eID: Personalausweis im Handy wegen Geldmangels ins Koma versetzt
Die Smart eID - der Personalausweis auf dem Smartphone - sollte der nächste große Schritt sein, um die Grundlagen für eine weitere Digitalisierung des Alltags der Bürger hinzubekommen. Nun wird der geplante Rollout aber wegen Geldmangels gestoppt.
Heute soll ein offizielles Schreiben des Bundesinnenministeriums (BMI) verschickt werden, in dem das Aus des Projektes bestätigt wird. Hintergrund dessen sind die Haushalts-Probleme, mit denen die Bundesregierung in den letzten Wochen zu kämpfen hatte. An zahlreichen Stellen mussten Gelder gestrichen werden und dies geht auch am BMI nicht vorbei.
Der Pilotbetrieb erfolgte mit einem kleinen Teilnehmerkreis, der statt richtiger Personalausweise eigens angefertigte Testkarten nutzen konnte. Das Ministerium bittet die Tester nun, diese Karten an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zurückzuschicken. Immerhin weist man die Tester darauf hin, dass auf dem Personalausweisportal über den weiteren Fortgang informiert werden soll.
Die Smart eID sollte die elektronischen Dienste des Personalausweises ins Smartphone integrieren. Dort wären die Informationen des Ausweisdokuments in spezielle Sicherheits-Chips gespeichert worden, die in vielen hochwertigeren Geräten enthalten sind - beim Test wurde hier mit Samsung zusammengearbeitet. Das hätte es ermöglicht, die NFC-Schnittstelle zu verwenden, statt den Ausweis selbst in ein Lesegerät zu stecken. Und auch für Online-Dienste hätte man diese Authentifizierung nutzen können.
Siehe auch:
Pilotbetrieb beendet
Seit dem Frühjahr 2022 lief der testweise Pilotbetrieb des Systems, in dessen Entwicklung man bisher fast 90 Millionen Euro gesteckt hat. Weitere 30 Millionen Euro waren dafür vorgesehen, das Projekt im kommenden Jahr offiziell an den Start zu bringen und für die Bürger nutzbar zu machen. Diese fallen nun aber plötzlich weg, wie der Tagesspiegel berichtet.Heute soll ein offizielles Schreiben des Bundesinnenministeriums (BMI) verschickt werden, in dem das Aus des Projektes bestätigt wird. Hintergrund dessen sind die Haushalts-Probleme, mit denen die Bundesregierung in den letzten Wochen zu kämpfen hatte. An zahlreichen Stellen mussten Gelder gestrichen werden und dies geht auch am BMI nicht vorbei.
Der Pilotbetrieb erfolgte mit einem kleinen Teilnehmerkreis, der statt richtiger Personalausweise eigens angefertigte Testkarten nutzen konnte. Das Ministerium bittet die Tester nun, diese Karten an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zurückzuschicken. Immerhin weist man die Tester darauf hin, dass auf dem Personalausweisportal über den weiteren Fortgang informiert werden soll.
Verschoben auf Unbestimmt
Das bedeutet offenbar, dass das Vorhaben zumindest noch nicht komplett tot ist, sondern nur in so etwas wie ein künstliches Koma versetzt wird, bis vielleicht das Geld für einen richtigen Start wieder da ist. Wann das allerdings der Fall sein könnte, ist derzeit noch völlig unklar.Die Smart eID sollte die elektronischen Dienste des Personalausweises ins Smartphone integrieren. Dort wären die Informationen des Ausweisdokuments in spezielle Sicherheits-Chips gespeichert worden, die in vielen hochwertigeren Geräten enthalten sind - beim Test wurde hier mit Samsung zusammengearbeitet. Das hätte es ermöglicht, die NFC-Schnittstelle zu verwenden, statt den Ausweis selbst in ein Lesegerät zu stecken. Und auch für Online-Dienste hätte man diese Authentifizierung nutzen können.
Zusammenfassung
- Smart eID als Schritt zur Digitalisierung geplant
- Rollout der Smart eID wegen Finanzmängeln gestoppt
- 90 Mio. Euro in Pilotphase investiert, weitere 30 Mio. fehlen
- BMI bestätigt Projektstopp aufgrund von Haushaltsproblemen
- Testteilnehmer sollen Karten an BSI zurückgeben
- Projekt in Warteschleife, Fortgang ungewiss
- Smart eID sollte Personalausweisdaten aufs Smartphone bringen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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