Speicher-Krise: RAM-Produktion für 2027 ist komplett ausverkauft

Die Krise des globalen Speichermarkts verschärft sich immer weiter. Die Produktionskapazitäten für Arbeitsspeicher sind bereits bis Ende 2027 restlos ausverkauft. Für Endkunden bedeutet das in den kommenden Jahren deutlich steigende Hardware-Preise.
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WinFuture/KI-generiert

    Speicher-Kapazitäten restlos erschöpft

    Die großen Hersteller von Speicherbausteinen haben ihre gesamten Produktionskapazitäten für das Jahr 2027 bereits vergeben. Samsung, SK Hynix und Micron verzeichnen eine derart hohe Nachfrage nach Arbeitsspeicher, dass für das kommende Jahr bereits keine weiteren Bestellungen mehr angenommen werden. Wer aktuell einen neuen Computer oder ein Smartphone plant, muss sich auf steigende Hardware-Preise einstellen.

    Der Grund für den Engpass ist bekanntlich der anhaltende Ausbau von Rechenzentren. Anbieter von Cloud-Diensten und KI-Unternehmen benötigen enorme Mengen an Hardware. Dabei geht es vor allem um HBM, einen besonders schnellen Speicher für Grafikkarten, sowie klassischen DRAM-Arbeitsspeicher. Da der Bau neuer Halbleiterfabriken oft mehrere Jahre dauert, lässt sich die Produktion nicht kurzfristig erhöhen.


    KI-Firmen kaufen den Markt leer

    Wie das Branchenmagazin DigiTimes schreibt, haben sich Großkunden die Bauteile über langfristige Verträge gesichert. Die Käufer leisten dabei Vorauszahlungen für Chips, die noch gar nicht produziert wurden. Laut Insidern aus der Industrie betteln einige Unternehmen förmlich um Zuteilungen. Normalerweise gelten die Monate Juli und August als wichtigstes Zeitfenster, um Bestellungen für das Folgejahr aufzugeben.

    Viele Einkäufer hielten sich in der Vergangenheit mit Anfragen zurück, um keine Panik auf dem Markt auszulösen. Das führte nun dazu, dass die Kontingente für Hersteller von Endkunden-Geräten drastisch schrumpfen. Selbst große Konzerne wie Apple, die für gewöhnlich von langfristigen Lieferverträgen profitieren, sind von dem Mangel betroffen. Die Folge sind höhere Produktionskosten für kommende iPhone-Generationen, die an die Käufer weitergegeben werden dürften.

    Auch SSD-Laufwerke werden teurer

    Neben dem Arbeitsspeicher verknappt sich auch das Angebot bei NAND-Flash, der Speichertechnologie für SSD-Laufwerke. Hier gibt es zwar mehr Zulieferer auf dem Markt, dennoch sollen die Kapazitäten für 2027 bis Ende August 2026 vollständig ausgebucht sein. Die Auswirkungen sind bereits heute spürbar.

    Ein handelsübliches Laufwerk mit einem Terabyte Speicherplatz kostet in den USA aktuell rund 189 Dollar (etwa 164 Euro). Das entspricht einem Preisanstieg von über 50 Prozent seit Januar.

    Für Endanwender bedeutet das eine schwierige Marktsituation. Während Cloud-Anbieter jeden Preis zahlen, um ihre Infrastruktur auszubauen, geraten normale Nutzer ins Hintertreffen. Es wird erwartet, dass sich die Lage frühestens 2028 wieder entspannt, sobald neue Fabriken ihren Betrieb aufnehmen und der aktuelle Boom abflacht.

    Wie bewertet ihr die aktuelle Preisentwicklung bei PC-Hardware und Smartphones? Verschiebt ihr geplante Käufe oder rüstet ihr trotzdem auf? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Große Hersteller haben ihre Speicherkapazitäten für 2027 komplett vergeben
    • Der Boom bei Cloud-Diensten und KI-Anwendungen treibt die Nachfrage enorm
    • Durch langfristige Verträge kaufen Großkunden den Markt fast völlig leer
    • Auch Endkunden-Hersteller wie Apple leiden unter der knappen Versorgung
    • Neben Arbeitsspeicher verteuert sich auch Flash-Speicher für SSD-Medien
    • Eine Entspannung der Marktlage wird frühestens für das Jahr 2028 erwartet

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