Sicherheitsmängel: Online-KFZ-Zulassung weitgehend wieder gestoppt
Die Möglichkeit, die KFZ-Zulassung online abzuwickeln, war der kleine Lichtblick in der Digitalisierung der deutschen Behördenlandschaft. Doch nun wird das Verfahren in vielen Regionen bereits wieder abgestellt, weil die Systeme vor Ort Sicherheitsmängel aufweisen.
Auch das Kraftfahrtbundesamt bestätigte gegenüber dem Magazin, dass es zu Abschaltungen kommt. Allerdings wollte man sich hier nicht zu Details des Umfangs äußern. Hinsichtlich der Schuldfrage wurde allerdings auf die Länder verwiesen, denn diese seien dafür zuständig, dass in den Zulassungsstellen Systeme zum Einsatz kommen, die den Anforderungen entsprechen.
Gesperrt wird dem Vernehmen nach der Zugang zu den regionalen Zulassungsportalen, auf denen Bürger die Dienste der Zulassungsstellen online in Anspruch nehmen konnten. Weiterhin wird aber auch die Großkundenschnittstelle blockiert, über die unter anderem Autohändler den Prozess abwickeln konnten. Wer nun also ein Fahrzeug zulassen, ummelden oder abmelden will, muss wieder bei der Behörde vorstellig werden, wodurch sich der Prozess natürlich verlangsamt.
Die Onlinedienste der Zulassungsbehörden waren erst im September dieses Jahres so richtig gestartet. Dem ging ein zehnjähriger Entwicklungsprozess voraus. Die aktuellen Schwierigkeiten dürften dabei vor allem für die FDP, die das Bundesverkehrsministerium führt, einen neuen Rückschlag darstellen. Immerhin war die Partei unter anderem dafür angetreten, die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen endlich voranzubringen.
Siehe auch:
"Länder sind schuld"
Zum Jahreswechsel werde das Kraftfahrtbundesamt den Dienst für viele Zulassungsstellen im Bundesgebiet sperren. "In der Praxis bedeutet dies, dass fast 70 Prozent aller Behörden Neuzulassungen, Besitzumschreibungen, Außerbetriebsetzungen und andere Aufträge wie früher nur in Papierform entgegennehmen und bearbeiten können", zitiert die Automobilwoche den Vorstandsvorsitzenden der Kölner Premiumzulasser, Florian Cichon.Auch das Kraftfahrtbundesamt bestätigte gegenüber dem Magazin, dass es zu Abschaltungen kommt. Allerdings wollte man sich hier nicht zu Details des Umfangs äußern. Hinsichtlich der Schuldfrage wurde allerdings auf die Länder verwiesen, denn diese seien dafür zuständig, dass in den Zulassungsstellen Systeme zum Einsatz kommen, die den Anforderungen entsprechen.
Gesperrt wird dem Vernehmen nach der Zugang zu den regionalen Zulassungsportalen, auf denen Bürger die Dienste der Zulassungsstellen online in Anspruch nehmen konnten. Weiterhin wird aber auch die Großkundenschnittstelle blockiert, über die unter anderem Autohändler den Prozess abwickeln konnten. Wer nun also ein Fahrzeug zulassen, ummelden oder abmelden will, muss wieder bei der Behörde vorstellig werden, wodurch sich der Prozess natürlich verlangsamt.
Reaktion nach Angriff
Dass das Kraftfahrtbundesamt ausgerechnet jetzt einschreitet, hat durchaus praktische Gründe. So wurden kürzlich diverse kommunale Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen durch Angriffe auf ihre Systeme lahmgelegt. Offenbar wird nun befürchtet, dass die unsicheren Systeme in den Zulassungsstellen weitere Probleme anlocken und dies dann noch größeren Schaden anrichtet, als eine Sperrung.Die Onlinedienste der Zulassungsbehörden waren erst im September dieses Jahres so richtig gestartet. Dem ging ein zehnjähriger Entwicklungsprozess voraus. Die aktuellen Schwierigkeiten dürften dabei vor allem für die FDP, die das Bundesverkehrsministerium führt, einen neuen Rückschlag darstellen. Immerhin war die Partei unter anderem dafür angetreten, die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen endlich voranzubringen.
Zusammenfassung
- KFZ-Zulassung online wird vielerorts eingestellt
- Viele Behörden nehmen nur noch Papieranträge an
- Kraftfahrtbundesamt sperrt Zugang zu Zulassungsportalen
- Autohändler können Großkundenschnittstelle nicht nutzen
- Angriffe auf kommunale Systeme in NRW als Auslöser
- Onlinedienste starteten nach zehnjähriger Entwicklung
- Rückschlag für FDP und Digitalisierungsbestrebungen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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