Autoindustrie: Verkauf von Benzin und Diesel soll ab 2045 verboten sein
"Im Sinne des Klimaschutzes sollten ab 2045 keine fossilen Kraftstoffe mehr an deutschen Tankstellen verkauft werden dürfen." Diese Forderung steht nicht etwa im Katalog eines Umweltverbandes, sondern in einem Positionspapier der deutschen Automobilindustrie.
Geht es nach der deutschen Autoindustrie, würde im Zuge dessen der Fahrplan für die Erdöl-Industrie und die Tankstellenbetreiber drastisch verschärft. So schlägt der VDA vor, dass bis zum Jahr 2030 eine Verringerung der CO₂-Emissionen des Kraftstoff-Sektors von 35 Prozent festgeschrieben wird - statt der bisherigen 25 Prozent. Hinzu kommt, dass es hier nicht nur um virtuelle Reduktionen gehen soll, in die vermeintliche Kompensations-Maßnahmen eingerechnet werden. Vielmehr soll auf eine reale Senkung des CO₂-Ausstoßes Wert gelegt werden.
"Fakt ist: Der Hochlauf der Elektromobilität - inklusive der Wasserstoff-Fahrzeuge im Nutzfahrzeugbereich - wird in den kommenden Jahren erhebliche CO₂-Einsparungen ermöglichen. Gleichzeitig gilt: Das ist nicht ausreichend, da es in Deutschland noch lange Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor geben wird", sagte VDA-Chefin Hildegard Müller.
Von allein werden diese sich aber nicht einfach gegen die fossilen Varianten von Benzin und Diesel durchsetzen. Der Ölindustrie muss daher aus Sicht des VDA ein klarer regulatorischer Rahmen vorgegeben werden, innerhalb dessen die Transformation zu vollziehen ist. Und natürlich dürfte die Auto-Branche auch darauf setzen, dass die alten Verbrenner dann nicht ewig weiterfahren, sondern zunehmend durch neue Fahrzeuge mit anderen Antrieben ersetzt werden.
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RED III im Fokus
Deren Branchenverband VDA bezieht sich in seiner Stellungnahme auf die europäische Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III), die im vergangenen November in Kraft trat und Ziele für die Abkehr von fossilen Energieträgern definiert. Die Mitgliedsstaaten müssen die Richtlinie bis zum Mai kommenden Jahres in nationales Recht überführen, wobei sie im Rahmen der grundlegenden Vorgaben letztlich auch einigen Spielraum haben.Geht es nach der deutschen Autoindustrie, würde im Zuge dessen der Fahrplan für die Erdöl-Industrie und die Tankstellenbetreiber drastisch verschärft. So schlägt der VDA vor, dass bis zum Jahr 2030 eine Verringerung der CO₂-Emissionen des Kraftstoff-Sektors von 35 Prozent festgeschrieben wird - statt der bisherigen 25 Prozent. Hinzu kommt, dass es hier nicht nur um virtuelle Reduktionen gehen soll, in die vermeintliche Kompensations-Maßnahmen eingerechnet werden. Vielmehr soll auf eine reale Senkung des CO₂-Ausstoßes Wert gelegt werden.
"Fakt ist: Der Hochlauf der Elektromobilität - inklusive der Wasserstoff-Fahrzeuge im Nutzfahrzeugbereich - wird in den kommenden Jahren erhebliche CO₂-Einsparungen ermöglichen. Gleichzeitig gilt: Das ist nicht ausreichend, da es in Deutschland noch lange Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor geben wird", sagte VDA-Chefin Hildegard Müller.
Regulierung nötig
Konkret sieht das so aus, dass selbst bei Erreichen des Zieles der Bundesregierung, im Jahr 2030 rund 15 Millionen Elektroautos auf den Straßen zu haben, noch immer 40 Millionen PKW und LKW mit Verbrennungsmotor da sind. Um diese Bestandsflotte klimaneutral zu bekommen, müsste alternativen Kraftstoffen der Weg geebnet werden - das können E-Fuels, Bio-Kraftstoffe oder HVO-Diesel sein.Von allein werden diese sich aber nicht einfach gegen die fossilen Varianten von Benzin und Diesel durchsetzen. Der Ölindustrie muss daher aus Sicht des VDA ein klarer regulatorischer Rahmen vorgegeben werden, innerhalb dessen die Transformation zu vollziehen ist. Und natürlich dürfte die Auto-Branche auch darauf setzen, dass die alten Verbrenner dann nicht ewig weiterfahren, sondern zunehmend durch neue Fahrzeuge mit anderen Antrieben ersetzt werden.
Zusammenfassung
- VDA fordert Verkaufsstopp fossiler Kraftstoffe ab 2045
- Vorschlag basiert auf EU-Richtlinie RED III von November letzten Jahres
- Nationale Umsetzung der EU-Richtlinie bis Mai nächsten Jahres erforderlich
- VDA will CO₂-Reduktion im Kraftstoff-Sektor auf 35% bis 2030 erhöhen
- Betont wird die Notwendigkeit realer, nicht nur kompensierter CO₂-Senkungen
- Trotz Ziel von 15 Millionen E-Autos 2030 bleiben 40 Millionen Verbrenner
- Alternative Kraftstoffe wie E-Fuels sollen gefördert werden
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