neuen Technologie
Energiewende-Coup: Südkorea zähmt Gaskraftwerke
Bei der herkömmlichen Verstromung von Erdgas entstehen CO₂, Wasserdampf und Stickoxide. Normalerweise muss das CO₂ nachträglich aus den Abgasen gefiltert werden, was teuer und energieaufwendig ist. CLC setzt stattdessen spezielle Partikel ein, die Sauerstoff binden und beim Verbrennen freisetzen. Dadurch reagiert das Gas nur mit reinem Sauerstoff. Stickoxide entfallen, und das CO₂ lässt sich direkt auffangen.Die Korea Institute of Energy Research (KIER) hat zusammen mit dem KEPCO Research Institute ein 3-Megawatt-Demonstrationskraftwerk gebaut und über 300 Stunden getestet. Dabei erreichte die Technologie eine CO₂-Abscheidung von 96 Prozent, mehr als bisherige Versuche weltweit. Andere Projekte, etwa aus der EU, China und den USA, haben das Verfahren bereits untersucht, konnten jedoch keinen Dampf für die Stromproduktion erzeugen.
Ein großes Problem bei der Skalierung dieser Technologie sind Wärmeverluste: Kleine Anlagen arbeiten zwar effizient, geben aber zu viel Wärme an die Umgebung ab, sodass kein Dampf für Turbinen entsteht. Größere Anlagen haben zwar ausreichend Energie für die Dampferzeugung, verlieren aber oft an Effizienz. Das Team in Südkorea hat dieses Dilemma gelöst, indem es die Wärmeisolierung optimierte und speziell entwickelte Sauerstoffträger einsetzte, die den Verbrennungsprozess stabil halten. So konnte erstmals eine großtechnische Anlage mit Chemical Looping Combustion erfolgreich Dampf für die Stromerzeugung produzieren.
Versuchsanlage des KIER
Fakten zur Pilotanlage:
- Technologie: Chemical Looping Combustion (CLC)
- Leistung: 3 MW (größte ihrer Art weltweit)
- CO₂-Abscheidungsrate: Über 96 Prozent (besser als der bisherige Weltrekord von 94 Prozent)
- Betriebsdauer: 300 Stunden kontinuierlicher Betrieb
- Erstmals erreicht: Dampfproduktion zur Stromerzeugung mit CLC-Technologie
- Jahr der Inbetriebnahme: 2023
- Ziel: Kommerzialisierung und Skalierung der Technologie
- Senkung der Abscheidungskosten 30 Prozent geringer im Vergleich zu traditionellen Methoden
- Beteiligte Institutionen: KEPCO Research Institute, Korea Institute of Energy Research (KIER) und andere Partner
Jetzt kommerzialisieren
Die Vorteile der neuen Technologie liegen laut den Forschern auf der Hand und haben weltweit Relevanz. Durch CLC können die Abscheidungskosten um 30 Prozent gesenkt werden, was die Betriebskosten des Kraftwerks deutlich verringert. Gleichzeitig steigt die Gesamtenergieeffizienz um 4 Prozent. Klappt die Kommerzialisierung, kommen durch diese Technologie also bessere Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zusammen.Siehe auch:
- Briten wollen Massenproduktion schwimmender Atomkraftwerke starten
- CFS will erstes kommerzielles Fusionskraftwerk binnen 10 Jahren bauen
- Alien-Kraftwerk auf der Spur? Forscher wittern neue Technosignatur
- Boom hält an: Zahl der Balkonkraftwerke hat sich 2024 verdoppelt
- Microsoft reaktiviert berüchtigtes Atomkraftwerk für KI-Energiebedarf
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