Endlich gute ARM-Apps für Windows 11? Microsoft gibt Entwicklerhilfe

Microsoft bereitet nicht nur die Einführung seiner ersten eigenen ARM-basierten Surface-Modelle vor, sondern will auch der Entwicklerge­mein­de rund um Windows 11 umfangreiche Hilfestellung geben, um die Ver­fügbarkeit von nativ laufenden Apps für ARM-PCs zu gewährleisten.
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Microsoft verstärkt Unterstützung für ARM-Entwickler

Damit zum Beginn der Verfügbarkeit der ersten neuen PCs mit dem Snapdragon X Elite von Qualcomm, zu denen nach aktuellem Kenntnisstand auch Modelle aus der Surface-Serie von Microsoft gehören werden, eine wachsende Zahl von Programmen in nativ laufender Form für die neuen, starken ARM-PCs verfügbar ist, baut Microsoft jetzt den sogenannten ARM Advisory Service aus.

In einem Eintrag im Windows Entwickler-Blog erklärte Mike Adams, Corporate Vice President of Customer Experience Engineering für Windows, dass das im Oktober 2023 angekündigte Programm ohne jede Kosten für externe Entwickler umfangreiche Hilfestellung bei der Arbeit an Anwendungen für Windows on ARM bieten kann.


Microsoft baut Angebot für ARM-Entwickler deutlich aus

Nach dem recht erfolgreichen Start baut Microsoft den Dienst jetzt aus, sodass ab sofort die "Entwickler-Hilfe" für die Arbeit an ARM-kompatiblen Windows-Programmen neben Englisch auch in Japanisch und Chinesisch zur Verfügung steht. Außerdem wird unabhängig von der jeweiligen Zeitzone für alle interessierten Entwickler Hilfe angeboten, die an jedem Ort der Welt während der dort üblichen Geschäftszeiten zur Verfügung steht, so Adams.

Ab sofort wird die Unterstützung für die Arbeit an ARM-Apps für Windows 11 somit in allen Regionen der Welt angeboten. Das sogenannte App Assure Team ist für interessierte Entwickler kostenlos erreichbar und liefert Hilfe bei der Anpassung von Apps an neue Features der kommenden ARM-Chips, bietet Code-Beispiele und Hinweise zur Umsetzung von Funktionen, hilft bei der Fehlerbehebung und bietet auch Wege, um direkt mit Microsofts Entwicklern in Kontakt zu treten, wenn Probleme auftreten.

Tatsächlich muss sich Microsoft mächtig ins Zeug legen, wenn man dafür sorgen will, dass die ARM-basierten PCs mit Windows 11 nicht nur ein für die Hardwarehersteller kostspieliger Flop werden. Bisher gibt es zwar bereits entsprechende Geräte, doch ist die Verfügbarkeit nativer Apps seit Jahren unterirdisch. Stattdessen wird die bisher ohnehin magere Performance der Snapdragon-Chips vergangener Jahre durch den Betrieb der meisten Apps per Emulation weiter geschmälert.

Mit dem Snapdragon X Elite, dessen "Oryon"-CPU mit ihren 12 "Phoenix"-Kernen von einem Team früherer Apple-Chipdesigner entwickelt wurde, soll sich die Performance-Lücke zur Apple M-Serie zwar schließen, doch bleibt die Software die Achillesferse der neuen ARM-PCs mit Windows. Microsoft wirbt deshalb, wenn auch nach Meinung vieler Beobachter eher halbherzig, damit, dass die ARM-PCs "die Zukunft sind", wobei sich erst noch zeigen muss, inwiefern sich die vollmundigen Versprechen bewahrheiten werden. Schon ab Juni soll es erste Geräte geben.

Zusammenfassung
  • Microsoft fördert ARM-App-Entwicklung für Windows 11
  • ARM Advisory Service wird für Entwickler ausgebaut
  • Hilfe jetzt auch auf Japanisch und Chinesisch verfügbar
  • Globale Unterstützung in üblichen Geschäftszeiten
  • App Assure Team bietet kostenlose Anpassungshilfe
  • Snapdragon X Elite soll Performance verbessern
  • Software bleibt Schwachstelle der ARM-PCs mit Windows

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