Bund muss sparen: Sparkassen sehen Online-Kontoeröffnung in Gefahr
Die Sparkassen wollten eigentlich in diesem Jahr endlich die Möglichkeit starten, ein neues Konto mit dem elektronischen Personalausweis zu eröffnen. Dem macht der Bund aktuell aber einen Strich durch die Rechnung - denn ein wichtiger Service fällt den Sparplänen zum Opfer.
Die einzige Hürde besteht im Grunde darin, dass wahrscheinlich nur noch wenige Nutzer auch die PIN ihres Personalausweises kennen - denn kaum jemand hat diese mangels Anwendungen in den letzten Jahren benötigt. Bisher stellte das auch kein Problem dar - wenn man angab, die Nummer vergessen zu haben, bekam man vom Amt einen Brief zugeschickt, mit dem sich die Kennung zurücksetzen und neu vergeben ließ.
Wie das Handelsblatt nun berichtet, fällt dieser Dienst aber dem Sparpaket des Bundes zum Opfer, mit dem alle möglichen staatlichen Stellen Ausgaben reduzieren sollen. Stattdessen müssen Menschen, die ihre Ausweis-PIN nicht mehr kennen, beim Bürgeramt vorstellig werden, um dort die Zurücksetzung einleiten zu lassen.
Damit ist die Hürde für die Nutzung der neuen Ausweisfunktionen erneut ziemlich hoch gelegt. Die Sparkassen rechnen bereits damit, dass ihr Vorstoß zu einer leichteren Online-Kontoeröffnung somit weitgehend ins Leere laufen wird. Vor dem gleichen Problem steht auch die ING, die ebenfalls auf die neuen Möglichkeiten zurückgreifen wollte.
Siehe auch:
Kein PIN-Brief mehr
Ab dem Sommer sollten Kunden binnen weniger Minuten von zuhause aus ein neues Konto bei einer Sparkasse eröffnen können. Dafür muss man sich dann nicht mehr langwierig per Online-Ident-Verfahren ausweisen, sondern kann einfach die elektronischen Funktionen im Personalausweis nutzen. Da inzwischen rund 80 Prozent der Bürger diese aktiviert haben, sah man darin auch kein größeres Problem.Die einzige Hürde besteht im Grunde darin, dass wahrscheinlich nur noch wenige Nutzer auch die PIN ihres Personalausweises kennen - denn kaum jemand hat diese mangels Anwendungen in den letzten Jahren benötigt. Bisher stellte das auch kein Problem dar - wenn man angab, die Nummer vergessen zu haben, bekam man vom Amt einen Brief zugeschickt, mit dem sich die Kennung zurücksetzen und neu vergeben ließ.
Wie das Handelsblatt nun berichtet, fällt dieser Dienst aber dem Sparpaket des Bundes zum Opfer, mit dem alle möglichen staatlichen Stellen Ausgaben reduzieren sollen. Stattdessen müssen Menschen, die ihre Ausweis-PIN nicht mehr kennen, beim Bürgeramt vorstellig werden, um dort die Zurücksetzung einleiten zu lassen.
Viel Aufwand
Das ist aus verschiedenen Gründen ein Problem: Im ländlichen Raum muss man dafür häufig längere Wege auf sich nehmen, da Bürgerämter nur in größeren Orten zu finden sind. Noch schwieriger dürfte es in den Großstädten aussehen, wo ohne Terminvergabe über längere Zeiträume hinweg oft wenig geht.Damit ist die Hürde für die Nutzung der neuen Ausweisfunktionen erneut ziemlich hoch gelegt. Die Sparkassen rechnen bereits damit, dass ihr Vorstoß zu einer leichteren Online-Kontoeröffnung somit weitgehend ins Leere laufen wird. Vor dem gleichen Problem steht auch die ING, die ebenfalls auf die neuen Möglichkeiten zurückgreifen wollte.
Zusammenfassung
- Sparkassen-Plan für Kontoeröffnung mit Personalausweis verzögert sich
- Bundes-Sparpläne streichen Service für PIN-Zurücksetzung beim Ausweis
- Ab Sommer sollte Kontoeröffnung von zuhause aus möglich sein
- 80 Prozent der Bürger haben eID-Funktion des Ausweises aktiviert
- Viele kennen ihre Ausweis-PIN nicht, Briefversand fällt weg
- Zurücksetzung der PIN nur noch persönlich beim Bürgeramt möglich
- Lange Wege und Wartezeiten erschweren Nutzung der eID-Funktionen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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