Nutzerfrust: YouTube-Inhalte trotz Bezahlung nur in 480p

Einschränkungen bezüglich der Auflösung, die im Rahmen der Corona­krise im Jahr 2020 von YouTube eingeführt wurden, bestehen 2024 immer noch. Gekaufte Inhalte sind im Browser weiterhin nur in 480p verfügbar.
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YouTube verringert Auflösung

Wie wir im März vor vier Jahren berichteten, reduzierte YouTube damals die voreingestellte Qualität, mit der Videos auf der Plattform abgespielt wurden, auf standardmäßige 480p.

Da während der damaligen Pandemie die Nutzung von Streaming- und Videodiensten aller Art immens anstieg, wollte Google mit diesem Schritt die Auslastung der weltweiten Internet-Infrastruktur verringern. Denn es sollte mehr Bandbreite für andere Online-Anwendungen zur Verfügung stehen, wie etwa für Videokonferenzen und essenzielle Dienste.

Während Nutzer die Qualität der Wiedergabe bei normalen Videos auf der Plattform im Nachhinein weiterhin anpassen konnten, war das bei gekauften Inhalten wie Filmen oder Serien nicht möglich. Die waren auf maximal 480p beschränkt.


Gekaufte Inhalte weiterhin nur in niedriger Qualität

Mittlerweile gibt es keine voreingestellte verringerte Auflösung beim Abspielen von regulären Videos auf YouTube mehr. Die reduzierte Qualität bei gekauften Inhalten existiert allerdings auch weiterhin, wenn diese über den Browser abgespielt werden.

Das bedeutet, dass Nutzer, die für einen Film auf der Plattform bezahlt haben, den Streifen auch 2024 in einer Auflösung ansehen müssen, die YouTube eigentlich schon im Jahr 2009 mit der Einführung von HD-Videos mehr oder minder zur Notlösung bei eingeschränkter Internetgeschwindigkeit degradiert hatte.

Spekulation über die Gründe

Wie Android Police spekuliert, könnte Google die nicht mehr zeitgemäße Auflösung als eine Art DRM verwenden. Denn der Rip eines solchen Videos mit entsprechend geringer Auflösung wäre eine recht unattraktive Raubkopie. Auch könnte es sein, dass Nutzer dazu gedrängt werden sollen, die YouTube App zu verwenden. Denn dort gibt es keine Auflösungsbegrenzung, selbst nicht bei den gekauften Inhalten.

Ursprünglich sollte die Begrenzung der Auflösung auf 480p nur für einen Monat gelten. Daraus sind nun vier Jahre geworden. Dass YouTube die Einschränkung überhaupt noch einmal aufhebt, wird daher immer unwahrscheinlicher.

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Zusammenfassung
  • 2020 senkte YouTube die Standardauflösung wegen erhöhter Netzlast
  • Nutzer können bei normalen Videos die Qualität selbst anpassen
  • Bei gekauften Videos bleibt die Qualität weiter reduziert
  • Gekaufte Inhalte auf YouTube sind im Browser auf 480p limitiert
  • Google könnte niedrige Auflösung als DRM-Maßnahme nutzen
  • Die ursprünglich kurzfristige Maßnahme besteht nun seit vier Jahren

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