CFS will erstes kommerzielles Fusionskraftwerk binnen 10 Jahren bauen
Sollte es nun doch schneller gehen als gedacht? Ein US-Unternehmen hat sich jetzt zum Ziel gesetzt, bald das weltweit erste Fusions-Kraftwerk zu bauen und mit ihm Strom ins Netz einzuspeisen. Das wäre tatsächlich ein enormer Durchbruch.
"Dies wird das erste Mal sein, dass Fusionsenergie weltweit in Netzgröße verfügbar gemacht wird", sagte CFS-Chef Bob Mumgaard. Auch Virginias Gouverneur Glenn Youngkin zeigte sich begeistert und nannte das Vorhaben einen "historischen Moment für Virginia und die Welt".
Die technische Umsetzung der vielversprechenden Energiequelle Kernfusion ist äußerst anspruchsvoll. Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler, die Fusion von einem Forschungsprojekt zur kommerziellen Anwendung zu bringen. Dabei wird oft scherzhaft gesagt, dass die Kernfusion stets "noch Jahrzehnte entfernt" sei.
CFS, das 2018 aus dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) ausgegründet wurde, sieht sich dennoch auf einem guten Weg. Das Unternehmen hat bereits über zwei Milliarden Dollar für die Finanzierung gesammelt und arbeitet an einem Tokamak, einer ringförmigen Maschine, die Netto-Fusionsenergie erzeugen soll. Bis 2026 will CFS den ersten Plasmafluss erzeugen und bald darauf überschüssige Energieleistung erzielen.
Die skeptischen Stimmen innerhalb der Wissenschaft bleiben jedoch präsent. Experten warnen, dass der Schritt von experimenteller Energiegewinnung zur sicheren, lizenzierten Stromproduktion nicht zu unterschätzen sei. Warum ausgerechnet CFS nun so zuversichtlich ist, etwas zu schaffen, was zahlreiche Forschungsprojekte bisher nicht hinbekamen, wird nicht öffentlich besprochen. Es wäre auf jeden Fall sinnvoll, nicht in zu große Euphorie zu verfallen, denn bevor das Unternehmen keine echten Erfolge vorweisen kann, muss es im Verdacht stehen, schlicht ein gutes Marketing zu betreiben.
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Anspruchsvolles Projekt
Im US-Bundesstaat Virginia soll bis Anfang der 2030er Jahre eine kommerziell nutzbare Kernfusionsanlage entstehen. Dies gab das Startup Commonwealth Fusion Systems (CFS) laut eines Berichts von CNN bekannt. Das Unternehmen plant eine milliardenschwere Investition, um die bahnbrechende Technologie in der Nähe von Richmond umzusetzen. Die Anlage soll 400 Megawatt Leistung erzeugen und damit etwa 150.000 Haushalte mit Strom versorgen können."Dies wird das erste Mal sein, dass Fusionsenergie weltweit in Netzgröße verfügbar gemacht wird", sagte CFS-Chef Bob Mumgaard. Auch Virginias Gouverneur Glenn Youngkin zeigte sich begeistert und nannte das Vorhaben einen "historischen Moment für Virginia und die Welt".
Die technische Umsetzung der vielversprechenden Energiequelle Kernfusion ist äußerst anspruchsvoll. Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler, die Fusion von einem Forschungsprojekt zur kommerziellen Anwendung zu bringen. Dabei wird oft scherzhaft gesagt, dass die Kernfusion stets "noch Jahrzehnte entfernt" sei.
CFS, das 2018 aus dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) ausgegründet wurde, sieht sich dennoch auf einem guten Weg. Das Unternehmen hat bereits über zwei Milliarden Dollar für die Finanzierung gesammelt und arbeitet an einem Tokamak, einer ringförmigen Maschine, die Netto-Fusionsenergie erzeugen soll. Bis 2026 will CFS den ersten Plasmafluss erzeugen und bald darauf überschüssige Energieleistung erzielen.
Alles andere als sicher
Die Anlage in Virginia soll laut Mumgaard nur der Anfang sein: "In den frühen 2030er Jahren wird die Region Richmond als Geburtsort der kommerziellen Fusionsenergie im Rampenlicht stehen." CFS plant, in Zukunft Tausende solcher Anlagen weltweit zu errichten.Die skeptischen Stimmen innerhalb der Wissenschaft bleiben jedoch präsent. Experten warnen, dass der Schritt von experimenteller Energiegewinnung zur sicheren, lizenzierten Stromproduktion nicht zu unterschätzen sei. Warum ausgerechnet CFS nun so zuversichtlich ist, etwas zu schaffen, was zahlreiche Forschungsprojekte bisher nicht hinbekamen, wird nicht öffentlich besprochen. Es wäre auf jeden Fall sinnvoll, nicht in zu große Euphorie zu verfallen, denn bevor das Unternehmen keine echten Erfolge vorweisen kann, muss es im Verdacht stehen, schlicht ein gutes Marketing zu betreiben.
Zusammenfassung
- US-Unternehmen CFS plant ersten kommerziellen Fusionsreaktor bis 2030 in Virginia
- Anlage soll 400 Megawatt Leistung erzeugen und 150.000 Haushalte versorgen können
- Das aus dem MIT ausgegründete Startup sammelte bereits zwei Milliarden Dollar ein
- Bis 2026 will CFS ersten Plasmafluss und überschüssige Energieleistung erreichen
- Experten bleiben skeptisch gegenüber der schnellen kommerziellen Umsetzung
- Richmond soll laut CFS zum Geburtsort der kommerziellen Fusionsenergie werden
- Kritiker vermuten hinter den ambitionierten Plänen zunächst geschicktes Marketing
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