Weltweit kleinster QR-Code speichert Daten für Jahrtausende
Forscher der Technischen Universität Wien haben gemeinsam mit dem Datenspeicherunternehmen Cerabyte einen neuen Weltrekord aufgestellt: Sie entwickelten einen extrem kleinen QR-Code, der auch noch Daten über extrem lange Zeit bewahren kann.
Der winzige Code ist allerdings nicht nur eine technische Spielerei. Er könnte den Weg für völlig neue Formen der langfristigen Datenspeicherung ebnen. Während herkömmliche Speichermedien wie Festplatten oder elektronische Systeme oft schon nach wenigen Jahren an Zuverlässigkeit verlieren, setzen die Wiener Forscher auf keramische Materialien, die Informationen über Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende hinweg bewahren könnten.
Nach Angaben von Projektleiter Paul Mayrhofer ist die Struktur so fein, dass sie selbst mit optischen Mikroskopen unsichtbar bleibt. Entscheidend sei jedoch nicht allein die Miniaturisierung, sondern die Stabilität: Auf kleinster Skala können sich Atome verschieben und gespeicherte Daten zerstören. Das Team habe es jedoch geschafft, einen Code zu erzeugen, der trotz seiner Größe dauerhaft lesbar bleibt.
Möglich wird dies durch spezielle dünne Keramikschichten, die auch in Hochleistungswerkzeugen eingesetzt werden. Diese Materialien sind extrem widerstandsfähig gegenüber Hitze, Druck und chemischen Einflüssen - Eigenschaften, die sie auch für die Datenspeicherung attraktiv machen. Mithilfe eines fokussierten Ionenstrahls wurde der QR-Code in die Oberfläche eingebrannt, wobei einzelne Pixel nur 49 Nanometer groß sind.
Der aktuelle Rekord ist für das Team jedoch nur ein Anfang. Zukünftig wollen die Wissenschaftler die Technologie weiterentwickeln, schnellere Schreibverfahren etablieren und komplexere Datenstrukturen speichern. Langfristig könnte daraus eine energieeffiziente und langlebige Alternative zu heutigen Speichersystemen entstehen.
Siehe auch:
Elektronenmikroskop statt Handykamera
Der Code bringt es auf eine Fläche von nur 1,98 Quadratmikrometer und ist damit kleiner als viele Bakterien. Die Leistung wurde inzwischen offiziell im Guinness-Buch der Rekorde bestätigt, wie das Magazin Science Daily berichtet.Der winzige Code ist allerdings nicht nur eine technische Spielerei. Er könnte den Weg für völlig neue Formen der langfristigen Datenspeicherung ebnen. Während herkömmliche Speichermedien wie Festplatten oder elektronische Systeme oft schon nach wenigen Jahren an Zuverlässigkeit verlieren, setzen die Wiener Forscher auf keramische Materialien, die Informationen über Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende hinweg bewahren könnten.
Nach Angaben von Projektleiter Paul Mayrhofer ist die Struktur so fein, dass sie selbst mit optischen Mikroskopen unsichtbar bleibt. Entscheidend sei jedoch nicht allein die Miniaturisierung, sondern die Stabilität: Auf kleinster Skala können sich Atome verschieben und gespeicherte Daten zerstören. Das Team habe es jedoch geschafft, einen Code zu erzeugen, der trotz seiner Größe dauerhaft lesbar bleibt.
Möglich wird dies durch spezielle dünne Keramikschichten, die auch in Hochleistungswerkzeugen eingesetzt werden. Diese Materialien sind extrem widerstandsfähig gegenüber Hitze, Druck und chemischen Einflüssen - Eigenschaften, die sie auch für die Datenspeicherung attraktiv machen. Mithilfe eines fokussierten Ionenstrahls wurde der QR-Code in die Oberfläche eingebrannt, wobei einzelne Pixel nur 49 Nanometer groß sind.
Wie in Stein gemeißelt
Ein weiterer Vorteil liegt in der Speicherdichte: Auf einer Fläche im Format eines A4-Blattes könnten mehr als zwei Terabyte Daten untergebracht werden. Gleichzeitig benötigt diese Form der Speicherung keine Energiezufuhr. Die Forscher sehen darin einen Ansatz, der an antike Kulturen erinnert, die Informationen in Stein meißelten und so über Jahrtausende bewahrten. Auch keramische Datenträger könnten Wissen langfristig sichern, ohne aufwendige Wartung oder Energieversorgung.Der aktuelle Rekord ist für das Team jedoch nur ein Anfang. Zukünftig wollen die Wissenschaftler die Technologie weiterentwickeln, schnellere Schreibverfahren etablieren und komplexere Datenstrukturen speichern. Langfristig könnte daraus eine energieeffiziente und langlebige Alternative zu heutigen Speichersystemen entstehen.
Zusammenfassung
- Forscher der TU Wien entwickelten den weltweit kleinsten QR-Code
- Der QR-Code misst nur 1,98 Quadratmikrometer und ist kleiner als Bakterien
- Der Rekord wurde offiziell im Guinness-Buch der Rekorde bestätigt
- Keramische Materialien können Daten über Jahrtausende hinweg bewahren
- Einzelne Pixel des Codes sind nur 49 Nanometer groß und sehr stabil
- Auf einer A4-Fläche könnten mehr als zwei Terabyte gespeichert werden
- Die Technologie benötigt keine Energiezufuhr und keine Wartung
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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