Gravis: Deutscher Elektronikhändler muss nach 38 Jahren schließen
Das deutsche Elektronikunternehmen Gravis macht seine Tore dicht. Rettungsmaßnahmen wie ein neuer Online-Store und ein neues Design der Marke konnten die Handelskette mit Hauptsitz in Berlin nicht mehr retten.
Der von der mobilcom-debitel GmbH (Freenet) 2013 übernommene Konzern steckte laut ersten Berichten gegen Ende des vergangenen Jahres jedoch schon seit einiger Zeit in finanziellen Problemen.
Gravis war darüber hinaus seit 2015 offizieller Premium-Service-Provider von Apple. Doch auch dieser Teil des Geschäfts war zuletzt aufgrund der immer geringeren Margen seitens des amerikanischen Tech-Riesen aus Cupertino nicht mehr gewinnbringend für das Berliner Unternehmen. Zuletzt war auch die Pandemie und Umsatzeinbußen, die dem Einzelhandel daraus entstanden, ein Faktor.
Nun teilten Mitarbeiter von Gravis gegenüber Caschys Blog mit, dass der Mutterkonzern Freenet wohl bald mit der Abwicklung des Gravis-Geschäfts beginnen wird. Mittlerweile wurden diese Informationen auch bestätigt. Ob und wann die Geschäfte und der Online-Store genau ihre Pforten schließen, steht aber bislang nicht fest.
Siehe auch:
Gravis mit langer Geschichte
Mitte der 1980er-Jahre gegründet, verkaufte Gravis zuerst als Versandhandel und später auch in seinen mittlerweile 37 Filialen deutschlandweit Elektronikprodukte wie Smartphones und Tablets, aber auch Mobilfunkverträge, Kinderspielzeug und Smart-Home-Geräte.Der von der mobilcom-debitel GmbH (Freenet) 2013 übernommene Konzern steckte laut ersten Berichten gegen Ende des vergangenen Jahres jedoch schon seit einiger Zeit in finanziellen Problemen.
Online-Handel drückt Gewinne
So machten mehrere Entwicklungen der letzten Jahre dem Geschäft von Gravis zu schaffen. Darunter war auch der immer stärker wachsende Online-Handel, der die Verkaufszahlen in den Filialen drückte.Gravis war darüber hinaus seit 2015 offizieller Premium-Service-Provider von Apple. Doch auch dieser Teil des Geschäfts war zuletzt aufgrund der immer geringeren Margen seitens des amerikanischen Tech-Riesen aus Cupertino nicht mehr gewinnbringend für das Berliner Unternehmen. Zuletzt war auch die Pandemie und Umsatzeinbußen, die dem Einzelhandel daraus entstanden, ein Faktor.
Rettungsmaßnahmen nicht erfolgreich
Bei dem Versuch, Gravis wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen, wurden vor allem im Bereich Marketing kürzlich noch einmal Investitionen getätigt. Die Marke erhielt ein komplett überarbeitetes Design inklusive neuem Logo und einen gänzlich neu gestalteten Online-Auftritt. Doch auch diese Maßnahmen konnten nicht die erhoffte Wende bringen. Pläne einer Zusammenarbeit und Zusammenlegung mit möglichen Partnern erwiesen sich ebenfalls als nicht aussichtsreich.Nun teilten Mitarbeiter von Gravis gegenüber Caschys Blog mit, dass der Mutterkonzern Freenet wohl bald mit der Abwicklung des Gravis-Geschäfts beginnen wird. Mittlerweile wurden diese Informationen auch bestätigt. Ob und wann die Geschäfte und der Online-Store genau ihre Pforten schließen, steht aber bislang nicht fest.
Zusammenfassung
- Gravis schließt nach erfolglosen Rettungsversuchen
- 37 Filialen deutschlandweit betroffen
- Schon länger finanzielle Schwierigkeiten bei Gravis
- Online-Handel setzt Gravis unter Druck
- Pandemie verschärft Umsatzprobleme
- Investitionen in Marketing und Online-Store scheitern
- Freenet plant Abwicklung des Gravis-Geschäfts
- Schließungszeitpunkt von Gravis noch ungewiss
Siehe auch:
- Schluss mit Münzen und Scheinen: Gravis nimmt kein Bargeld mehr an
- Einzelhandel fordert mehr Schutz vor Fernost-Händlern wie Temu
- Samsung Galaxy S24: Händler startet Verkauf schon 2 Tage vor Launch
- Händler fluten Amazon mit kuriosen KI-Fehlermeldungen
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