Alien-Kraftwerk auf der Spur? Forscher wittern neue Technosignatur
Neuer Ansatz in der Suche nach außerirdischem Leben: Wissenschaftler wollen Atmosphäre von Planeten nach Spuren massiver Energienutzung durchforsten. Ihr Fokus: ein verräterisch niedriger Anteil an schwerem Wasserstoff als mögliches Zeichen fortschrittlicher Technologie.
Bei der Fusion wird das Deuterium in Helium umgewandelt, welches wegen seiner geringen Masse in den Weltraum entweicht, während der normale Wasserstoffanteil weitgehend unverändert bleibt. Über lange Zeiträume führt dieser selektive Verbrauch von Deuterium zu einer messbaren Abnahme des D/H-Verhältnisses sowohl in den Ozeanen als auch in der Atmosphäre.
Die Forscher berechneten, dass bei einer Energienutzung von 1.000 Terawatt - dem Zehnfachen des für die Menschheit im Jahr 2100 prognostizierten Verbrauchs - das D/H-Verhältnis in einem erdähnlichen Ozean innerhalb von etwa 170 Millionen Jahren auf den Wert des interstellaren Mediums sinken würde. Bei kleineren Ozeanen könnte dieser Prozess sogar nur 1 bis 10 Millionen Jahre dauern.
Wie Catling in der Preprint-Studie, die im Astrophysical Journal erscheinen wird, erklärt: "Wenn das D/H-Verhältnis im Wasser eines Exoplaneten deutlich unter den Werten des interstellaren Mediums läge, wäre das seltsam und anomal." Die Forscher schlagen vor, spezifische Wellenlängen im Infrarot- und Nahinfrarotbereich zu untersuchen, um HDO und H2O in Exoplaneten-Atmosphären zu detektieren.
Zukünftige Weltraummissionen wie das Habitable Worlds Observatory der NASA und das europäische Large Interferometer For Exoplanets (LIFE) könnten möglicherweise D/H-Verhältnisse auf Exoplaneten messen. Catling betont: "Was wir bisher sagen können, ist, dass die Suche nach D/H mit LIFE für Exoplaneten mit viel atmosphärischem Wasserdampf in einem Spektralbereich um 8 Mikrometer Wellenlänge machbar erscheint." Diese spezifische Wellenlängenregion ist besonders vielversprechend für die Detektion von Wasserdampf und könnte präzise Messungen des D/H-Verhältnisses ermöglichen.
Siehe auch:
Deuterium-Schwund: Verrät es Außerirdische?
Ein internationales Team unter der Leitung von David C. Catling von der Universität von Washington hat einen spannenden Ansatz zur Detektion hoch entwickelter, extraterrestrischer Zivilisationen entwickelt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass fortschrittliche Aliens Kernfusion als Energiequelle nutzen könnten, insbesondere die Deuterium-Fusion. Diese würde das Verhältnis von Deuterium zu Wasserstoff (D/H) in der Planetenatmosphäre signifikant verringern, da für die Fusion Deuterium kontinuierlich aus den Ozeanen des Planeten extrahiert und verbraucht wird.Bei der Fusion wird das Deuterium in Helium umgewandelt, welches wegen seiner geringen Masse in den Weltraum entweicht, während der normale Wasserstoffanteil weitgehend unverändert bleibt. Über lange Zeiträume führt dieser selektive Verbrauch von Deuterium zu einer messbaren Abnahme des D/H-Verhältnisses sowohl in den Ozeanen als auch in der Atmosphäre.
Die Forscher berechneten, dass bei einer Energienutzung von 1.000 Terawatt - dem Zehnfachen des für die Menschheit im Jahr 2100 prognostizierten Verbrauchs - das D/H-Verhältnis in einem erdähnlichen Ozean innerhalb von etwa 170 Millionen Jahren auf den Wert des interstellaren Mediums sinken würde. Bei kleineren Ozeanen könnte dieser Prozess sogar nur 1 bis 10 Millionen Jahre dauern.
Wie Catling in der Preprint-Studie, die im Astrophysical Journal erscheinen wird, erklärt: "Wenn das D/H-Verhältnis im Wasser eines Exoplaneten deutlich unter den Werten des interstellaren Mediums läge, wäre das seltsam und anomal." Die Forscher schlagen vor, spezifische Wellenlängen im Infrarot- und Nahinfrarotbereich zu untersuchen, um HDO und H2O in Exoplaneten-Atmosphären zu detektieren.
Zukünftige Weltraummissionen wie das Habitable Worlds Observatory der NASA und das europäische Large Interferometer For Exoplanets (LIFE) könnten möglicherweise D/H-Verhältnisse auf Exoplaneten messen. Catling betont: "Was wir bisher sagen können, ist, dass die Suche nach D/H mit LIFE für Exoplaneten mit viel atmosphärischem Wasserdampf in einem Spektralbereich um 8 Mikrometer Wellenlänge machbar erscheint." Diese spezifische Wellenlängenregion ist besonders vielversprechend für die Detektion von Wasserdampf und könnte präzise Messungen des D/H-Verhältnisses ermöglichen.
Langlebig
Die Stärke dieser Methode liegt außerdem in ihrer Langlebigkeit: Selbst wenn eine hoch entwickelte Zivilisation längst verschwunden oder ausgestorben wäre, könnte ihr "Fußabdruck" in Form eines veränderten D/H-Verhältnisses noch nachweisbar sein. Für SETI-Forscher eröffnet dieser Ansatz spannende, neue Möglichkeiten. Statt nach aktiven Signalen zu suchen, könnten sie quasi die "kosmischen Überreste" vergangener außerirdischer Technologien aufspüren. Das erweitert nicht nur unser Suchspektrum, sondern erhöht auch die Chancen, Spuren intelligenten Lebens im All zu entdecken.
Zusammenfassung
- Neue Methode zur Suche nach außerirdischen Zivilisationen vorgeschlagen
- Analyse des Deuterium-Wasserstoff-Verhältnisses in Exoplaneten-Atmosphären
- Fortschrittliche Aliens könnten Deuterium-Fusion als Energiequelle nutzen
- Deuterium-Verbrauch würde D/H-Verhältnis in den Ozeanen und der Atmosphäre senken
- Berechnung: 1.000 TW Energienutzung verändert D/H-Verhältnis in 170 Mio. Jahren
- Zukünftige Weltraummissionen könnten D/H-Verhältnisse auf Exoplaneten messen
- Methode ermöglicht Entdeckung von Spuren vergangener außerirdischer Technologie
Siehe auch:
- SETI-Forscher durchmustern Zwilling unseres Sonnensystems nach Funk
- SETI: Erste Suche nach außerirdischer Technologie in anderen Galaxien
- Vorwurf: Zubehörhersteller Casetify klaut bei JerryRigEverything
- Aliens abhören: SETI-Forscher bekommen neue, starke Datenquelle
- SETI-Forscher schließen Großprojekt ab: Da draußen ist nur Stille
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