Tesla Semi bei PepsiCo: Insider nennt den Lkw eine "Katastrophe"
Der von Tesla hergestellte Lkw Semi hatte mit vielen Verzögerungen zu kämpfen, vor knapp einem Jahr wurden dann aber die ersten Exemplare ausgeliefert. Von Anfang an gab es Debatten zum Design des Fahrzeugs sowie dessen Reichweite. Nun liegt ein erstes Zwischenfazit vor.
Diese sind allerdings spärlich gesät, da alle Beteiligten, darunter auch die Fahrer, vermutlich Verschwiegenheitsklauseln unterschreiben müssen. Entsprechend selten sind Berichte aus dem "Inneren" des Tesla Semi - und damit sind nicht nur Insider-Informationen gemeint, sondern auch dem tatsächlichen Inneren, also der Fahrerkabine.
Gegenüber Motorhead hat sich nun aber ein PepsiCo-Mitarbeiter zu Wort gemeldet (via t3n), dieser berichtet aus dem Alltag des Fahrzeugs. Das vielleicht wichtigste Thema ist die Reichweite: Denn während die Bedeutung dieses Wertes im Consumer-Bereich etwas überschätzt wird, ist und bleibt diese im Güterverkehr der entscheidende Faktor.
Dazu kommen auch noch andere praktische Probleme: Demnach sei die ständige Nutzung bzw. Beanspruchung des Akkus beispiellos und hat Zuverlässigkeitsprobleme zur Folge. Das ist allerdings kein Tesla-exklusives Problem, sondern tritt auch bei anderen Herstellern von vergleichbaren Elektrofahrzeugen auf.
Der Insider berichtet auch von einem PR-Trip, bei dem PepsiCo mehr oder weniger geschummelt haben soll, schreibt Motorhead: "PepsiCo hat eine 500 Meilen-Fahrt mit dem Tesla Semi von Kalifornien nach Phoenix unternommen, aber das war nur zu PR-Zwecken. Die Batterien sind komplett durchgebrannt. Deshalb werden auf solchen PR-Touren drei Tesla Semis mitgenommen, von denen zwei von einem Diesel-Truck gezogen werden, um sie dann auszutauschen, wenn die Batterie der anderen beiden Semis auf der 500-Meilen-Fahrt stirbt."
Ein weiteres interessantes Detail betrifft die Handhabung bei Reparaturen: Demnach dürfen PepsiCo-Techniker und -Mechaniker nicht selbst Hand anlegen, Arbeiten dürfen nur von einem Tesla-Team durchgeführt werden. Dieses steht 24 Stunden täglich auf Abruf bereit - bei Bedarf "fliegen"(!) sie zu den jeweiligen Fahrzeugen, um sie zu reparieren.
Auch das bereits früher von Lkw-Profis kritisierte Kabinendesign ist bei PepsiCo-Fahrern alles andere als beliebt. Bereits vor einem Jahr hat ein europäischer Trucker ausgeführt, dass er unter anderem die mittige Sitzposition für eine Fehlkonstruktion hält - seine US-Kollegen, die tatsächlich den Semi fahren, bestätigen das. Es heißt, dass der Mittelsitz unpraktisch und bei den Fahrern von PepsiCo nicht sehr beliebt sei.
Siehe auch:
PepsiCo hat etwa 100 Tesla Semis im Einsatz
Der Tesla Semi wurde bereits 2017 angekündigt, die ersten Exemplare wurden aber erst Ende des vergangenen Jahres ausgeliefert. Konkret gingen diese an PepsiCo, der Lebensmittel-, Getränke- und Snack-Riese hat aktuell rund 100 Stück der Elektro-Sattelschlepper im Einsatz. Sowohl Tesla als auch PepsiCo machen aber ein großes Geheimnis um Preise und auch sonstige Praxiserfahrungen, weshalb all jene, die sich für das Fahrzeug interessieren, immer noch auf Insider-Berichte angewiesen sind.Diese sind allerdings spärlich gesät, da alle Beteiligten, darunter auch die Fahrer, vermutlich Verschwiegenheitsklauseln unterschreiben müssen. Entsprechend selten sind Berichte aus dem "Inneren" des Tesla Semi - und damit sind nicht nur Insider-Informationen gemeint, sondern auch dem tatsächlichen Inneren, also der Fahrerkabine.
Gegenüber Motorhead hat sich nun aber ein PepsiCo-Mitarbeiter zu Wort gemeldet (via t3n), dieser berichtet aus dem Alltag des Fahrzeugs. Das vielleicht wichtigste Thema ist die Reichweite: Denn während die Bedeutung dieses Wertes im Consumer-Bereich etwas überschätzt wird, ist und bleibt diese im Güterverkehr der entscheidende Faktor.
