Verbrenner: Schmutzig wie vor einem Jahrzehnt trotz Entwicklung
Verbrenner wurden in den letzten Jahren auch dank strenger Vorgaben viel effizienter. Dann stoßen sie doch auch weniger Schadstoffe aus? Ja, aber fast alle positiven Entwicklungen werden durch einen Trend zunichtegemacht: Autos werden immer schwerer und leistungsstärker.
Wie die Prüfer erläutern, hätten technische Fortschritte die Motoren zwar deutlich effizienter gemacht. Eine Reduktion der klimaschädlichen Abgase hat das aber, auf alle Verbrenner gesehen, nicht zur Folge. Die Effizienzgewinne werden demnach "durch größeres Fahrzeuggewicht (durchschnittlich rund +10 %) und höhere Motorleistung (durchschnittlich rund +25 %) aufgewogen".
Die Schlussfolgerung des EU-Rechnungshofes: der in den letzten Jahren verzeichnete Rückgang der durchschnittlichen CO₂-Emissionen im praktischen Fahrbetrieb sei "ausschließlich den Elektroautos zu verdanken". Wie die Prüfer vorrechnen, war 2018 nur eines von hundert neu zugelassenen Fahrzeugen ein E-Auto, 2022 war es schon fast jedes siebte Fahrzeug.
Pietro Russo, das für die Prüfung zuständige Mitglied des Rechnungshofs, zieht aus dieser Entwicklung klare Schlussfolgerungen. "Die CO₂-Emissionen von Fahrzeugen werden erst dann wirklich zurückgehen, wenn der Verbrennungsmotor seine dominierende Stellung verliert." Allerdings gesteht Russo auch ein: "die Elektrifizierung der EU-Fahrzeugflotte gestaltet sich als sehr komplex."
Siehe auch:
Schwere Autos mit mehr Leistung hebeln Effizienz aus
Die Entwicklung von hocheffizienten Verbrennermotoren hätte auch eine deutliche Reduktion der klimaschädlichen Abgase zur Folge. Die EU hatte genau mit dieser Idee im Jahr 2010 die Pkw-CO₂-Verordnung eingeführt. Wie jetzt der Europäische Rechnungshof erläutert, wird durch Autos auf Europas Straßen aber so viel CO₂ ausgestoßen wie zur Einführung dieser Regelung vor mehr als einem Jahrzehnt.Wie die Prüfer erläutern, hätten technische Fortschritte die Motoren zwar deutlich effizienter gemacht. Eine Reduktion der klimaschädlichen Abgase hat das aber, auf alle Verbrenner gesehen, nicht zur Folge. Die Effizienzgewinne werden demnach "durch größeres Fahrzeuggewicht (durchschnittlich rund +10 %) und höhere Motorleistung (durchschnittlich rund +25 %) aufgewogen".
Die Schlussfolgerung des EU-Rechnungshofes: der in den letzten Jahren verzeichnete Rückgang der durchschnittlichen CO₂-Emissionen im praktischen Fahrbetrieb sei "ausschließlich den Elektroautos zu verdanken". Wie die Prüfer vorrechnen, war 2018 nur eines von hundert neu zugelassenen Fahrzeugen ein E-Auto, 2022 war es schon fast jedes siebte Fahrzeug.
Pietro Russo, das für die Prüfung zuständige Mitglied des Rechnungshofs, zieht aus dieser Entwicklung klare Schlussfolgerungen. "Die CO₂-Emissionen von Fahrzeugen werden erst dann wirklich zurückgehen, wenn der Verbrennungsmotor seine dominierende Stellung verliert." Allerdings gesteht Russo auch ein: "die Elektrifizierung der EU-Fahrzeugflotte gestaltet sich als sehr komplex."
Zusammenfassung
- Effizienz von Verbrennern durch Gewichtszunahme egalisiert
- Motoreffizienz auch durch Mehrleistung neutralisiert
- EU-Regelung mindert CO₂-Ausstoß nicht wie erhofft
- Nur E-Autos senken CO₂-Emissionen effektiv, so Rechnungshof
- Anteil E-Autos an Neuzulassungen steigt stark
Siehe auch:
- Hertz schafft 20.000 E-Mietwagen ab und ersetzt sie mit Verbrennern
- EU-Wahl: Union will Rechtsruck für Verbrenner-Aus-Ausstieg nutzen
- Verbrenner zum Hybriden nachrüsten: Retrofit-Kit für 5000€ vorgestellt
- FDP-Minister starten neuen Vorstoß zum Schutz des Verbrenners
- Rivian: Verbrenner zu kaufen ist wie 1910 eine Pferdescheune zu bauen
Thema:
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