Gespaltene Gamer: Deutlicher Generationenunterschied bei Vorlieben
Eine Studie hat einen klaren Zusammenhang zwischen dem Alter von Spielern und ihrer Vorliebe für Singleplayer-Spiele gefunden. Den Ergebnissen zufolge gibt es einen deutlichen Generationenunterschied. Jüngere und ältere Spieler bevorzugen verschiedene Erlebnisse.
Aufgrund der vielseitigen Spielerschaft gibt es folglich auch unterschiedliche Interessen und Vorlieben. Wie eine neue Befragung jetzt herausgefunden hat, spielt das Alter eine entscheidende Rolle, wenn es um die Frage "Singleplayer oder lieber Multiplayer?" geht.
Midia Research begründet die Ergebnisse damit, dass ältere Spieler eher die "Einsamkeit" eines Solo-Titels bevorzugen und mehr Wert auf eine gut erzählte Geschichte legen. Junge Spieler würden hingegen eher vom Nervenkitzel eines kompetitiven Multiplayer-Formats angezogen. Zudem seien sie es eher gewohnt, sich mit Freunden oder Fremden online zu treffen und sozial zu interagieren.
Schon jetzt setzen etliche Entwickler eher auf Live-Service Multiplayer-Spiele, als auf Einzelspieler-Titel. Denn dort lässt sich mit Inhalts-Updates, Seasons und In-Game-Shops potenziell mehr Geld verdienen. Der Markt ist mittlerweile jedoch gesättigt und das Risiko eines Misserfolgs groß. Das zeigte sich zuletzt erst bei Sonys Fiasko mit Concord.
Was meint ihr? Sterben Liebhaber von Singleplayer-Spielen langsam aus? Oder werden die jungen Gamer, die sich heute in Multiplayer-Titeln tummeln, im Alter ein gesteigertes Interesse an Einzelspieler-Erlebnissen entwickeln?
Siehe auch:
Diverse Spielerschaft, diverse Interessen
Gamer sind schon lange keine so homogene Masse mehr wie noch etwa Anfang der 90er oder 2000er Jahre. Mittlerweile sind Videospiele in allen Gesellschaftsschichten angekommen. Es sind nicht mehr nur 'pubertierende Männer', die sich für Mario, Kratos oder Master Chief interessieren.Aufgrund der vielseitigen Spielerschaft gibt es folglich auch unterschiedliche Interessen und Vorlieben. Wie eine neue Befragung jetzt herausgefunden hat, spielt das Alter eine entscheidende Rolle, wenn es um die Frage "Singleplayer oder lieber Multiplayer?" geht.
Studie fragt Gamer nach Präferenzen
Für die großangelegte Studie von Midia Research wurden insgesamt 9000 Spieler aus verschiedenen Ländern wie den USA, Großbritannien, Südkorea und auch Deutschland befragt. Unter anderem wurde Gamern die Frage gestellt, ob sie lieber Singleplayer-Spiele oder Multiplayer-Spiele spielen. In den Antworten zeigt sich ein eindeutiger Trend.Ältere spielen lieber allein
Denn je älter die Leute werden, desto eher präferieren sie Singleplayer-Erlebnisse. Während Spieler im Alter zwischen 16 und 19 Jahren nur zu etwa 30 Prozent Singleplayer-Titel bevorzugen, sind es bei den 35- bis 45-Jährigen schon ca. 50 Prozent. Von den Spielern jenseits eines Alters von 55 Jahren spielen ganze 75 Prozent lieber alleine. Insgesamt sind 53 Prozent der Befragten lieber ohne Begleitung unterwegs.
Midia Research begründet die Ergebnisse damit, dass ältere Spieler eher die "Einsamkeit" eines Solo-Titels bevorzugen und mehr Wert auf eine gut erzählte Geschichte legen. Junge Spieler würden hingegen eher vom Nervenkitzel eines kompetitiven Multiplayer-Formats angezogen. Zudem seien sie es eher gewohnt, sich mit Freunden oder Fremden online zu treffen und sozial zu interagieren.
Bald keine Einzelspieler mehr?
Interessant wäre es zu sehen, ob sich die Präferenz der jungen Spieler von heute mit zunehmendem Alter hin zu Singleplayer-Erlebnissen verschiebt. Dann hätte die entsprechende Vorliebe tatsächlich etwas mit dem Alter zu tun. Es könnte jedoch auch sein, dass Fans von Einzelspieler-Titeln langsam aussterben. So wäre es möglich, dass nachrückende Gamer, die mit Multiplayer-Spielen aufgewachsen sind, generell lieber mit ihren Freunden spielen und das auch im Alter so bleibt.Schon jetzt setzen etliche Entwickler eher auf Live-Service Multiplayer-Spiele, als auf Einzelspieler-Titel. Denn dort lässt sich mit Inhalts-Updates, Seasons und In-Game-Shops potenziell mehr Geld verdienen. Der Markt ist mittlerweile jedoch gesättigt und das Risiko eines Misserfolgs groß. Das zeigte sich zuletzt erst bei Sonys Fiasko mit Concord.
Was meint ihr? Sterben Liebhaber von Singleplayer-Spielen langsam aus? Oder werden die jungen Gamer, die sich heute in Multiplayer-Titeln tummeln, im Alter ein gesteigertes Interesse an Einzelspieler-Erlebnissen entwickeln?
Zusammenfassung
- Studie von Midia Research befragte 9000 Gamer weltweit
- Generationenunterschied bei Spielpräferenzen deutlich erkennbar
- Jüngere Spieler bevorzugen Multiplayer, ältere eher Singleplayer
- Ab 55 Jahren bevorzugen nur 25% der Spieler Multiplayer
- Junge Spieler suchen den Nervenkitzel kompetitiver Spiele
- Ältere Spieler schätzen gut erzählte Geschichten in Spielen
- Markt für Multiplayer-Spiele wächst, trotz Risiken
Siehe auch:
- Xbox Game Pass: Die neuen Spiele für den Oktober
- PlayStation 5: Sony zwingt Spielern mit UI-Update Werbeanzeigen auf
- PS5 vs PS5 Pro: Erste Vergleichsbilder aus Spielen zeigen Unterschiede
- The Day Before: Entwickler versucht wohl ähnliche Masche bei 2. Spiel
- Nächster Aufreger: Sony verdoppelt leise Preis für ein 7 Jahre altes Spiel
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