Europaweite Abzocke: QR-Code-Betrug an Ladesäulen weitverbreitet
Die Masche ist so dreist wie einfach, in ganz Europa werden seit Monaten Betrugsfälle registriert: Kriminelle platzieren an Ladesäulen verschiedener Anbieter QR-Codes, die auf gefälschte Seiten leiten. So will man Kreditkartendaten erbeuten.
"Vor allem frisch gebackene, mit öffentlichen Ladesäulen bisher nicht so vertraute E-Autofahrer sind gefährdet", zitiert Auto, Motor und Sport den IT-Sicherheitsexperte Eddy Willems. Demnach sind aktuell Fälle aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland bekannt. Willems schließt aber nicht aus, dass das Quishing mittlerweile ein weltweites Problem ist.
Der Schutz vor dieser Art des Betruges ist auf mehrere Arten möglich. Fast alle Anbieter verweisen auf ihre Apps, die gefälschte QR-Codes zuverlässig erkennen sollen. Bei vielen Anbietern ist zumindest an deutschen Autobahnen auch das direkte Bezahlen per Kreditkarte möglich. Außerdem könnten auch die Anbieter hier eine Lösung herbeiführen, die immer funktioniert, solange nicht die Software der Ladesäulen selbst gehackt wurde: QR-Codes könnten einfach auf den Displays angezeigt werden.
Und dann gibt es da noch eine rein mechanische Sicherheitsmaßnahme, die an das Überprüfen der Tastenfelder bei Automaten erinnert. Mit dem Nagel lassen sich falsche QR-Aufkleber gewöhnlich schnell lösen. Zu guter Letzt gilt bei QR-Code immer: Die Links der Seiten, auf denen sensible Daten eingegeben werden müssen, sollten immer überprüft werden.
Siehe auch:
Betrugsmasche mit gefälschten QR-Codes
Schon im Mai dieses Jahres hatte der belgische Sender BRF über das sogenannte Quishing an Ladesäulen berichtet - als Phishing per gefälschtem QR-Code. Jetzt werden immer mehr Fälle aus ganz Europa bekannt. Dabei setzten die Hinterleute auf eine Masche: Kunden scannen vor dem Aufladen des E-Autos QR-Codes an den Säulen, um vermeintlich auf Betreiber-Webseiten zu gelangen. Bei der Eingabe von Kreditkartendaten zur Bezahlung des Ladevorgangs werden diese abgegriffen und für falsche Abbuchungen missbraucht."Vor allem frisch gebackene, mit öffentlichen Ladesäulen bisher nicht so vertraute E-Autofahrer sind gefährdet", zitiert Auto, Motor und Sport den IT-Sicherheitsexperte Eddy Willems. Demnach sind aktuell Fälle aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland bekannt. Willems schließt aber nicht aus, dass das Quishing mittlerweile ein weltweites Problem ist.
Der Schutz vor dieser Art des Betruges ist auf mehrere Arten möglich. Fast alle Anbieter verweisen auf ihre Apps, die gefälschte QR-Codes zuverlässig erkennen sollen. Bei vielen Anbietern ist zumindest an deutschen Autobahnen auch das direkte Bezahlen per Kreditkarte möglich. Außerdem könnten auch die Anbieter hier eine Lösung herbeiführen, die immer funktioniert, solange nicht die Software der Ladesäulen selbst gehackt wurde: QR-Codes könnten einfach auf den Displays angezeigt werden.
Und dann gibt es da noch eine rein mechanische Sicherheitsmaßnahme, die an das Überprüfen der Tastenfelder bei Automaten erinnert. Mit dem Nagel lassen sich falsche QR-Aufkleber gewöhnlich schnell lösen. Zu guter Letzt gilt bei QR-Code immer: Die Links der Seiten, auf denen sensible Daten eingegeben werden müssen, sollten immer überprüft werden.
Zusammenfassung
- Kriminelle platzieren gefälschte QR-Codes an Ladesäulen in Europa
- QR-Codes leiten zu Fake-Seiten, um Kreditkartendaten zu stehlen
- Betroffene Länder sind u.a. Belgien, Niederlande und Deutschland
- Anbieter empfehlen Nutzung ihrer Apps zur Erkennung von Betrugsversuchen
- Direkte Kreditkartenzahlung und auf Displays angezeigte QR-Codes als Schutzmaßnahmen
- Mechanisches überprüfen der QR-Aufkleber als einfache Sicherheitsmaßnahme
Siehe auch:
- Ladesäulen-Blockierer: Berliner Pilotprojekt startet Sensorüberwachung
- Elektromobilität: Zahl und Leistung der Ladesäulen nimmt schnell zu
- Richtig geladen: ADAC wettert gegen Wirrwarr an deutschen Ladesäulen
- Keine Ladesäulen, keine Käufe: Autobranche möchte mehr E-Auto-Förderung
- Bundesrat: Ladesäulen für E-Autos müssen Girokarten akzeptieren
Thema:
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