400 statt 500 Meilen
Und laut dem PepsiCo-Insider kommt der Tesla Semi bei voller Beladung von rund 37.000 Kilogramm "im besten Fall" auf 400 Meilen (644 Kilometer) - das ist deutlich weniger als die von Tesla bzw. Elon Musk versprochenen 500 Meilen (805 Kilometer).Tesla-Video: Semi soll bei voller Beladung und ohne Aufladen 800 km weit fahren
Dazu kommen auch noch andere praktische Probleme: Demnach sei die ständige Nutzung bzw. Beanspruchung des Akkus beispiellos und hat Zuverlässigkeitsprobleme zur Folge. Das ist allerdings kein Tesla-exklusives Problem, sondern tritt auch bei anderen Herstellern von vergleichbaren Elektrofahrzeugen auf.
Der Insider berichtet auch von einem PR-Trip, bei dem PepsiCo mehr oder weniger geschummelt haben soll, schreibt Motorhead: "PepsiCo hat eine 500 Meilen-Fahrt mit dem Tesla Semi von Kalifornien nach Phoenix unternommen, aber das war nur zu PR-Zwecken. Die Batterien sind komplett durchgebrannt. Deshalb werden auf solchen PR-Touren drei Tesla Semis mitgenommen, von denen zwei von einem Diesel-Truck gezogen werden, um sie dann auszutauschen, wenn die Batterie der anderen beiden Semis auf der 500-Meilen-Fahrt stirbt."
Ein weiteres interessantes Detail betrifft die Handhabung bei Reparaturen: Demnach dürfen PepsiCo-Techniker und -Mechaniker nicht selbst Hand anlegen, Arbeiten dürfen nur von einem Tesla-Team durchgeführt werden. Dieses steht 24 Stunden täglich auf Abruf bereit - bei Bedarf "fliegen"(!) sie zu den jeweiligen Fahrzeugen, um sie zu reparieren.
Auch das bereits früher von Lkw-Profis kritisierte Kabinendesign ist bei PepsiCo-Fahrern alles andere als beliebt. Bereits vor einem Jahr hat ein europäischer Trucker ausgeführt, dass er unter anderem die mittige Sitzposition für eine Fehlkonstruktion hält - seine US-Kollegen, die tatsächlich den Semi fahren, bestätigen das. Es heißt, dass der Mittelsitz unpraktisch und bei den Fahrern von PepsiCo nicht sehr beliebt sei.
Zusammenfassung
- Tesla Semi seit Ende letzten Jahres bei PepsiCo
- Akku-Nutzung führt zu Zuverlässigkeitsproblemen
- PR-Trips mit "versteckter" Diesel-Hilfe
- Reparaturen nur durch Tesla-Teams
- Kritik am mittigen Fahrersitz
Siehe auch:
- Erste echte Daten des Tesla Semi: So weit fährt der E-LKW im Alltag
- Tesla Semi & Cybertruck: Ungleiches Rennen und viele neue Aufnahmen
- Tesla Semi: Der nächste Elektrotruck bleibt mit einer Panne liegen
- Tesla Semi: Design der Akku-Packs des Elektro-Sattelzugs sickert durch
- Tesla Semi: Die Reichweite ist wohl stark von der Beladung abhängig
Thema:
Teslas Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Tesla
- Fast wie K.I.T.T.: BYD-Supercar Yangwang U9 springt über Schlagloch
- Update zeigt, dass Tesla-Bot Optimus keine Lachnummer mehr ist
- Luxusmarke macht aus Model 3 ein iPhone 13 und Elon-Musk-Büste
- Das Tesla Model S Plaid mit neuer Bestzeit auf dem Nürburgring
- Tesla Crash Lab: So verbessert Tesla die Sicherheit seiner Fahrzeuge
- Einblicke in die neue Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg
- Tesla zeigt, wie man aus Model 3-Teilen Beatmungsgeräte herstellt
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- GDID: Microsoft bestätigt nicht deaktivierbare Windows-Gerätekennung
- FritzSmart und Repeater: Firmware-Updates für 4 Geräte stehen bereit
- Schweizer Armee verbannt Microsoft für deutsche OpenDesk-Lösung
- Long March 10B: China landet erstmals Raketenstufe auf dem Meer
- Nur heute: 13 Weekend-Deals bei Media Markt & Saturn, die sich lohnen
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- PC-Gaming: Steam scheffelt mehr Geld als je zuvor - aus zwei Gründen
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
vivaldi 8.1.4087.48 ist erschienen
d-hubs - Gestern 19:37 Uhr -
Diskussionsthread: Playstation 4
Venom316 - Vorgestern 15:18 Uhr -
ZimaOS - eines der einsteigerfreundlichsten NAS vielleicht....
d-hubs - Vorgestern 10:22 Uhr -
Mecklenburg-Vorpommern wagt es - setzt sich ab von Microsoft
d-hubs - 08.07. 18:23 Uhr -
Ventoy: das Tool zur Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks
d-hubs - 07.07. 16:46 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen