Concord-Fiasko: Sony stellt Hero-Shooter nach nur 14 Tagen ein

Sony zieht die Reißleine bei seinem neuen Hero-Shooter Concord. Nach nur zwei Wochen wird das Spiel eingestellt. Was bedeutet das für Käufer und wie geht es weiter? Ein Blick auf den überraschenden Flop und mögliche Zukunftsperspektiven für Sonys Multiplayer-Ambitionen.
Game, Videospiel, Concord, Hero-Shooter
Sony

Überraschendes Aus für Sonys Multiplayer-Hoffnung

Sony Interactive Entertainment hat eine drastische Entscheidung getroffen: Der erst am 23. August 2024 veröffentlichte Hero-Shooter Concord wird eingestellt. Nach nur zwei Wochen auf dem Markt werden die Server am 6. September abgeschaltet. Ein ungewöhnlicher Schritt, der die Gaming-Branche überrascht.

Concord, entwickelt von den Firewalk Studios, sollte Sonys Antwort auf erfolgreiche Multiplayer-Shooter wie Overwatch 2 oder Valorant sein. Doch das Spiel konnte sich nicht durchsetzen. Schätzungen zufolge wurden weniger als 25.000 Einheiten verkauft. Auf Steam erreichte Concord einen Spitzenwert von lediglich 697 gleichzeitigen Spielern.


Rückerstattung für alle Käufer

Sony reagiert auf den Misserfolg mit einer Vollbremsung. Der Verkauf wurde umgehend eingestellt. Alle Käufer, ob auf PlayStation 5 oder PC, erhalten eine volle Rückerstattung des Kaufpreises von 40 Euro. Je nach Plattform und Zahlungsmethode kann dieser Prozess zwischen wenigen Tagen und bis zu 60 Tagen dauern.

Gründe für das Scheitern

Concord hatte mit mehreren Herausforderungen zu kämpfen:

  1. Starke Konkurrenz: Der Markt für Hero-Shooter ist hart umkämpft und von kostenlosen Alternativen dominiert.
  2. Fehlende Alleinstellungsmerkmale: Das Gameplay wurde als generisch wahrgenommen.
  3. Preismodell: Mit 40 Euro Kaufpreis konnte Concord nicht gegen Free-to-Play-Titel bestehen.
  4. Mangelnde Spielerbasis: Für einen Multiplayer-Shooter sind tausende aktive Spieler essenziell.

Zukunft ungewiss - Free-to-Play als Option?

Ryan Ellis, Game Director bei Firewalk, deutet an, dass das Team Optionen für die Zukunft des Spiels prüft. Eine Umstellung auf ein Free-to-Play-Modell wird spekuliert. Sony könnte versuchen, die achtjährige Entwicklungszeit nicht komplett abzuschreiben.

Eine so schnelle Einstellung eines Spiels mit voller Rückerstattung kommt selten vor, besonders bei einem First-Party-Titel eines Konsolenherstellers. Der bekannteste vergleichbare Fall war Cyberpunk 2077, das aufgrund technischer Mängel für etwa sechs Monate aus dem PlayStation Store entfernt wurde. Das Action-Rollenspiel von CD Projekt Red konnte sich allerdings später rehabilitieren.


Lehren für die Zukunft

Sonys Erfahrung mit Concord könnte weitreichende Folgen für die Strategie des Unternehmens im Multiplayer-Segment haben. Es zeigt die Herausforderungen, die selbst große Unternehmen beim Eintritt in etablierte Märkte haben können. Für zukünftige Projekte wird Sony wahrscheinlich stärker auf Marktforschung und Beta-Tests setzen, um ähnliche Fehlschläge zu vermeiden.

Was haltet ihr von Sonys Entscheidung, Concord einzustellen? Hättet ihr dem Spiel mehr Zeit gegeben oder seht ihr es als richtigen Schritt? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Sony stellt den Hero-Shooter Concord nach nur zwei Wochen ein
  • Verkaufsstopp und vollständige Rückerstattung für Käufer
  • Concord erreichte auf Steam nur 697 gleichzeitige Spieler
  • Spiel hatte mit starker Konkurrenz und hohem Preis zu kämpfen
  • Mögliche Umstellung auf Free-to-Play-Modell wird erwogen
  • Vergleich mit Cyberpunk 2077, das später rehabilitiert wurde
  • Sonys Multiplayer-Strategie könnte durch Concord beeinflusst werden

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