Hertz schafft 20.000 E-Mietwagen ab und ersetzt sie mit Verbrennern
Der US-Autovermieter Hertz setzt die Andeutungen in die Tat um und wird sich von rund einem Drittel seiner gesamten Flotte an Mietwagen mit Elektroantrieb trennen. Die wegfallenden Kapazitäten will man umgehend durch zuvor abgelöste Autos mit Verbrennermotoren ersetzen.
Allerdings hat Hertz für seine Entscheidung deutlich umfangreichere Grundlagen, als man vielleicht zunächst vermuten mag. Das Unternehmen verweist einerseits auf zu hohe Reparaturkosten, wobei dahinter eigentlich eine kompliziertere Rechnung steht, bei der auch der Wertverlust der Fahrzeuge und die zuletzt stark gesunkenen Preise der Elektroautos eine Rolle spielen, hieß es von Hertz-CEO Steve Scherr in diesem Zusammenhang in mehreren Interviews, darunter auch beim US-Wirtschaftssender CNBC.
Letztlich habe Hertz unter anderem die Entwicklung der Nachfrage überschätzt. Die zuvor massenhaft neu angeschafften Elektroautos wurden von den Kunden nicht im erhofften Ausmaß angenommen. Scherr sagte unter anderem, dass die wachsende Popularität von Elektroautos, wie jenen von Tesla, sie letztlich auch zur bevorzugten Wahl bei Mietwagen machen werde.
Hertz hatte seit 2021 in riesigem Ausmaß Elektroautos bestellt - rund 100.000 Tesla-Fahrzeuge sollten in einer ersten Welle auf die Straßen gebracht werden. Außerdem wurden rund 65.000 Fahrzeuge der Marke Polestar bestellt. Bis 2022 sollten schon 20 Prozent aller Hertz-Mietwagen weltweit E-Autos sein. Dieser Plan ließ sich aber nicht in die Tat umsetzen. Vor allem, weil Tesla nicht in den erhofften Mengen lieferte, liegt der Anteil der Elektroautos bei Hertz derzeit nur bei 11 Prozent - der Konzern hat weltweit also nur 60.000 EVs als Mietautos im Einsatz.
Weil die Preise für Elektroautos ab Werk im Laufe des letzten Jahres immer wieder gesenkt wurden, sanken auch Hertz' Aussichten, die Fahrzeuge zu annehmbaren Preisen wieder loszuwerden. Der Wertverlust spielt also eine entscheidende Rolle, was die Frage angeht, welche Fahrzeuge man sich bei Hertz auf den Hof stellt. Im Grunde habe Hertz einfach zu früh zu viel gewollt und sei damit der Zeit voraus gewesen, so CEO Scherr.
Siehe auch:
Hertz-Chef gesteht übereilten Einstieg ein
Noch zu teuer, noch zu wartungsintensiv - so lautet die Begründung, die Hertz für die jetzt getroffene Entscheidung nennt, laut der rund 20.000 elektrisch betriebene Fahrzeuge aus der weltweit genutzten Mietwagenflotte des Konzerns abgestoßen werden sollen. Hertz will die Fahrzeuge verkaufen und an ihrer Stelle wieder Verbrenner anschaffen.Allerdings hat Hertz für seine Entscheidung deutlich umfangreichere Grundlagen, als man vielleicht zunächst vermuten mag. Das Unternehmen verweist einerseits auf zu hohe Reparaturkosten, wobei dahinter eigentlich eine kompliziertere Rechnung steht, bei der auch der Wertverlust der Fahrzeuge und die zuletzt stark gesunkenen Preise der Elektroautos eine Rolle spielen, hieß es von Hertz-CEO Steve Scherr in diesem Zusammenhang in mehreren Interviews, darunter auch beim US-Wirtschaftssender CNBC.
Letztlich habe Hertz unter anderem die Entwicklung der Nachfrage überschätzt. Die zuvor massenhaft neu angeschafften Elektroautos wurden von den Kunden nicht im erhofften Ausmaß angenommen. Scherr sagte unter anderem, dass die wachsende Popularität von Elektroautos, wie jenen von Tesla, sie letztlich auch zur bevorzugten Wahl bei Mietwagen machen werde.
Hertz hatte seit 2021 in riesigem Ausmaß Elektroautos bestellt - rund 100.000 Tesla-Fahrzeuge sollten in einer ersten Welle auf die Straßen gebracht werden. Außerdem wurden rund 65.000 Fahrzeuge der Marke Polestar bestellt. Bis 2022 sollten schon 20 Prozent aller Hertz-Mietwagen weltweit E-Autos sein. Dieser Plan ließ sich aber nicht in die Tat umsetzen. Vor allem, weil Tesla nicht in den erhofften Mengen lieferte, liegt der Anteil der Elektroautos bei Hertz derzeit nur bei 11 Prozent - der Konzern hat weltweit also nur 60.000 EVs als Mietautos im Einsatz.
Weil die Preise für Elektroautos ab Werk im Laufe des letzten Jahres immer wieder gesenkt wurden, sanken auch Hertz' Aussichten, die Fahrzeuge zu annehmbaren Preisen wieder loszuwerden. Der Wertverlust spielt also eine entscheidende Rolle, was die Frage angeht, welche Fahrzeuge man sich bei Hertz auf den Hof stellt. Im Grunde habe Hertz einfach zu früh zu viel gewollt und sei damit der Zeit voraus gewesen, so CEO Scherr.
Zusammenfassung
- Hertz verkauft ein Drittel seiner E-Autos
- Ersatz durch Verbrennerfahrzeuge geplant
- Hohe Reparaturkosten als Begründung
- Nachfrage nach E-Mietwagen überschätzt
- 2021 Bestellung von 100.000 Tesla-Fahrzeugen
- Anteil der E-Autos bei Hertz nur bei 11 Prozent
- Wertverlust beeinflusst Hertz' Fahrzeugwahl
Siehe auch:
- EU-Wahl: Union will Rechtsruck für Verbrenner-Aus-Ausstieg nutzen
- Verbrenner zum Hybriden nachrüsten: Retrofit-Kit für 5000€ vorgestellt
- FDP-Minister starten neuen Vorstoß zum Schutz des Verbrenners
- Rivian: Verbrenner zu kaufen ist wie 1910 eine Pferdescheune zu bauen
- In China sind Elektroautos bereits günstiger als Verbrenner-Pendants
Thema:
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